d13.jpgd19.jpgd21.jpgd06.jpgd07.jpgd18.jpgd02.jpgd08.jpgd14.jpgd10.jpgd11.jpgd04.jpgd01.jpg

Montag, 18. September 2017



der letzte Morgen in Plakiás

Um 7:15 Uhr Ortszeit, nachdem wir auch wieder Wasser getankt und die Frontscheibe geputzt haben, verlassen wir Plakiás. So früh am Morgen sind die Straßen immer so schön leer, aber die Sonne geht jetzt jeden Morgen später auf. Das merken wir, als wir oben am Berg sind und die Bucht noch im Schatten liegt. Im August war sie zu dieser Uhrzeit schon von der Sonne angestrahlt. Wir nehmen wieder die Route durch den Canyon in Richtung Rethimno, wo wir beim Lidl einkaufen und wieder da parken, wo wir in Rethimno immer parken. Schön, wenn man sich auskennt und weiß, was einen erwartet. Wir frühstücken und schreiben den gestrigen Tag und gehen anschließend in die Stadt. Zu Vodafone, ein neues Volumen fürs Internet kaufen. Wir gehen heute auch mal in dieses kleine Reisebüro namens Cretoise, wollen doch mal wissen, ob es stimmt, dass die Fähre von Kissamos (Kreta) nach Gýthio (Peloponnes) wirklich den ganzen Sommer über nicht ging. Das hatte man uns gesagt, als wir die Tickets für die kleine Fährfahrt entlang der Südküste gekauft hatten. Aber vielleicht hatten wir uns ja verhört?



noch schnell die Frontscheibe putzen



und immer wieder durch die Berge



ein Bummel durch Rethimno



im Reisebüro Cretoise fragen wir mal nach den Preisen für die Fähre

Der junge Mann im Reisebüro bestätigt uns, dass die Fähre tatsächlich nicht geht. Und dass, obwohl man beide Fährhäfen gerade erst ausgebaut bzw. erweitert hat. Damit dürfte diese Linie mittlerweile auch pleite sein, denn es ist eine eigenständige Gesellschaft, die weder zu Anek Lines noch zu Minoan Lines gehört. Schade, dass wir also wieder den Umweg über Piräus werden nehmen müssen. Wir fragen auch mal nach den Preisen. Bei Anek Lines sollen unser Kastenwagen 220 EUR und wir als Passagiere weitere je 66 EUR kosten. Hilfe, doppelt so teuer wie bei der Hinfahrt. Bei Minoan Lines soll alles zusammen, abzüglich unseres ADAC-Rabatts 183 EUR kosten, allerdings dann wieder von Iráklio aus, nicht von Chaniá. Na ja, noch ist es ja nicht akut. Beim Bummel durch Rethimno sieht Annette in einem der vielen Läden eine Handtasche, wie sie sie immer schon haben wollte. Wir merken uns den Laden und gehen erstmal weiter in Richtung Rimondi-Brunnen mitten in der Stadt. Herbert will auch ein Eis, und so können wir uns beim Brunnen in das winzige Eiscafé setzen.



am Rimondi-Brunnen im Herzen der Altstadt von Rethimno

Ach, das Leben kann so schön sein. Wir wollen uns auf den Heimweg machen und noch zu diesem Laden zurück, um die Handtasche zu kaufen. Gar nicht so leicht, sich in dem Gassengewirr zurechtzufinden. Und das bei der Hitze. Dann ist die Tasche gekauft und Annette sagt: So, und jetzt brauche ich noch 17 Paar Schuhe. In dieser Frauenzeitschrift hatte es doch geheißen, dass jede Frau im Schnitt 24 Par Schuhe hat. Boa, wo sollen wir jetzt so viele Schuhe auftreiben, ich hab' gar keine Lust bei der Hitze . . . Nein, einen Schuhtick hat sie wahrlich nicht, allenfalls ein Faible für Hüte. Wir laufen durch den Venezianischen Hafen, sind anscheinend später als sonst, denn wir werden ständig angesprochen, doch etwas zu essen oder zu trinken. Uns ist es da zu reißerisch; wir gehen stattdessen wieder in das Cool Café auf eine kleine Verschnaufung. Wieder zurück am Fahrzeug haben wir in unserem Wohnzimmer 45°C. Hilfe. So wie letztens im August verlassen wir Rethimno in Bikini und Badehose, aber dann fällt uns ein, dass wir ja noch Gas tanken sollten. Also halten wir an der Nationalstraße bei AVIN. Der Gastank dort wird gerade beliefert, wir mögen bitte 10 Minuten warten. Also sitzen wir da an der Tankstelle in roter Badehose und im Bikinioberteil mit rot-gelber Spielhose. 



Herbert will ein Eis



das winzige Eiscafé MELI liegt direkt neben dem Brunnen


 


 


 



wir wandeln immer gern auf den nichttouristischen Pfaden



am Venezianischen Hafen von Rethimno


 


 


 



wir fahren weiter gen Westen

Nach dem Tanken geht es weiter gen Westen bis Georgióupoli. Diesmal wollen wir uns auf die andere Seite des Flusses stellen. Aber von weitem sieht Herbert, dass da jede Menge Autos stehen. Also bleiben wir erstmal auf der Dorfseite, wo wir immer stehen. Rein ins Wasser, das nicht mehr so pisswarm ist wie im August. Nach etwa zwei Stunden fahren wir über die kleine Brücke, die über den Almirós geht und stellen uns auf der anderen Uferseite zwischen die herrlich alten und riesigen Eukalyptusbäume. Was für ein Platz. Stühle raus und genießen, genießen. So einen Platz dürfte man eigentlich gar nicht verraten. Am frühen Abend fahren ganz viele kleine Boote aufs Meer, und wir sitzen in der ersten Reihe und können alles beobachten. Die Mücken halten sich auch in Grenzen, denn mit denen mussten wir ja rechnen. Die Flasche Autan steht jedenfalls bereit. Im Dunklen trudeln die Wildgänse ein, schnattern noch ein wenig und werden dann merklich ruhiger und schläfriger. Was wir für einen herrlichen Blick wir aus unseren Schlafzimmerfenstern haben, unbezahlbar.



Ankunft in Georgióupoli



diesmal stehen wir auf der anderen Seite des Flusses

back       |      next