d13.jpgd18.jpgd07.jpgd02.jpgd06.jpgd08.jpgd19.jpgd04.jpgd11.jpgd10.jpgd14.jpgd01.jpgd21.jpg

Donnerstag, 21. September 2017



auf unserem morgendlichen Weg zum Einkaufen

Was sind das für Geräusche auf dem Dach? Morgens um fünf. Sind das etwa Regentropfen? Hört sich ja wirklich so an und stimmt dann auch. Wissen wir überhaupt noch, wie sich Regen anfühlt und wie Regen riecht? Wann haben wir zuletzt Regen erlebt? Wir erinnern uns dunkel, dass wir im Mai im Hafen von Piräus einen Regentag hatten, der uns, da wir schön an Bord blieben, vor einem Einbruch gerettet hatte. Dann noch eine Regenstunde in Iráklio, auch im Mai, eine irgendwann im Juni in Plakiás und fertig. Seither nur noch Sonne. Nach dem Brotkaufen muss Annette erstmal die Solarplatten abwaschen, denn die sehen nach ein paar Regentropfen immer verheerend aus. Dauerregen würde den Dreck ja abwaschen, aber nicht die paar Tropfen. Heute ist es ziemlich windig, und immer wieder wird der Sand hochgepeitscht. Also alle Fenster zu und den Sand draußenlassen. Ist halb so tragisch, denn heute sind es eh nur 25°C, die angekündigt sind. Es ist kein Hochsommer mehr, was wir vor allem nachts merken. Und um halb acht abends wird es jetzt schon dunkel. Etwas wehmütig werden wir, weil wir finden, dass der Sommer viel zu kurz war. Wir hätten gern, dass der Sommer noch zwei Monate länger dauerte; wir haben das Gefühl, dass uns die letzten schönen Sonnentage jetzt so durch die Finger rinnen und die ganze Herrlichkeit schon ganz bald vorbei sein wird. Wir sind keine Winterleute, auch wenn es so ganz ohne Jahreszeiten auch nix wäre. Annette hat schon wieder so ein komisches Brennen im linken Bein; nicht, dass das wieder so ausartet, dass sie die nächsten Tage nicht gehen kann, so wie Anfang April. Heute Abend gehen wir mal wieder essen, in der Taverne Sunrise, aber nur, weil wir nicht wissen, was wir noch selbst kochen könnten an Bord. Der Abend ist kühl, nur gut, dass Herbert gesagt hat, Annette solle doch ihre leichte Jacke mitnehmen.



um halb acht morgens ist Georgióupoli noch ganz ausgestorben


 


 



und wieder geht es über die Brücke über den Almirós



abends sind wir wieder im Ort

back       |      next