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Mittwoch, 25. Oktober 2017



wir fahren durch die Lande

Wir schlagen die Augen auf und es ist unser 11. Hochzeitstag. Acht davon haben wir bisher ja im Süden verbracht, wo es schön ist und warm, aber der heutige wird wohl etwas an uns vorbeigehen. Heute wollen wir die Enkel und die ganze Bagage besuchen. So gegen 11 Uhr sollen wir da sein. Wir haben also noch etwas Zeit und verbringen sie damit, ein wenig durch die Lande zu fahren. Oberaudorf, Niederaudorf, Flintsbach, Brannenburg und bis nach Bad Feilnbach, wo die Immobilienpreise moderater sind als überall sonst im Raum Rosenheim. Die beiden gestern haben beim Namen Bad Feilnbach die Nase gerümpft, und jetzt rümpfen wir sie auch. Bad Feilnbach wirkt wie ein Sanatorium, also da wollen wir nicht hin. Wir stellen uns auf den Parkplatz von Penny und rufen Willi an, den neuen Mann von Herberts Exfrau, der heute Geburtstag hat. Sein Telefon ist besetzt, aber wenig später ruft er zurück. Herbert ist im Bad, und so geht Annette ans Telefon, was nur ganz selten passiert. Die beiden blödeln herum und treiben ihre Späßchen. Irgendwann sagt Willi: Wo ist denn der Herbert? -- Der rasiert sich. -- Kann er uns also nicht hören, oder? -- Nee . . . Die beiden albern herum. Wenn man Annette nicht kennt, glaubt man, sie wäre total langweilig und kriegt das Maul nicht auf, aber sie kann unglaublich lustig sein. Als Herbert im Bad fertig ist, hat sie schon aufgelegt.



wieder geht es durch Oberaudorf



Oberaudorf

Dann fahren wir also zur Familie. Unsel Enkel kommt um 13 Uhr von der Schule. Ganz schön ungewohnt, so mit dem Schulranzen auf dem Rücken. Wo sind eigentlich die Jahre geblieben? Jetzt ist er schon sieben. Annette will dann auch mal seine Schulbücher sehen, aber es heißt, dass die Kinder hauptsächlich mit Arbeitsblättern oder kleinen Heften arbeiten. Ist eben alles anders heute. Komisch, dass man überhaupt noch das klassische Alphabet hernimmt. Annette schaut sich also ein paar Arbeitsblätter an und staunt, wie schwierig die Aufgaben schon sind. Und das nach nur sechs Wochen Schule. Bis es ihr dämmert, dass unser Enkel ja schwierigere Aufgaben bekommt, weil er ja schon so weit fortgeschritten ist und schon lange Bücher lesen kann. Jeder glaubt ja immer, sein eigenes Kind oder Enkel ist das beste und schlaueste usw,, aber unser Enkel scheint wirklich hochbegabt zu sein. Wir fragen ihn, was er lieber mag: Lesen oder Rechnen? -- Rechnen. Genau wie Opa Herbert, der ja auch so ein Zahlenheini ist. Wir bleiben lange bei den Lieben und übernachten auch in der Nähe. Abends im Bett finden wir, dass wir nicht viel hatten von unserem Hochzeitstag. Annette nimmt den Herbert in den Arm und sagt: Ach, komm' her, du Kerl, worüber er immer lachen muss. Wir werden hoffentlich noch ein paar schöne weitere Hochzeitstage haben.



hier in Pfraundorf kehren wir um und fahren zur Familie

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