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Sonntag, 19. Oktober 2014



weiter geht es um halb zehn

Wie fast immer steht Annette auch heute früh um 6 Uhr auf und schreibt. Nachdem sie um 7:40 Uhr fertig ist damit, und es draußen immer noch stockdunkel ist, geht sie nochmal zurück ins Bett. Aber gegen 8 Uhr stehen wir beide auf, frühstücken und können um halb zehn losfahren. Was für ein herrliches Licht hier oben ist. Und so frische Luft. Aber von der Gegend hatten wir uns etwas mehr versprochen. Es geht gar nicht weiter durch die Berge, sondern befinden wir uns hier oben auf einer Art Hochebene. Das Land ist platt und karg. Ein längerer Abschnitt der Straße ist in nicht so gutem Zustand, was richtig ungewohnt für uns ist. Sie haben hier oben viele junge Bäume gepflanzt. Dörfer gibt es lange Zeit keine, nur hier und da vereinzelte Häuser, die zum Teil in den Felsen gebaut sind. Auch verlassene und verfallene. Dann verlassen wir die Sierra María - Los Vélez und damit auch den äußersten Norden der Provinz Almería.



es geht durch ein Hochplateau


 



hier und da stehen alte Häuser, die in den Berg gebaut sind



man hat viele junge Bäume gepflanzt



wir erreichen das Dorf Orce

Irgendwann erreichen wir das Dorf Orce, das recht ansehnlich ist. Wir kurven durch die engen Straßen und müssen dann schauen, dass wir die richtige Abbiegung in Richtung Cúllar de Baza nehmen. Dann sind wir ruckzuck auf der Autobahn, der A92, halten aber auf dem ersten Rastplatz und schauen den Presseclub. Um 13 Uhr fahren wir weiter. Die Autobahn ist herrlich leer und wir kommen sehr gut voran. Bald schon erreichen wir die Stadt Guadix, die für ihre Höhlenwohnungen berühmt ist. Aber diese Höhlen haben wir vor einigen Jahren schon mal besucht. Weiter geht unsere Fahrt. Wir sehen hier jetzt auch mal richtige Bäume in den schönsten Herbstfarben. Immer wieder steigt die Straße steil an oder fällt rapide ab. Zwischendurch steigen wir auch mal auf eine Höhe von 1.380m, am Puerto de la Mora.



Orce ist ein nettes Dorf



durch enge Straßen geht es



wir fahren an Guadix vorbei, berühmt für seine Höhlenwohnungen



wir kommen gut voran auf der A92



vereinzelt gibt es Ortschaften



eine endlos lange Brücke im Niemandsland

Wir überlegen, wo wir heute zum Stehen kommen sollen. Annette findet bei Promobil eine Area de Autocaravanas im Ort Archidona. Der liegt fast direkt an der Autobahn, und so biegen wir dahin ab. Im Ort geht es durch eine schmale Straße mit schönen schmiedeeisernen Balkonen. Heute am Sonntag stehen viele Autos in dieser Straße. Wir passen überall gerade so vorbei. Aber dann: Es kommt ein scharfe Linkskurve. Herbert sagt gleich schon, dass er da im guten nicht rumkommt. Annette steigt sofort aus (sie sagt dann immer: ich kann auch aussteigen; das wird billiger). Dann fährt Herbert zentimeterweise vor uns zurück und rangiert. Es ist eine Qual und dauert im ganzen bestimmt 20 Minuten. Zwischendurch fragt Annette einen Mann auf der Straße: esta calle tambien? (diese Straße gut?) Ja, sagt er, weiter weg wird die Straße besser. Irgendwann - unsere Markise hat einen kleinen Knacks bekommen, alles andere ist heil - sind wir um die leidige Kurve herum. Herbert fährt wenig später einfach entgegengesetzt in eine Einbahnstraße, weil wir sonst nicht weiterkommen. Noch etwas weiter weg haben wir die enge Altstadt endlich hinter uns. Aber der größte Witz ist, dass es den Stellplatz gar nicht mehr gibt. Dort stehen jetzt ein paar Gewerbehallen. Wir sind genervt. Und dann noch die blöde Hitze.



in Archidona, unserem eigentlichen Ziel für heute, geht es durch enge Straßen



Ob wir gut durchkommen?



immer schmaler wird es für uns



jetzt geht es über Land weiter nach Olvera

Wir beschließen jetzt, einfach nach Olvera zu fahren. Den Ort und dessen Stellplatz haben wir in guter Erinnerung. Es sind gut 80km bis Olvera. Die schaffen wir auch noch. Es geht über die Landstraße A384. Olvera sieht schon von weitem immer so schön aus. Dann biegen wir ab zum Stellplatz. Puh, wie steil die Straße abfällt. Und puh, wieviel Wohnmobile auf dem Stellplatz stehen. Alle ausgewiesenen 5 Plätze sind belegt. Eines steht noch so daneben, und auch wir stellen uns auf eine schmale Brachfläche. Hängen uns an den Strom und erholen uns erstmal von der Anstrengung vorhin. Annette steckt sowas immer noch lange in den Knochen. Es ist fast fünf Uhr, als wir hier ankommen. Wir essen früh zu Abend und genießen den Wind, der hier heult, als wären wir in Sibirien. Nur, dass der Wind hier recht warm ist. Die Grillen zirpen in der Dunkelheit.



Ankunft in Olvera



jetzt geradeaus und eine ganz steile Straße hinunter



gleich sind wir am Ziel, dem Stellplatz von Olvera



unsere Tagesroute ca. 329km

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