d18.jpgd21.jpgd14.jpgd13.jpgd07.jpgd04.jpgd08.jpgd01.jpgd11.jpgd06.jpgd10.jpgd19.jpgd02.jpg

Freitag, 29. September 2017



die beiden wollen nach links abbiegen

Stürmisch ist der Morgen. Wir sitzen wieder bei einem Frühstückstee und wollen anschließend losfahren. Wir trödeln auch gar nicht erst lange herum, sondern machen uns auf den Weg. Von oben, von der Hauptstraße aus, haben wir noch einmal einen schönen Blick auf Epídavros und die Küste. Durch hübsche Landschaft geht es in Richtung des Alten Theaters von Epídavros. Die Beschilderung ist etwas dürftig, aber im Grunde müssen wir nur der Hauptstraße folgen, bis es irgendwann abgeht zum Theater. Wir kommen gegen 10 Uhr Ortszeit an, und es sind auch schon einige Autos und vier Reisebusse dort. Der Eintritt beträgt 12 EUR normal und 6 EUR für 65+. Dann sind wir auf dem Gelände und nach wenigen Schritten am Theater mit seinen 55 Sitzreihen. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut erhalten die Anlage ist. Sie ist, so lesen wir, die bedeutendste antike Kultstätte für den Heilgott Asklepios und dessen Vater Apollon. Nach einer Weile des sich Umschauens kraxelt Annette mal die vielen Stufen hinauf bis ganz nach oben. Herbert hat ja Höhenangst; für ihn ist das nichts. Auf dem Weg hinauf hören wir alle möglichen Stimmen, die sagen: Wirf doch mal eine Münze, oder die in die Hände klatschen oder rufen. Die Akustik ist wirklich grandios.



noch ein Blick auf die wunderbare Küste



weiter geht unsere Fahrt



da ist es, das alte Theater von Epídavros

Annette läuft dann das gesamte Halbrund entlang. Überall riecht es so gut nach Pinien. Als sie wieder unten beim Herbert ist, sehen wir, wie manche Leute Münzen auf den steinernen Mittelpunkt der Theaterbühne fallenlassen. Wie toll das klingt. Wir setzen uns auf die Stufen und schauen dem Treiben zu. Es sind auch ganz viele Jugendliche da, die in Gruppen reisen. Alle sind ziemlich begeistert vom Theater. Wir wandeln dann weiter übers Gelände und landen irgendwann am Museum, wo viele kleine und größere Statuetten ausgestellt sind, kleine Kultfiguren aus Marmor oder Stein. Von den größeren fehlt oft der Kopf, aber die kleineren (vielleicht 40 oder 50cm hoch) sind sehr filigran und sehr gut erhalten. Es gibt dann noch eine Ausgrabungsstätte - Archeological Site - aber die interessiert uns nicht so richtig. Das sind für uns nur Steine. Trotzdem hat sich der Besuch gelohnt, und obwohl der Herbert in den 1970er Jahren so oft in Griechenland war, war er doch noch nie in Epídavros.



welche Pracht auf 55 Sitzreihen


 



ein Museum haben sie hier auch



diese kleinen Figuren gefallen uns sehr gut



und noch eine Ausgrabungsstätte

Draußen auf dem Parkplatz heißt es überall No Camping, und wir wollen eh nicht hier bleiben. Schön, dass man in Griechenland fast nirgends Parkgebühren entrichten muss. Wir fahren weiter nach Náfplio, wohin uns eine sehr gut ausgebaute Straße führt. Als wir die Stadt erreichen, folgen wir der Beschilderung "Port -Parking" und finden uns auf einem riesigen Parkplatz am Hafen wieder. Wie für eine Millionenstadt gebaut. Der Platz erinnert uns an Viana do Castelo in Portugal, nur, dass hier das Hospitalschiff fehlt. Anscheinend legen hier auch Kreuzfahrtschiffe an, aber heute ist keines da. Wir essen erstmal zu Mittag. Uns ist es einfach zu kalt draußen, als dass wir heute noch nach Nafplio gehen wollten. Bei 23°C sitzen wir an der offenen Schiebetür und schauen dem Treiben draußen zu. Herbert hat schon wieder das Fernglas zu Hand und sieht, wie ein Segelboot anlegen will. Einer von der Besatzung will vom Boot aus an Land springen, verfehlt und fällt ins Wasser. Es dauert dann eine Ewigkeit, bestimmt zehn Minuten, bis sie ihn wieder auf Deck haben. Es kommen immer mehr Wohnmobile hier an, und es wird immer ungemütlicher. Herbert hat so eisige Füße, dass er eine Wärmflasche haben will. Ob wir eine Wärmflasche an Bord haben? Aber klar doch. Da kann unsere Martina wieder nur staunen, was wir alles dabeihaben. Als wir zu Bett gehen, braucht Herbert die Wärmflasche dann aber doch nicht mehr. Wir freuen uns auf morgen, auf Nafplio.


 



Ankunft in Nafplio



kleine Bötchen fahren hinüber zur kleinen Insel Bourtsi, dem Wahrzeichen der Stadt



Nacht wird es in Nafplio

back       |      next