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Freitag, 17. Oktober 2014



Blick auf das Tor "Puerta de Granada" auf dem Weg in den Ort

Die Nächte sind jetzt schon empfindlich kalt. Da mag man nicht meinen, dass die Temperaturen tagsüber locker auf 25°C klettern. Wir wollen vor dem Weiterfahren nach Vélez-Blanco noch schnell in den Ort und zur Post gehen, um den Mietvertrag abzuschicken. Aber die Post ist dann gar nicht da, wo sie im Stadtplan verzeichnet ist. Das muss ein uralter Stadtplan sein, denn gestern die Bibliothek hatten wir ja auch nicht gefunden. Aber egal jetzt: Kurz bevor wir die Post erreichen, schlagt Herbert mit dem Fuß an einen mindestens 20cm (wie die kurze Seite von einem A4-Blatt) hohen Bordstein und schlägt der Länge nach auf den Bürgersteig. Sein Schlüsselbund fliegt aus der Hosentasche, die Ixus-Kamera fliegt ihm aus der Hand. Er kann sich schnell wieder berappeln und er ist auch nur hier und da etwas aufgeschürft. Dann sind wir bei der Post und auch schnell wieder daheim. Jetzt können wir frühstücken, aber während wir so dasitzen, kommt bei ihm der Schock durch. Er wird todmüde und kann sich nicht mehr halten. Er will sich jetzt erstmal hinlegen und dann sagen wir uns, dass wir heute einfach hierbleiben werden. Wir haben ja alle Zeit der Welt, wir haben hier Strom und Wasser und alles. Annette kocht dann erstmal ein paar Kartoffeln für einen Kartoffel-Gurkensalat.



wir sind in der Post


 



ein schattiges Plätzchen in der Hitze

Es ist dann früher Nachmittag, als Herbert wieder da ist. Er ist wieder ganz gut beieinander. Wir trinken uns dann draußen einen Kaffee, können uns aber kaum der Fliegen erwehren. Wie die Engländer gestern mit ihrer Fliegenklatsche. Annette will unbedingt, dass Herbert ihr die Haare schneidet; das wollte sie schon in Calpe die ganze Zeit, aber da wollten wir es nicht auf dem Stellplatz vor allen Leuten tun. Jetzt ist es also so weit. Sie hält anschließend ihren Kopf unter fließendes Wasser, damit die Späne herauswaschen. Hah, das kalte Wasser ist genau das richtige bei der Hitze. Dann kommt sie auf die Idee, weiteres Guthaben von Vodafone zu kaufen. Wir haben noch etwa 500MB und die laufen noch bis morgen. Die können wir bestimmt in die nächste 30-Tage-Laufzeit hinüberretten. Im Ort gibt es einen Vodafone-Laden. 600MB für 10 EUR, aber im Laden können sie das Volumen nicht draufbuchen. Sie sagen, dass das manchmal passieren würde und dass wir es später selbst probieren sollten. Aber auch daheim funktioniert das nicht. Also wieder zurück in den Laden; diesmal geht Herbert mit. Aber man doktert eine ganze Stunde daran herum, man telefoniert hin und her, es gibt sogar jemanden am Telefon, die deutsch spricht. Am Ende kommt man auf die Idee, dass es vielleicht daran liegt, dass die alte Laufzeit (bis morgen) erstmal ablaufen muss (und damit auch die alten MBs). Erst dann könne man die neuen 10 Euros draufbuchen. Ein Krampf, das ganze. Und im Laden laute Musik, lautes und schnelles Geplapper. Ein Wahnsinn. Aber das Beste kommt zum Schluss, und zwar kommen gegen Mitternacht ein paar Jugendliche hierher (neben dem Stellplatz ist auch ein Stadion und beginnt ein Park) und drehen die Musik voll auf. Und zwar diese Affenmusik, die man heute überall zu hören kriegt. Um 2 Uhr grölen sie ein Geburtstagslied, um 3:00 Uhr hört der Krach endlich auf. Damit hatten wir nicht gerechnet, dass uns das in so einem kleinen Kaff passieren würde, aber es ist eben Freitagnacht.



nach dem Haarschneiden müssen die Haare ausgewaschen werden

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