d14.jpgd08.jpgd06.jpgd02.jpgd13.jpgd07.jpgd18.jpgd19.jpgd11.jpgd21.jpgd10.jpgd01.jpgd04.jpg

Montag, 16. Oktober 2017



Durchfahrt durch Kastro

Unseren letzten Morgen gehen wir geruhsam an. Die Sonne kommt ja immer erst so gegen 7:40 Uhr Ortszeit, und bis dahin hat man immer das Gefühl, dass es ein trübsinniges Wetter würde. Mit der Sonne kommt das Licht und alles ist dann wieder so richtig südländisch. Wir trödeln und haben keine Eile mit dem Losfahren, und so geht es auf 11 Uhr zu, bis wir uns auf die Piste machen. Durch Kastro, das jetzt wochentags doch wieder recht gefällig und nicht so ausgestorben wie gestern aussieht. Dann auf die neue Nationalstraße - Nea Ethniki Odos und immer in Richtung Patra. Es gibt jede Menge Brandherde unterwegs; der Feuergeruch steigt uns in die Nase. Hier und da werden auch Kürbisse verkauft. Hat aber bestimmt nichts mit Halloween zu tun; es ist halt die Saison der Kürbisse. Wir fahren gemütlich aber eigentlich nicht langsam, und doch werden wir mal wieder von rechts überholt. Annette erschrickt sich dann immer so.



jetzt werden überall Kürbisse verkauft



wir erreichen Pátra



immer schön draufbleiben bis zur Ausfahrt Río und Bridge

Kurz vor Patra geht es durch mehrere Tunnel. Wir kommen sehr gut voran, kaum Verkehr hier, und bleiben auf der Autobahn bis zur Ausfahrt Río und Bridge. Anschließend nehmen wir die Ausfahrt Athina Without Tolls (ohne Maut). Die schöne Brücke mit den vier Pylonen haben wir schön im Blick. Wir probieren dann mehrere Stellen aus, die sich als Nachtplatz eignen. Wichtig ist, dass wir die Brücke in Dunkelheit und beleuchtet sehen können heute Abend. Und so fahren wir zum östlichen und zum westlichen Dock. Östlich heißt übrigens Anatolikí. Westlich der Brücke gefällt es uns auf den zweiten Blick nicht mehr, und so fahren wir in anderer Richtung, bis wir schließlich am Fuße der Brücke landen. Hier ist es schön. Später geht Herbert mal los mit der Kamera, während sich Annette schon mal hinsetzt für den heutigen Text. Das Schreiben macht sich ja doch nicht von allein. Wir freuen uns auf den Abend. Angst haben wir wie immer keine, aber wir würden das Fahrzeug jetzt nicht mehr gern unbeaufsichtigt lassen. Müssen wir ja auch nicht.



wir können uns ganz leicht an der schönen Brücke orientieren

Es ist extrem windig hier, und das ist wohl dieser Kamineffekt hier am Golf von Korinth. Die Fähren stehen gegen den Wind und sehen aus, als wären sie schon angetrieben worden. Sie können nicht normal geradeaus fahren, sondern mit der Stirnseite zum Wind. Irgendwann kommt jemand, eine Frau von vielleicht 35oder 40 Jahren, zu uns an die Tür. Sie zeigt auf ihren Bauch, ist wohl schwanger, und bittet um Wasser, Neró. Annette sitzt gerade auf dem Beifahrersitz, Herbert liegt auf dem Bett. Annette geht zum Kühlschrank, was vielleicht zwei Schritte sind. So schnell kann sie gar nicht gucken, da ist die Frau bei uns an Bord und schaut sich überall um. Please get out, I don't want you aboard, sagt Annette. Sie ist total perplex, will sich das aber nicht anmerken lassen. Hat man das schon mal erlebt, dass einem die Leute an Bord gehen? Die Frau will sich gar nicht abwimmeln lassen, aber Annette bleibt resolut. Herbert ist von den Stimmen auch munter geworden, aber da ist die Frau schon draußen. Dann ist der Abend da. Schöne Beleuchtung überall, auch hier und da die Leuchtfeuer auf dem Wasser. Als der Wind sich zu einem Sturm auswächst, es ist so gegen halb neun Ortszeit, beschließen wir, zu dem Parkplatz vom Nachmittag zurückzukehren, denn die Wellen schwappen schon fast zu uns ans Fahrzeug. Dort ist es dann zwar ähnlich windig, aber alles bleibt trocken. Irgendwann hören wir die Fähren nicht mehr; sie fahren nachts wohl deutlich weniger oder gar nicht. Unsere letzte Nacht in Griechenland, am Golf von Korinth.



Abend wird es am Golf von Korinth

back       |      next