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Donnerstag, 22. Oktober 2015



die Sonne kommt und bringt große Hitze

Weil es in letzter Zeit immer so milde war, hatte Annette den dritten Gashebel, den für die Heizung, gar nicht mehr umgelegt. Heute früh sind es aber nur 12°C an Bord. Herbert schaltet vom Bett aus die Heizung an und sagt: Da kommt eine Fehlermeldung; die rote Lampe brennt. -- Ach so ja, der Gashahn ist ja auch gar nicht auf, sagt Annette. Wir müssen also mal wieder heizen und können nicht glauben, dass die Temperaturen tagsüber immer noch so doll Fahrt aufnehmen können. Zumal es morgens um halb acht Ortszeit immer noch stockfinster und wie Herbst ist. Es wird wieder richtig heiß heute. Wir überlegen, ob wir wieder mit dem Fahrrad loswollen, sind aber beide extrem faul und trödeln nur so herum. Dann kommt ein Nachbar zu uns, der gestern mit seinem Concorde auf den Platz kam. Mit ihm kommen wir ins Gespräch.



ein Blick auf den Río Lis

Er erzählt uns, dass er mit seiner Frau dauerhaft im Wohnmobil lebt. Ach Gott, sagen wir, das haben wir gerade hinter uns, und dass wir bis vor vier Monaten auch so ein dickes Wohnmobil gehabt hätten. Er sagt, dass sie den Concorde nun seit 15 Monaten hätten und davor ein kleineres, das schon 20 Jahre alt gewesen sei. In dem wollten sie nicht dauerhaft wohnen und glaubten auch, ein größeres für die Dauer haben zu müssen. Genau wie wir damals. Sie hätten sogar mal einen Testlauf gemacht mit dem alten für längere Zeit, wären damit sogar über Weihnachten fort gewesen, in Scharbeutz oben an der Ostsee. Da war so richtig der Bär los ab dem 1. Weihnachtstag. Jetzt sagt er uns, dass es ein Fehler war, das Haus verkauft zu haben. Und das große Wohnmobil war auch ein Fehler. Seine Frau hätte jetzt schon öfter mal gesagt, dass sie heimfahren könne, aber dass sie ja kein Zuhause mehr hätten. Wir sagen ihm, dass wir all das ganz genau so hinter uns hätten, dass wir uns nun wieder angesiedelt hätten. Und dass es sich mit einer Wohnung im Rücken viel leichter fahren ließe. (Herrlich, der Konjunktiv, oder?) Wir sagen ihm, dass wir früher im Winter immer sehr langsam gemacht hätten, damit die Zeit irgendwie rumgeht. Jetzt würden wir dahin fahren, wo es uns gefällt, und wenn wir genug hätten, würden wir heimkehren, was für uns ja nun wieder möglich sei. Wir unterhalten uns eine ganze Weile (er ist aus Bielefeld und noch gar nicht so alt, vielleicht 10 Jahre älter als Annette). Er findet auch, dass ihn der große Concorde (8m) ziemlich einschränke und er nicht mehr spontan reisen könne. Ganz genau, wie wir es auch erlebt haben. Dann fragt er uns, wie es denn sei mit dem Kastenwagen? Es ist eine Befreiung, sagt Annette, wie sie es jetzt schon öfter gesagt hat. Und dass wir mit dem kleinen La Strada total zufrieden sind. Und dass es im Sommer bestimmt noch viel leichter wird damit; wenn man nur leichte Kleidung anhat und an Bord hat usw. Sich fast nur draußen aufhält. Es ist nach 13 Uhr, als wir uns von ihm verabschieden. Jetzt wollen wir erst recht nicht mehr mit den Fahrrädern los, sondern nur mal in den Ort gehen.



wir kaufen wieder dunkle Semmeln

Wir kaufen dann auch wieder dunkle Semmeln und setzen uns auf zwei Bicas (duas bicas; gesprochen duäsch bikäsch) in eines der Cafés. Die Sonne brennt vom Himmel und es ist nur wenig los im Ort. Hier und dort hören und sehen wir Deutsche. Den Nachmittag verbringen wir wieder bei uns am Platz und überlegen sogar, weiterzuziehen an eine andere Strandbucht. Wir kennen noch so einige, zu denen wir früher nicht fahren konnten. Aber dann bleiben wir doch noch hier. Und der Wind ist heute ja nicht mehr so eisig wie gestern. Es ist übrigens der Río Lis, an dem wir hier stehen. Wir fühlen uns total wohl auf dieser Reise.


 



auf der Promenade von Praia da Vieira



mit den Treckern ziehen sie die Fischnetze durch Wasser



hier wollen wir eine Bica trinken


 



den Nachmittag verbringen wir hier

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