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Freitag, 07. September 2012



wir laufen hinunter zum Leuchtturm

Als erstes wollen wir am Vormittag mal zum Leuchtturm hinunterlaufen, der sich etwa 500m westlich von Sítio im ehemaligen Fort São Miguel befindet. Die Straße geht steil bergab, aber was für ein tolles Panorama man zu beiden Seiten hat. Rechterhand ein paradiesischer Strand, linkerhand der Blick auf Nazaré. Und allein schon die dicken Felsen, die sich auftürmen. Alles ist hier beeindruckend. Ganz an die äußerste Klippe geklebt sind das Fort und der Leuchtturm, und rechts um die Anlage herum führt ein gemauerter schmaler Weg bis zur Hälfte des Forts, aber wir haben das Gefühl, dieser Weg könnte jeden Moment abbrechen, so extrem ist der Abhang. Also laufen wir da nicht hin.

 der Leuchtturm befindet sich im ehemaligen Fort São Miguel

die Strände sind paradiesisch

vom kleinen Vorgebirge Monte Sítio ist der Blick auf Nazaré am besten

Nach vielen Fotos gehen wir erstmal wieder heim und warten auf den späten Nachmittag, denn wir wollen uns erst dann aufmachen nach Nazaré. Wenn die Hitze nicht mehr so brutal ist. Denn Annette ist überhaupt nicht hitzebeständig und hat in den letzten Tagen ziemlich mit der Hitze zu kämpfen. Dem Herbert macht die Hitze gar nichts aus; er ist da robust wie ein Kamel.

Blick vom Ortsteil Sítio auf Nazaré und den Trubel am Strand



wir fahren mit der Standseilbahn

Es ist also schon halb fünf Ortszeit, als wir zur Station der Standseilbahn gehen. Der Schalter für die Tickets ist geschlossen; wo bekommen wir die denn jetzt her? Wir laufen also zum Drehkreuz, wo der Fahrer mit einer großen Ledertasche um die Schulter steht. Er verkauft uns die Tickets direkt. Hin und zurück kostet das Ticket 2,30 EUR pro Person, schnell einsteigen und los geht es, als hätte er nur noch auf uns zwei gewartet. Und da wir ganz vorn einsteigen (nur noch Stehplätze zu haben), haben wir einen grandiosen Blick auf Nazaré. Es geht extrem steil bergab; auf halber Höhe begegnen sich die zwei Waggons und müssen einander ausweichen.



die Bahn rumpelt hinunter, was nur wenige Minuten dauert

 

Ankunft in Nazaré

Der erste Eindruck, als wir Nazaré erreichen, ist dann gar nicht schlecht. Durch schmale Gassen laufen wir und finden uns auf diesem schicken Platz wieder, der von Cafés und Geschäften gesäumt ist. Alles ist wieder so schön gepflastert. Wir begeben uns dann auf die Strandpromenade und freuen uns, dass sich hier gar keine Betonburgen befinden. Jedes Haus hat seinen eigenen Charakter und sieht nett aus. Schön, dass man hier keine gesichtslosen Apartmentblocks hingesetzt hat.



einen ersten Eindruck von Nazaré als beliebtesten Badeort an der Costa de Prata bekommen wir hier



wir laufen die Strandpromenade entlang

Es ist einiger Trubel, sowohl am Strand als auch auf der Promenade. Was wir hier viel sehen, sind ältere Frauen, die am Strand oder an Häuserecken sitzen mit einem Schild ALUGAM-SE Apartamentos (Apartments zu vermieten). Man würde also jederzeit ein Zimmer finden, sollte man sich zu einem spontanen Aufenthalt in Nazaré entschließen.



Nazaré ist ein ehemaliger Fischerort - nichts ist hier vom Reißbrett



da hinten am Berg führt die Standseilbahn hinauf

Was wir auch nirgends sonst gesehen haben, sind die großen Holzrahmen, die mit Zaundraht bespannt sind und auf denen Fisch (als Filet) zum Trocknen in der Sonne befestigt ist. Wir sehen zum Teil zwanzig solcher Rahmen am Strand und fragen uns, wer die alle abends wegschleppen soll? Das komische ist, dass der Fisch überhaupt nicht zu riechen ist. Das war wohl auch der Grund, warum wir in Sítio, als wir so einen Holzrahmen mit Fisch gesehen hatten, geglaubt hatten, es müsse sich um kleine Souvenirs handeln, vielleicht um Schlüsselanhänger in Fischform. Denn die Fischstücke waren alle einheitlich braun, glänzend und total gleichmäßig in der Form. Und wie gesagt, sie waren überhaupt nicht zu riechen.



der Abend kommt



wir fahren wieder heim

Wir laufen dann die Strandpromenade einmal ganz auf und ab, essen uns noch ein Eis und fahren um 19:45 Uhr wieder zurück. Diesmal sind wir fast die ersten in der Gondel, und Herbert stellt sich ganz nach vorn für den besten Ausblick. Als wir in Sítio ankommen, sind mittlerweile die Stände mit Kinkerlitz abgebaut. Jetzt sieht Sítio sehr nett aus, zumal sich gerade das Abendlicht über den Ort legt. Und wir freuen uns, dass wir endlich die Füße hochlegen können.



Ankunft in der Station in Sítio



noch ein letzter Blick auf die Capela da Memória in der Abendsonne



es wird Abend in Nazaré - diesen Blick haben wir direkt von unserem Stellplatz aus

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