Sonntag, 25. Oktober 2015



Sítio bietet prächtige Blicke auf Nazaré

Wir hatten uns schon gestern damit abgefunden, dass wir nicht im strömenden Regen zum Restaurant gehen werden, da pudelnass ankommen, essen und dann im Regen wieder zurückeilen werden. Dann verschieben wir das alles lieber auf später. Aber gegen 10 Uhr oder 11, heute, wo alles anders ist mit der Uhrzeit, hört der Regen auf. Es wird auch richtig hell draußen. Jetzt richten wir uns gedanklich schon aufs Essengehen ein. Aber da wir ja nach deutscher Zeit leben und diese heute Nacht umgestellt wurde, müssen wir indirekt bis halb drei warten (gestern wäre es halb drei gewesen; heute halb zwei), bis es im Lande halb eins ist. Auf dem Weg zum Restaurant, dem Paulo Caetano, neben der Standseilbahn, kaufen wir noch in einem der Geschäfte, wo gestern im Regen alles zugedeckt war, eine Tischdecke. Eine quadratische von bestimmt 1,30 x 1,30m. Für uns an Bord. Im Restaurant sind wir dann die ersten um halb eins Ortszeit. Zuerst kommt die Vorspeisenplatte, bei der man nur das bezahlt, was man sich davon nimmt. Dann die Hauptspeise. Arroz do Tamboril, Reis mit Seeteufel. Das Fleisch ist schön fest und ganz weiß; er hat bis auf die Mittelgräte, die daumendick ist, auch keine einzige Gräte.



hier kehren wir ein, ins Restaurante Paulo Caetano



zuerst wird die Platte mit den Vorspeisen gebracht - wir können entscheiden, was wir nehmen

Vor anderthalb Jahren waren wir ja schon einmal hier. Dann, im März dieses Jahres, war das Restaurant geschlossen und jetzt sind wir froh, wieder hier zu sein. Die Küche ist einmalig hier. Das Restaurant wird richtig voll; sie stellen ein Tischchen in den Eingang, damit niemand das volle Restaurant mehr betreten kann. Am Nebentisch sitzen zwei französische Paare, die sich zwei Hummer bestellen. Ist bestimmt viel günstiger hier als bei sich in Frankreich. Unser Reistopf wird fast leer, aber er hätte auch für drei Personen gereicht. Am Ende zahlen wir für alles - für Herbert muss noch ein Banana Split und ein Kaffee her - 48,65 EUR. Wir zahlen mit Kreditkarte und legen 4 EUR Trinkgeld hin. Dann tun wir noch ein paar Schritte durch Sítio, zum Ascensor, der 125 Jahre alten Standseilbahn, die hinunter nach Nazaré geht. Dann beschließen wir, nachher noch weiterzufahren. Der Parkplatz ist vom Regen ganz aufgeweicht; mei, wie unsere Schuhe aussehen.



dann der Arroz do Tamboril - der Reistopf mit Seeteufel (für zwei Personen)



nach dem Essen schauen wir auch wieder in den Bahnhof der Standseilbahn



auch hier kann man schön auf Nazaré hinunterschauen



Weiterfahrt nach São Martinho do Porto

Wir wollen bloß bis São Martinho do Porto, und als wir dort ankommen, ist Flohmarkt. Die gesamte Promenade entlang. Herbert kann irgendwo parken und dann gehen wir noch über den Flohmarkt. Es ist aber schon halb vier Ortszeit. Sie haben so antike Sachen hier, die wir bisher nicht mal auf französischen Flohmärkten zu Gesicht bekamen. Es ist aber auch viel alter Plunder dabei. Trotzdem macht es Spaß, hier überall zu schauen. Zumal das Wetter sich wieder berappelt hat und es richtig warm ist. Auf dem eigentlichen Parkplatz in São Martinho do Porto ist es uns dann zu voll, zu viele Wohnmobile. Fahren wir also weiter in Richtung Foz do Arelho, aber zwischen diesen beiden Orten, in Boavista, gibt es einen schönen Parkplatz mit tollem Blick aufs Meer. Boavista heißt ja Schöne Aussicht. Hier stehen wir auf Asphalt, und das ist gut so, denn am späteren Abend kommt der Regen wieder. Kommt mit einer Wucht. Ein weiteres Wohnmobil kommt noch hier an; bestimmt, weil es uns gesehen hat. Wir gehen recht bald zu Bett.



in São Martinho do Porto ist Flohmarkt auf der Strandpromenade



es gibt schöne alte Sachen und auch Krimskram zu kaufen



was für ein tolles Ambiente



die Leutchen haben sich gerade diesen Stapel Zeitschriften gekauft



der Himmel wird schon wieder ganz bös'



wir stehen am Aussichtspunkt Boavista



unsere Tagesroute ca. 16km

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