d21.jpgd14.jpgd13.jpgd07.jpgd11.jpgd10.jpgd06.jpgd08.jpgd01.jpgd04.jpgd02.jpgd19.jpgd18.jpg

Freitag, 10. Oktober 2014



der Vollmond morgens um 7 Uhr

Für viele Spanier ist es ein verlängertes Wochenende wegen des Feiertags, und entsprechend voll ist der Stellplatz geworden. Es sind sage und schreibe 55 Plätze belegt, auch mit Wohnwagen. Der Stellplatz ist ja wegen des geplanten Schwimmbads in zwei Hälften geteilt, und diejenigen, die nur über das lange Wochenende bleiben, stehen auf der einen Hälfte und wir Langzeitleute auf der anderen. Es wird wieder ein affenheißer Tag und wir sitzen nichtsahnend an Bord, als es plötzlich heißt: Hallo Herbert, hallo Annette. Vor der Tür stehen Meli und Wolfgang, die wir hier in Calpe vor drei Jahren schon mal getroffen hatten. Wir kennen die beiden aus einem Wohnmobilforum. Sie leben auch seit Jahren, länger als wir, dauerhaft im Wohnmobil. Meli und Annette kommen aus derselben Stadt, und zwar aus Rostock. Jetzt erzählen wir dies und das und wir erfahren, dass die beiden auch eine Webseite führen. Ihr könnt uns ja mal besuchen bei uns am Platz, sagen sie und müssen erstmal weiter mit dem verpackten Kuchen, den sie für jemanden gekauft hatten.



dieses Foto haben uns die beiden überlassen



wir besuchen den anderen Stellplatz von Calpe, den Odissea Camper Stop

Dann sind wir wieder allein. Als Herbert am frühen Nachmittag gerade zum Telefon greifen und unseren Enkel anrufen will, der heute vier Jahre alt wird, geht das Telefon los. Es ist der Nachbar aus dem Mietshaus in Zwickau und er weiß jemanden, der in unsere Wohnung einziehen will. Unser Mieter verstarb ja Mitte August und danach wurde die Wohnung gemalert und gereinigt und so weiter. Hat alles die Tochter des Verstorbenen übernommen. Der neue Mieter, so hören wir jetzt am Telefon, ist Bundeswehrsoldat, hat sich gerade von seiner Frau getrennt und sucht eine Wohnung. Bis Ende des Jahre läuft sein alter Mietvertrag allerdings noch und er will nicht zwei Mieten parallel bezahlen. Kein Problem, sagen wir, er soll schon in unsere Wohnung ziehen und bis Ende des Jahres nur die Nebenkosten an uns zahlen. Das würden wir auch so in den Mietvertrag schreiben. Wir vertrauen der ganzen Sache, und schließlich hatte uns der Nachbar aus dem Mietshaus damals vor neun Jahren auf die gleiche Weise unseren Mieter besorgt. Das wäre ja toll, wenn unsere Wohnung jetzt gar nicht lange leerstünde. Vor allem jetzt, da es auf den Winter zugeht. -- Wir rufen dann unseren Enkel an und gehen anschließend zu Wolfgang und Meli und erzählen ihnen von unserer Aktion Mietwohnung. Die beiden haben auch drei Wohnungen, von deren Mieten sie leben. Wolfgang sagt jetzt, dass er nie auf solche Deals eingehen würde, aber wir sind in solchen Sachen eher lässig. Sind ja auch noch nie auf schlechte Mieter hereingefallen wie er. Nach einiger Zeit gehen wir wieder heim und trinken uns um 17 Uhr noch einen Kaffee. Es war ein schöner Tag für uns.



ein Schnappschuss von Wolfgang, während Annette gerade rückwärts aus dem Bild laufen will



die beiden haben einen kleinen Flohmarktstand aufgebaut

back       |      next