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Sonntag, 21. September 2014



diesen Aussichtsturm gibt es im Lagunengebiet

Der Himmel ist ganz bedeckt und wir freuen uns, dass es heute ja vielleicht nicht so heiß wird. Herbert will dann kurz mal an die Garage gehen und zwei Flaschen Wasser holen. als er wieder an Bord geht, hängen sechs oder sieben Mücken an seinen Waden. Er spürt sie gar nicht, aber Annette sieht sie und haut mit beiden Händen auf seine Waden und Schienbeine. Jeder Schlag ein Treffer, und dann sind ihre Handflächen ganz blutverschmiert. Igitt, hier wollen wir nicht länger bleiben, wo man keinen einzigen Schritt nach draußen gehen kann. Wir suchen uns ein neues Ziel heraus und finden eines in Peñiscola. Auf dem Stellplatz La Volta. Heute ist zwar Sonntag, aber vielleicht haben wir ja Glück und kommen da unter.



der Fotograf im Einsatz

Wieder kommen wir am hübsch angelegten Aussichtsturm vorbei, der sich ganz in der Nähe unseres Strandes befindet. Jetzt halten wir an und wollen mal hinaufsteigen. Der Turm hat mehrere Informationstafeln, die das Lagunensystem erklären. Wir lesen, dass die zwei größten Lagunen der Calaixos de Buda - die Calaix Gran und die Calaix de Mar - das wichtigste Feuchtgebiet des Deltas bilden. In den letzten Jahren hat das Festland schwere Erosionen erlitten, da die Lage der Flussmündung verändert wurde. Viele Seevögel überwintern hier und große Teile sind heute Naturschutzgebiet. Der Blick, den wir von oben haben, ist sehr schön. Jetzt wissen wir auch, dass hier im Ebrodelta ganz stark Reisanbau betrieben wird. Daher also die vielen unter Wasser stehenden Felder.




da hinten bei den Bäumen hatten wir die letzten beiden Tage gestanden



den Turm haben sie sehr schön angelegt



ein Bötchen tuckert auf der Lagune



das Ebrodelta ist Spaniens größtes Reisanbaugebiet



noch ist der Himmel ganz dunkel



alles steht unter Wasser



wir sind auf der N340, die hier beginnt



Durchfahrt durch Benicarló, Nachbarort von Peñiscola

Wir fahren dann weiter und stoßen irgendwann auf die N340, die Nationalstraße, die hier beginnt und sich auf fast 1.100km erstreckt. Peñiscola ist nur etwa 55km entfernt. Wir halten uns nach unserem neuen Navi (das Programm ist von Sygic) und sollen in Benicarló abbiegen. Durch die Straßen von Benicarló geht es und dann hin zum Stellplatz La Volta. Aber wir sehen schon von weitem, dass der Platz rappelvoll ist. Completo - Full - heißt es am Tor. Wir fahren die schmale ehemalige Feldstraße weiter und stoßen auf einen weiteren Stellplatz, der weniger schön aussieht, keinen Swimmingpool hat wie La Volta und 10 statt nur 6 EUR kostet. Hier wollen wir nicht bleiben und wenn wir schon Geld ausgeben, dann können wir auch gleich auf einen Campingplatz für 16 EUR/Nacht (Campingcheque) gehen mit Strom, Swimmingpool, Duschen, mehr Platz und allem.



auf ehemaligen Feldstraßen geht es in Richtung Stellplatz La Volta



schon von weitem können wir die Massen von Wohnmobilen sehen

Es gibt einen in Peñiscola namens Spa Natura. Hört sich alles toll an und er soll in die Luxuskategorie eingestuft sein. Fahren wir also hin und schauen mal, ob wir da unterkommen. Man gibt uns einen Lageplan und wir sollen uns einen Platz aussuchen. Aber je tiefer wir aufs Campinggelände gehen, desto weniger gefällt es uns hier. Von Natur keine Spur; man steht auf Schotter und hier und da ist grüner Teppich ausgelegt, der an Rasen erinnern soll. Der Pool ist klein und überdacht mit einem Runddach aus Acryl oder Plane. Nein, auf diesem Camp sehen wir uns nicht. Die Plätze sind auch zu kurz für unseren Phoenix. Jetzt auf den ollen Stellplatz für 10 EUR zurückfahren? Nein, das wollen wir auch nicht.



ein Blick aufs Meer an der Uferstraße von Benicarló



weiter geht unsere Fahrt auf der N340

Unsere Odyssee geht also weiter. Herbert hat einen Stellplatz kurz hinter Valencia herausgesucht. Direkt in den Dünen. Jetzt heißt es also, weitere 138km zu fahren. Nur gut, dass heute am Sonntag fast keine LKWs auf den Straßen sind. Wir kommen gut voran; es ist heiß und die Orte am Meer bestehen aus Hochhäusern, die so lieblos aussehen, wie man sie sich nur vorstellen kann. Schon etwa 70km vor Valencia erstrecken sich Orangenhaine zu beiden Seiten der Straße bis zum Horizont. Ob das alles Valensina-Orangen werden? Jetzt sind sie jedenfalls grasgrün und haben ja noch Zeit bis zum Dezember, wenn Orangenernte ist. Wir erreichen Valencia um 16:40 Uhr bei 30°C und lassen uns vom Navi durch die Stadt führen. Es geht auch am hypermodernen Stadtteil von Valencia - der Ciudad de las Artes y las Ciencias - vorbei.



wir erreichen Valencia bei 30°C



es geht am ultramodernen Stadtteil - Ciudad de las Artes y las Ciencias - vorbei



die Gebäude sind faszinierend

Dann verlassen wir die Stadt und die Gegend wird ländlich und lagunenartig. Wir befinden uns im Parc natural de l'Albufera. Landschaftlich ist es schon mal ganz schön. Etliche Autos kommen uns entgegen. Gut so, desto mehr Platz bleibt dann für uns. Unser Ziel sind die Dünen von Sidi Saler. Als wir die Küste erreichen, sehen wir vier Wohnmobile auf einem der vielen Parkflächen stehen. Keine Verbotsschilder oder dergleichen. Auf den ersten Blick ist alles richtig toll und die Küste sieht aus wie am Atlantik. Die Wohnmobile sind englisch, spanisch und holländisch. Jetzt kommen wir noch dazu. Es geht wieder ein kräftiger Wind. Müll fliegt keiner umher, auch keine Mücken oder anderes Gefleuch. Wir genehmigen uns jetzt erstmal einen Kaffee und erholen uns von der Fahrt. Vielleicht können wir hier ja ein paar Tage verbringen. Abends sehen wir Valencia als großes Lichtermeer, denn die Stadt ist ja nur 15km entfernt.



Ankunft am heutigen Ziel, den Dünen von Sidi Saler



was für eine tolle Dünenlandschaft



so haben wir uns hingestellt



unsere Tagesroute ca. 216km

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