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Samstag, 28. Oktober 2017



Platz ohne Ende in der 55qm großen kleinen Wohnung

Unser Schlafzimmer ist ja doch niedlich und gemütlich. Warum sind wir eigentlich immerzu weg und haben fast gar nichts von unserer schönen Wohnung? Wobei wir im Sommer wohl auch in Zukunft immer monatelang wegbleiben werden. Die Sommer kann man immer so mit Leichtigkeit nehmen. Jetzt genießen wir unser erstes Frühstück daheim. Die Kaffeemaschine hört sich bös' an, sie spuckt und faucht und der Kaffee ist dünn wie Wasser. Wir lesen mal in der Bedienungsanleitung, wie man die Dosierung ändern kann. Der Tchibokaffee ist wohl auch nicht das wahre, sonst haben wir immer andere Marken. Ansonsten wollen wir heute nirgends hin. Akribisch schaut Annette in der Küche in alle Schränke, sie will kein böses Wunder erleben in Sachen Ungeziefer. Das hatten wir mal im Phoenix, einen Tag vor Heiligabend, den wir mit unseren Freunden Rosi und Manfred bei uns an Bord verbringen wollten. Im Fach über dem Kühlschrank waren unzählige Lebensmittelmaden, und das, obwohl sich in diesem Fach so gut wie keine Lebensmittel befanden. An einer Plastikschüssel, die wir aus diesem Fach nahmen, befanden sich zwei weiße Maden. Dann der Blick ins Fach, wo an der oberen Kante zur Decke etliche Maden wimmelten auf beiden Seiten. Die konnten sich auch krümmen (wie ein auf dem Kopf stehendes U) und dann woanders hinspringen. Die mussten dann alle eingesammelt und in Küchenpapier zerdrückt werden. Die waren ganz kalt, viel kälter als Raumtemperatur. Das war wirklich eklig, und seitdem hatten wir nie mehr so ein Malheur. Aber jetzt hier und daheim haben wir kein weiteres Viechzeug in den Schränken, nur gestern die vielen Fliegen und Wespen. Im Wohnzimmer übrigens keine einzige am verschlossenen Rolladen, nur in der Küche und im Schlafzimmer. Im Bad auch keine, obwohl ja alle Türen offenstanden. So, jetzt genug geekelt, jetzt freuen wir uns auf einen schönen Tag daheim in der Wohnung. Wir sind mittlerweile übrigens der Meinung, dass wir ganz ohne Wohnung nicht mehr sein wollen. Die Jahre von 2009 bis 2015, die wir dauerhaft unterwegs und ohne eigene Wohnung waren, waren zwar eine schöne Erfahrung, aber wir sind jetzt zu alt, um ohne Wohnsitz zu sein. Wir wollen nicht aus Zwang auf Reisen sein.

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