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Freitag, 16. Oktober 2015



unsere Radeltour beginnt

Dass wir uns jetzt, da das Jahr fast zu Ende ist, noch mit Mücken herumschlagen müssen, hätten wir ja auch nicht gedacht. Das ganze Jahr hatten wir keine, oder jedenfalls nur jede Menge Wespen. Die Nacht war milde, und am Morgen sind es 19°C, die wir an Bord haben. Richtig schön, und wir können bei offener Schiebetür sitzen. Für heute ist wieder so ein Bombenwetter wie gestern angekündigt, aber bis zum späten Vormittag sieht es noch gar nicht danach aus. Egal, wir holen die Fahrräder herunter und machen sie und uns startklar. Herbert ist so schlau, sich nur eine kurze Hose anzuziehen. Dann fahren wir los, und zwar immer schön auf dem neuen Radweg, der an der Lagune entlangführt. Mal auf Holz und mal auf Beton. Hier und da gibt es kleine Rastplätze, wo man sich mal hinsetzen kann. Hier und da sehen wir auch ein paar Einheimische, die im Schlick - es ist gerade Ebbe - nach essbarem Meeresgetier graben. Sie haben jeweils Eimer und Schaufel dabei.



es gibt mehrere kleine Ratplätze entlang dem Radweg



Ankunft in Praia da Vagueira am Strand

Irgendwann, nach 6km, ist der Nachbarort Praia da Vagueira erreicht. Wir fahren zur Promenade hin und stellen die Fahrräder auf einen großen Platz. Hier steht auch die Fischmarkthalle. Es stehen auch ein paar Wohnmobile auf einem Parkplatz weiter entfernt. Mittlerweile ist die Sonne da, und so wandern die Pullover auf unseren Schultern. Die Promenade ist dann, wie überall in Portugal, hübsch angelegt. Der Atlantik lebt und macht wilde Geräusche. Wir laufen bis ans Ende der Promenade, wo es das Casablanca gibt, eine Lounge Bar. Ein Holzhaus am Strand, sehr rustikal und urig. Sie spielen tolle Musik dort, und so setzen wir uns halt hin. Die Badewanne, die sie dort stehen haben, ist eine lustige Idee. Und der Blick aufs Meer tut der Seele immer wieder gut. auf unserem Rückweg laufen wir unten entlang, wo sich manches Geschäft befindet. Aber in die portugiesischen Kleidergrößen passen wir beim besten Willen nicht hinein. Annette fühlt sich immer wie ein Elefant, wenn sie die winzig engen Hosen in den Auslagen sieht. Die sind wohl noch kleiner als Größe 34, aber der Witz ist, dass die portugiesischen Frauen wirklich so zierlich und klein sind und in die Sachen reinpassen. Hier unten sehen wir sogar ein deutsches Restaurant namens Ei. Zuerst sehen wir nur das ovale Ei selbst und dann das Wort. Darunter steht "a prisão do alemão" (die Prise Deutsch). Na, wir halten es grundsätzlich so, dass wir im Ausland und insbesondere in Portugal bei den Portugiesen einkehren; die sollen unser Geld bekommen; es ist ja deren Land. Wir machen uns dann auf die Heimfahrt, und bei uns in Costa Nova kaufen wir noch drei Semmeln in der Bäckerei und im Minimercado Julião eine Flasche Wasser ohne Gas für Annette. Der Rest des Nachmittags ist dann ähnlich wie gestern. In der Sonne sitzen und braten und lesen und faulenzen. Heute ohne Wein. Herberts Blutzuckerwerte sind, seit wir in Portugal sind, also seit Mittwoch, richtig schön gesunken.



die Promenade ist mal wieder richtig schön, wie immer eigentlich


 



wir kehren ein ins Casablanca


 



uns geht's doch gut



diesen Ausblick haben wir


 



wir kehren heim nach Costa Nova



die Radwege ziehen sich kilometerweit hin



wir kaufen noch ein paar Semmeln bei der Bäckerei



hach, der Nachmittag kann beginnen



Abend wird es an den Dünen von Costa Nova

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