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Freitag, 20. September 2013



wir gehen mal ins Dorf Jalance hinein

Wenn das Dorf Jalance nun schon so einen netten Stellplatz für uns Wohnmobilisten zur Verfügung stellt, wollen wir uns den Ort doch mal anschauen und nicht einfach so weiterfahren. Alle Viertelstunde ertönen die Glocken der Kirchturmuhr, und gestern Abend hatte man noch lange Tennis gespielt; der Tennisplatz grenzt unmittelbar an den Stellplatz. Auch gibt es ein Freibad, das aber geschlossen ist. Vielleicht pumpt ja das Atomkraftwerk einiges Geld in den Ort.



fast alle Straßen sind steil

Jedenfalls sind wir ziemlich überrascht, als wir um halb elf losgehen in den Ort. Viele Häuser haben einen ganz farbenfrohen Anstrich. Überhaupt ist das Licht jetzt total schön, alles ist so klar und leuchtend. Wir müssen natürlich kraxeln wie die Bergziegen, denn Jalance ist sehr steil am Berg gelegen. Ganz oben thront das Castillo, aber ob wir in der Hitze bis ganz hinauf gehen wollen? Eigentlich ist das Castillo auch nurmehr eine Ruine.



auf der Hauptstraße von Jalance



wir gehen zur kleinen Kapelle hinauf

Wir gehen dann erstmal nur zur kleinen Kapelle, der Ermita de San Miguel. Sie ist ganz frisch gestrichen worden; die Farbeimer stehen noch vor der Tür. Wie hübsch man alles angelegt hat. An den Stufen stehen 6 kleine Säulen mit Schaubildern der Kreuzigung Jesu. Oben am Plateau um die Kapelle herum (gegen den Uhrzeigersinn) stehen weitere 8 Säulen. Die Bilder sind auf Kacheln gemalt und sehr schön. Herbert sagt, dass das ganze ein Kreuzgang sei; Annette kennt sich mit sowas doch nicht aus. Hier oben riecht es wie im tiefsten Nadelwald, so duften die Zypressen. Und der Blick ins Umland ist ein Traum. Die Kapelle und die gesamte Anlage erinnern uns an das Dorf Castro Marim in der Algarve, wo wir im November 2011 waren.



Blick auf die Kapelle, die Ermita de San Miguel von 1880



ein Blick über die Dächer von Jalance



von hier oben haben wir einen guten Blick auf das Castillo



14 kleine Säulen sind die Stationen des Kreuzwegs



auf dem Plaza de Iglesia, dem Kirchplatz

Noch weiter hinauf und bis zum Castillo mögen wir jetzt doch nicht mehr gehen, dafür aber zur Iglesia, der Kirche, deren Glocken immer so schön erklingen. Die Tür ist auch hier abgeschlossen. Der Kirchplatz, der Plaza de Iglesia, wurde toll restauriert; eine große Treppe führt vom Dorf hinauf zum Kirchplatz. Man hat wirklich alles wieder schön hergerichtet; auf einem kleinen Schild lesen wir auch von Rehabilitación (Restaurierung, Wiederherstellung). Uns gefallen die warmen Erdfarben der Dachziegel und der Häuser. Der Blick auf die umliegenden Berge ist herrlich.



uns gefallen die Erdfarben der Häuser und Dächer



das Castillo thront über dem Ort



alles ist hier perfekt restauriert


 



vom Plaza de la Picota haben wir einen tollen Blick auf die Berge ringsum

Ein paar Schritte weiter und wir befinden uns auf dem angrenzenden Plaza de la Pucota. Auch hier erstrahlt alles in neuem Glanz. Der Blick auf die Berge ist von hier aus wirklich spektakulär. Dass wir zufällig in einem so hübschen kleinen Dorf gelandet sind, wer hätte das erwartet? Und das Licht bleibt weiterhin so golden, obwohl es schon auf die Mittagszeit zugeht.



hinter dem Berg rechts ist das Atomkraftwerk



noch ein Blick auf den Plaza de la Picota



so stellt man sich das Leben im Süden vor



wie hübsch man die Treppen zur Kirche angelegt hat

Dann steigen wir die große Treppe hinab. Man macht sich ja keinen Begriff, wie die Blumen duften. Sie betören uns richtig. Ach wie gut, dass wir uns mal wieder die Handgelenke abkühlen können am Fuente El Rincon. Es geht steil bergab und zurück in den Dorfkern. Es gibt dann sogar eine Touristinformation hier, aber die ist noch für ein paar Tage in den Ferien.



hier können wir uns mal wieder die Handgelenke abkühlen



alles wächst hier so üppig



wir sind zurück auf der Hauptstraße von Jalance

Auf der Hauptstraße, die uns ja so gut gefällt, gibt es mehrere Cafés, die auch ganz gut besucht sind. Der Blick auf die Berge am Ende der Straße ist ja wirklich klasse. Und weil wir uns am Vormittag schon überlegt hatten, heute gar nicht mehr weiterzufahren, können wir jetzt lange in einem der Cafés sitzen, schön im Schatten. Puh, ist das eine Geräuschkulisse von den anderen Tischen, als wäre das ganze Dorf hier versammelt. Kurze Zeit später sind alle anderen Gäste verschwunden, ist wohl wieder Zeit für eine Siesta? Um 13 Uhr sind wir daheim, froh über den Wind, der auch heute geht. Abends bei der Auswahl der Fotos sind wir überrascht, wie schön die Farben und das Licht auf ihnen herauskommen. Wie echt.



auch die Seitenstraßen machen eine gute Figur



wir sitzen mal wieder in einem Café

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