Montag, 19. Oktober 2015



weiter geht unsere Fahrt - und schon landen wir an einem weiteren Strand

Das Wetter ist wieder schön, und wir beschließen weiterzufahren. An der Lagune entlang und immer vorbei an den Flachwassern in Richtung Praia de Mira. Als wir dort ankommen, können wir uns direkt an der Promenade auf eine der Parkflächen stellen. Neben uns sind zwei Franzosen und ein Engländer. Es ist schon wieder richtig Hochsommer, als wir ein paar Schritte in den Ort tun. Aber so richtig gefallen hat uns Praia de Mira noch nie. Erst gab es jahrelang diese Baustelle rund um den kleinen Stadtsee herum, die nun endlich fertig ist, aber dann blieb Praia de Mira für uns immer ein Durcheinander. Es ist keine Linie in diesem Ort. In einem Haushaltwarenladen kaufen wir jetzt eine Fliegenklatsche und in einem winzig kleinen Lebensmittelladen wieder eine Flasche Wasser. Man muss schauen, dass man nicht mit dem Rücken die Regale einreißt, so eng geht es hier zu. Eine ganz alte Omi steht an der Kasse. Dann sind wir zurück bei uns am Platz, sitzen draußen in der Sonne, während mit lautem Getöse ein drittes französisches Wohnmobil hier eintrudelt. Wieder Bretonen. Sie werden von den anderen beiden Paaren lautstark begrüßt und gehören wohl alle zusammen. Nein, hier wollen wir nicht bleiben, und man steht hier eh nicht besonders gut. Wir fahren weiter.



Ankunft in Praia de Mira



sie haben diesen kleinen Stadtsee mitten im Ort



nach einem Rundgang durch den Ort setzen wir uns noch bei uns am Platz auf diese Bank



der Lidl in Figueira da Foz hat eine tolle Lage am Atlantik



diesen Blick aufs Meer hat man vom Lidl-Parkplatz

Für uns geht es nun immer südlicher. In Figueira da Foz wollen wir beim Lidl einkaufen. Vorher halten wir noch beim E.Leclerc und kaufen einen neuen Wischer für die Windschutzscheibe. Der, den wir haben und bei dem der Stock lang genug war für den Phoenix, ist zu kurz für den kleinen La Strada. In Praia de Mira im Haushaltwarenladen hatten sie auch nichts richtiges. Aber jetzt im E.Leclerc. Dann zum Lidl auf der Avenida Marginal Oceânica. Wir kaufen für mehrere Tage ein, damit wir autark irgendwo stehen können. Dann geht es über die große Brücke und bis Carriço. Puh, ist die Straße schlecht bis Carriço. Wir wollen zum Osso de Baleia (=Knochen des Walfischs; hier ist vor 100 Jahren mal das Skelett von einem Wal gestrandet). Dieser Strand ist einige Kilometer von der Hauptstraße entfernt; es geht durch Kiefernwald und an Sandboden vorbei. Als wir dort ankommen, sind nur ein paar Autos von Anglern da. Ach, wie schön es hier ist. Erstmal gehen wir an den Strand. Der Wind ist gar nicht kalt. Dann sitzen wir in der Sonne und lassen es uns gutgehen. Ein Angler, der mit seinem Auto wegfährt und an uns vorbei, lässt seine Fensterscheibe herunter und zeigt mit dem Daumen hoch, zeigt auf die Sonne und wieder Daumen hoch. Annette zeigt ihm auch Daumen hoch. Ja, die Portugiesen haben uns Touristen nie satt, obwohl wir Jahr für Jahr deren Land bevölkern, und gerade im Winter.



Weiterfahrt durch Figueira da Foz



über diese Brücke müssen wir



ein letzter Blick auf Figueira da Foz



wir erreichen unser heutiges Ziel - den Osso da Baleia



wir gehen gleich mal an den Strand



es ist wieder wie im Hochsommer heute

Am Abend braten wir die Forellen, die wir beim Lidl gekauft hatten. Für 30% weniger. Bevor die ganzen Lebensmittel auf dem Müll landen, kaufen wir sie besser vorher noch. Die Forellen sahen frisch aus und riechen jetzt auch so. Dazu den restlichen Rotwein, auch wenn der nicht so ganz passt zu Fisch. Vorher machen wir dann das Fliegennetz vor die Schiebetür und erschlagen alle Fliegen an Bord. Was für ein schöner Abend, und wir sind dann ja auch ganz allein hier. Herbert sagt: "Das ist es, warum man sich überhaupt ein Wohnmobil gekauft hat." Er geht dann nochmal mit der Kamera los und macht ein Foto vom Holzsteg aus. Hier am Osso de Baleia waren wir zuletzt vor drei Jahren; damals so Mitte August, als noch richtiger Badebetrieb herrschte. Damals hatte es uns hier auch extrem gut gefallen. Morgen wollen wir mal mit den Rädern los. Sie haben hier ja kilometerlange neue Radwege gebaut, entlang der Atlantikstraße.



abends braten wir die Forellen


 



wir sind die einzigen, was uns immer am besten gefällt



unsere Tagesroute ca. 74km

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