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Montag, 26. Oktober 2015



Frühstück auf der neuen Tischdecke

Kaum, dass sie auf Winterzeit umgestellt haben, fällt Annette auch schon darauf herein und sitzt schon um 4:50 Uhr am Schreibtisch. Als sie um kur nach 6 Uhr fertig ist, geht sie wieder zurück ins Bett. Wir haben uns überlegt, heute mal ein ganzes Stück weiter südlich zu kommen. Wir glauben nämlich, dass jetzt hier an der Westküste, nördlich von Lissabon, so langsam der Herbst einzieht. Jedenfalls ist noch viel Regen angekündigt auf der Wetterkarte. Nach dem Frühstück fahren wir nach Foz do Arelho zum Stellplatz, wo wir die Kassette entleeren wollen. Die Fahrt ist so hübsch; wir kommen von oben und haben tolle Blicke aufs Meer und die Lagune. Der Stellplatz liegt dann ziemlich unter Wasser vom Regen der letzten Nacht. Das Ver- und Entsorgen kostet 2 EUR; wenn man bleibt, zahlt man 3 EUR und das Entsorgen ist inklusive. Heute gefällt uns der Platz nicht, aber das liegt nicht nur daran, dass er recht voll ist, sondern an den vielen Pfützen.



auf der Fahrt nach Foz do Arelho



von hier oben ist der Blick auf den Ozean und die Lagune besonders schön



Ankunft auf dem Stellplatz in Foz do Arelho, wo wir entsorgen wollen



weiter geht unsere Fahrt nach Caldas da Rainha

So, dann die paar Kilometer nach Caldas da Rainha (übersetzt: Die heißen Quellen der Königin). Hier wollen wir Gas tanken. Aber irgendwie schnappt die Zapfpistole nicht richtig ein. Fahren wir also weiter in den Ort und sehen beim E.Leclerc schon die nächste Gastankstelle. Der Liter kostet derzeit nur 0,51 EUR. Wir haben im Winter auch schon bis zu 0,85 EUR für den Liter LPG gezahlt. Dann fahren wir noch in die Autowäsche Baleia verde (Grüner Wal). Wie lange die Intervalle hier laufen für jeweils 2 Euros, und wieviel Seife kommt. Wirklich toll. Dann geht es auf die Autobahn, die A8 in Richtung Santarém. Von dort aus auf die A15 und schließlich auf die A13 und die A2. Alles ist so gut ausgeschildert, dass wir das Navi nicht brauchen. Haben wir eh keinen Platz dafür, denn während der Fahrt hängen das Smartphone und das Telefon zum Laden in den Buchsen.



da ist übrigens unser Außenanschluss fürs Gastanken (man wollte kein Loch ins Blech schneiden)



jetzt waschen wir das Schnuckelchen auch



auf der Autoestrada do Atlântico kommen wir sehr gut voran

Für die gut 40km bis Santarém zahlen wir 6,75 EUR und für die 110km bis Alcácer do Sal noch einmal 16,60 EUR. Kein Wunder, dass die Autobahn so leer ist. Das Straßennetz ist total gut. Die Landschaft ist schön und alles so schön aufgeräumt und ordentlich. Wir hören während der Fahrt wieder die schönen Schlager. Kilometerlang geht es an Korkbäumen vorbei, an ganzen Wäldereien. Portugal ist ja weltgrößter Korkproduzent (alles können die Chinesen, aber nicht das). Wo keine Korkbäume sind, sind Eukalyptusbäume. Auch an denen geht es kilometerweit entlang. Hier und da steht mal eine uralte riesige Pinie, als wäre die vor hundert Jahren zufällig da hingeraten. Dann erreichen wir den Alentejo, eine unserer liebsten Regionen von Portugal. Und schon bald biegen wir ab nach Alcácer do Sal.



Ankunft in Alcácer do Sal - ein Foto aus dem Seitenfenster

Über die alte Eisenbrücke und den Río Sado geht es und schon stehen wir auf unserem angestammten Platz am Fluss. Die Sonne lacht, und draußen sind ein paar Arbeiter dabei, den Rasen zu mähen. Mei, was die für einen Krach machen. Und keine Ohrschützer haben sie an. Wir trinken uns dann erstmal einen Kaffee und kehren später noch in die kleine Bar, den Kiosk do Río, ein. Hier nochmal zwei Bicas und ein Wasser und anschließend noch zwei Gläser Weißwein. Der Betreiber holt diverse Kissen für uns nach draußen, dann die Lautsprecherbox und schaltet schöne Lounge Musik ein. Die Terrasse ist total urig; man sitzt auf Holzpaletten und auch die Tische sind frühere Paletten. Gefällt uns richtig gut. Dann sehen wir sechs Störche am Himmel. Wie wir uns freuen. Es kommen immer mehr, insgesamt bestimmt zwanzig, und alle fliegen sie die gleiche Route am Himmel. Ist bestimmt eine gute Thermik da oben. Jedenfalls müssen wir jetzt unbedingt mal ein paar Fotos von ihnen machen. Wie sie nach Süden fliegen, in die Algarve, wo es schön warm ist. Die Sonne wirft am frühen Abend ein goldenes Licht auf Alcácer do Sal, und überhaupt haben wir in diesem Ort noch keine einzige schlechte Stunde verbracht. ja ja, wir sitzen immer noch auf der Terrasse. Am Ende haben wir für alles 4,80 EUR zu zahlen; wir geben ihm 6 EUR. Zu Abend essen wir heute nur Tomaten mit Mozzarella. Später kommt wieder der Regen, und zwar so arg, dass das Fernsehbild weggeht. Es regnet sich richtig ein.



so haben wir uns hingestellt in Alcácer do Sal



es ist eine schöne alte Stadt im Alentejo



hier sitzen wir im Kiosk do Río, gleich neben dem Parkplatz



alles ist urig und rustikal hier, und toll gemacht



die Störche fliegen in den Süden, wo es warm ist



vor dem Sonnenuntergang



da links ist unser La Strada



unsere Tagesroute ca. 160km

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