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Montag, 02. Oktober 2017



und schon wieder legt ein Kreuzfahrtschiff an, die Star Breeze

Gegen 7 Uhr legt schon wieder ein Kreuzfahrtschiff hier an, die Star Breeze. Schade, dass wir gar nicht gehört hatten, wie sie in den Hafen einlief. Wieder ein schickes Schiff. Der Wohnmobilnachbar direkt vis-à-vis von uns erzählt uns, dass in der Früh ein Taxi in sein Wohnmobil gefahren ist. Der Fahrer hatte im Taxi geschlafen und wohl die Handbremse nicht gezogen. Früh morgens startete er dann den Motor, weil es so kalt war und bums, hinten reingefahren. Wir hatten auch so ein rumpelndes Geräusch gehört. Total ärgerlich, sowas. Der Nachbar erzählt uns auch, dass er den letzten Winter auf dem Peloponnes verbracht hätte, und dass der Winter total mild gewesen sei. Bloß zwei Gasflaschen hätte er insgesamt verbraucht. Fürs Heizen, Duschen und Kochen. Na, also das glauben wir ihm jetzt aber nicht. Unsere beiden Gasflaschen sind ja schon nach sechs Wochen aus, im Hochsommer nur für den Kühlschrank und fürs Kochen. Aber es wäre ja schön, wenn nun alle Wohnmobilisten nach Griechenland führen und wir Portugal wieder für uns hätten. Wir hören hier und da, dass man in Portugal jetzt schon anfängt, die Plätze zu räumen, dass es wimmelt von Wohnmobilen. Wir schön es doch war auf Kreta so ganz allein, was wir immer am allerbesten finden.



es kommt auch noch ein zweites Kreuzfahrtschiff in Nafplio an

Als wir losfahren wollen, kommt noch ein zweites Kreuzfahrtschiff, die Celestyal. Hört sich an, als würde die Bordansage auf türkisch sein. So, wir müssen jetzt los, sonst wird das nie was. Und so schick ist die Celestyal auch nicht; sie ist schon etwas heruntergelumpert. Also Adé Nafplio. Die Beschilderungen sind wieder unzureichend. Es gibt nur wenige Schilder, die nach Athen und nach Korinth gehen. Die Route nach Korinth dürfte dann wohl irgendwann abgehen nach Trípoli, unsere Richtung. Hoffentlich. Nach Navi fahren wollen wir auch nicht; wir wollen noch nicht unser ganzes Leben der Technologie übergeben. Die Straße ist gut, aber man macht sich ja keinen Begriff, wieviel Müll im Straßengraben liegt. Plastikflaschen bis zur Kotzgrenze. Annette sagt immer, würde man alles auf einen Haufen schmeißen, so sähe man die Akropolis nicht mehr. Ein katastrophal dreckiges Land. wobei Kreta deutlich sauberer war. Hier auf dem Peloponnes sehen wir auch viele Orangenhaine, während es auf Kreta nur immer Oliven Oliven Oliven waren. Hier gibt es sogar Granatapfelhaine, die Granatäpfel sehen aus wie Christbaumkugeln, so schön. Jedenfalls wissen wir irgendwann, dass wir auf der richtigen Route sind.



es geht in die Berge



eine herrliche Route wartet heute auf uns



mit Ziegen und Schafen muss man immer rechnen

Die Straße geht durch die Berge und ist in sehr gutem Zustand. Breit und glatt, aber hoffnungslos kurvig. Zuerst glauben wir, dass hier auch die Reisebusse von Nafplio nach Olympía hergehen, aber dann glauben wir, dass der Weg zu weit ist. Jedenfalls ist die Landschaft mal wieder herrlich, wenn auch die Berge nicht so hoch sind wie auf Kreta. Dafür ist hier alles so schön grün. Wir erreichen und durchfahren Trípoli und nun geht die Beschilderung nach Pýrgos und auch nach Olympía (Olympi-i-i-a, man beachte die Betonung). Als wir das Bergdorf Langadia erreichen, stellen wir uns auf den kleinen Dorfparkplatz und essen zu Mittag. Grüne Bohnen. Es kräht ein Hahn, es summen ein paar Insekten, ansonsten herrscht hier eine himmlische Ruhe. Wir werden etwas schläfrig nach dem Essen, aber wir fahren dann weiter in der Hoffnung, irgendwo in den Bergen einen Platz zu finden. Es ergibt sich aber keine Möglichkeit, schade. Und so fahren wir und fahren, und die Straße wird plötzlich immer schlechter. Haben wir uns verfahren? Es kommt uns auch kaum noch ein Auto entgegen. Soll das die Route nach Olympía sein? Irgendwann stoßen wir auf eine nagelneue Straße und siehe da, Archaia (Alt) Olympía ist gleich schon ausgeschildert. Eigentlich wollten wir da übernachten auf dem Parkplatz, aber das wollen wir jetzt nicht mehr.



Durchfahrt durch Kapsas



Durchfahrt durch Levidi



mal wieder eine Hochebene



ein erster Blick auf das Bergdorf Langada



wir erreichen Langada



Langada ist ein beschauliches und gar nicht so kleines Bergdorf



man ist auf durchfahrendes Volk eingerichtet



und weiter geht es durch die Berge , die Kurven hören nicht auf

Jetzt sind es nur noch 19km bis Pýrgos, die schaffen wir auch noch. In Pýrgos kaufen wir beim Lidl ein. Pýrgos finden wir immer ganz schrecklich, die Zigeuner beim Lidl und überall. An der großen Kreuzung auf der Schnellstraße müssen wir bei Rot anhalten. Ein kleines Zigeunermädchen kommt mit einem Wischer und will unsere Scheiben putzen. Wir winken ihr ab, wollen den schmierigen Wischer nicht abhaben. Aber sie fängt trotzdem an und verschmiert alles. Herbert steigt aus und will sie verscheuchen, Annette drückt auf die Hupe, und dann geht das Mädchen weg. Mittlerweile ist schon wieder Rot. Das Mädchen kommt zurück und stellt sich direkt vor das Auto. Wir haben Grün, können aber nicht fahren, sind total genervt, fahren um das Mädchen herum, aber dann ist schon wieder Rot. Jedenfalls sind wir dann irgendwann über die Kreuzung hinweg und sehen im Rückspiegel, dass das Auto hinter uns auch nicht fahren kann, weil das kleine Biest davorsteht. Wo sind wir hier gelandet? Wir fahren jetzt noch bis zum Strand von Kyllini, biegen zum Dorf Vartholomió und Loutra Kyllinis ab. Wir erwarten das schlimmste am Strand von Kyllini, und dann stehen auch wirklich 21 Wohnmobile da. Wir finden Platz am Rand, haben einen schönen Blick auf die Dünen, und müssen jetzt wieder mit der Schrulligkeit der Nachbarn leben. Na ja, das Wetter soll ja noch richtig toll werden bis auf 25°C hoch, vielleicht können wir noch ein paar Tage am Strand verbringen. Mal schauen, wie das hier wird.



Ankunft am Strand von Kyllini



überall Wohnmobile, aber wir haben diesen Platz mit diesem Ausblick

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