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Montag, 16. September 2013



die letzte Ortschaft auf der französischen Seite kommt

Mit dem Weiterfahren warten wir noch bis 11 Uhr, damit die Sonne da ist und alles anstrahlen kann. Die Berge werfen natürlich einigen Schatten, und den wollen wir nicht auf jedem Foto haben. Ab jetzt geht die Straße auch stetig bergan und windet sich um manche Serpentine. Der letzte richtige Ort, der noch auf französischer Seite liegt, ist Aragnouet - der Tunnel heißt ja auch Tunnel d'Aragnouet-Bielsa - danach kommen nur noch vereinzelte Häuser, die mitten in den Bergen liegen. Der Anblick der Berge ist spektakulär; alles so friedlich und beschaulich. Alles so rein und grün. Immer höher hinauf geht es, und weil die schönsten Ausblicke immer auf der falschen Seite liegen, steigt Annette sogar mal aus, um ein paar Fotos zu machen.



die Straße geht nun stetig bergauf



die Landschaft ist zauberhaft





die Schafe lassen sich nicht von uns stören

Kurz vor dem Tunnel - wir können die Einfahrt schon von weitem sehen - müssen wir anhalten, denn es stehen einige Schafe auf der Straße. Manche liegen sogar; anscheinend ist der Asphalt so schön warm am Bauch. Jedenfalls müssen wir um die Tiere herumfahren, denn sie bequemen sich kaum, um uns auszuweichen. Wir stehen dann ein paar Minuten vor der Tunneleinfahrt, und ein Ampelsystem regelt den Verkehr. Auf einem Schild lesen wir, dass der Tunnel seit Oktober 1976 in Benutzung ist, gebaut vom Staat Spanien und dem Département des Hautes-Pyrénées, und 3.070m lang ist. Einfahrt auf der französischen Seite, Ausfahrt auf der spanischen, genauer gesagt in der Provinz Aragón. Der Tunnel ist dann abschüssig, und auch, als wir den Tunnel verlassen, geht die Straße nurmehr bergab.



der Asphalt ist bestimmt schön warm am Bauch



vor dem Tunnel müssen wir kurz warten



jetzt können wir hineinfahren



der Tunnel ist 3km lang



wir verlassen den Tunnel und sind in Spanien



Blick auf Bielsa, den ersten Ort auf spanischer Seite

Die Straße auf der spanischen Seite ist bestens wie immer in Spanien. Der erste Ort ist Bielsa, ein netter Gebirgsort, an dem wir vorbeifahren. Dann kurven wir so dahin bis Aínsa-Sobrarbe, biegen im Ort ab nach Boltaña. Von da aus wollen wir eigentlich über Laguarta in Richtung Zaragoza und nach Süden fahren, kommen aber irgendwie vom Weg ab und müssen einen ziemlichen Umweg in Kauf nehmen. Am Ende fahren wir über Sabiñánigo und Huesca in Richtung Zaragoza.



die Berge sind auch hier bizarr



hier in Aínsa biegen wir ab in Richtung Bolsaña



die Straßen sind in Spanien immer perfekt



ein letzter Blick auf die Pyrenäen

Annette würde heute so gern einen Bohneneintopf essen - als wir heute früh losgefahren waren, war es doch noch so kalt, aber dafür fehlen uns noch ein paar Karotten und Porree. Müssen wir also noch irgendwo kaufen. Wir sind schon ziemlich kaputt vom vielen Fahren und von den Kurven und machen eine kurze Pause. auf dem Rastplatz sehen wir einen Radfahrer, der schon lange durch Europa radelt. Er erzählt  uns, dass er zum Beispiel von Zürich nach München geradelt ist. Wir sind so kaputt, dass wir kaum denken können, geschweige denn reden. Er legt sich dann auch für ein Schläfchen hin.



jetzt müssen wir endlich mal rasten



der Radfahrer macht ein Schläfchen



wir kommen an einem Stausee vorbei

Jetzt sind es immer noch 98km bis Zaragoza, aber hier auf dem Rastplatz übernachten wollen wir auch nicht. Es ist laut von der Straße her, und auch recht kalt hier oben. Die Pyrenäen liegen ja gerade erst hinter uns. Also fahren wir weiter, biegen in Huesca ab zum Lidl, aber der existiert nicht mehr. Fahren wir also zum Hiper Simply, einer spanischen Supermarkt-Billigkette. Die Preise für Obst und Gemüse sind in Spanien ja doch deutlich billiger als in Frankreich, zum Beispiel Weintrauben und auch Pfirsiche für je 1 EUR/kg. 



welch hübsche Landschaft, und so flach

Von Huesca aus geht eine kostenfreie Autobahn, die Autovía Mudéjar, nach Zaragoza, wo wir uns aufs riesige Gelände des Einkaufskomplexes Puerto Venecia stellen wollen. Da waren wir schon mal. Und wir könnten schwören, dass der Komplex direkt an der Autobahn liegt und wir nirgends abbiegen müssen. Zaragoza liegt schon lange hinter uns, bestimmt 20km, und dann kommt endlich, endlich die Ausfahrt zum Puerto Venecia. Hatten wir schon nicht mehr mit gerechnet. Es ist 17 Uhr, und heute tun wir keinen Schritt mehr. Annette schält die Kartoffeln, Karotten usw., während Herbert sich im freien WIFI einloggt, den es auf dem gesamten Gelände gibt. Morgen wollen wir versuchen, hier im Komplex bei Vodafone eine SIM-Karte zu kaufen. Das ist ja immer so schwierig in Spanien. Wir fallen früh ins Bett.



unsere Tagesroute ca. 271km

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