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Freitag, 03. Oktober 2014



wir haben ein winzig kleines Stück Schatten für uns

Am Vormittag kommen ein paar Regentropfen herunter, aber auch so haben wir heute keine Lust, irgendwo hinzugehen oder zu fahren. Am frühen Nachmittag ist der Himmel in nördlicher Richtung ganz schwarz und in südlicher Richtung strahlend blau. Auf Abkühlung brauchen wir aber nicht zu hoffen; es bleibt bullenheiß wie jeden Tag. Hinterm Fahrzeug finden wir ein winzig kleines Stück Schatten, in das wir uns setzen. Als auch das weg ist, harren wir unter der Markise aus, die die Sonne aber auch nicht fernhält. Dann kommt jemand zu uns an den Platz, der uns von unserer Webseite her kennt. Er heißt auch Herbert und erzählt uns, dass er mit seiner Frau auch drei Jahre lang ausschließlich im Wohnmobil gelebt hat und unterwegs war. Jetzt haben sie sich eine Wohnung in Bad Füssing gekauft, ein anderes Wohnmobil, aber einen Carthago bestellt für das nächste Frühjahr. Er redet viel von der Bordtechnik, die er stark aufrüsten will mit allem möglichen. Hier noch ein Messgerät, da noch eines. Die heutigen Wohnmobile, oder nein, es sind ja Reisemobile, sind heutzutage immer so übertrieben autark, aber dann ist man mit diesen Fahrzeugen eh immer nur auf Stellplätzen und am Stromnetz. Er erzählt uns, was bei seinem früheren Fahrzeug schon alles kaputtging. Wir erzählen ihm, dass wir weder einen Batteriecomputer, noch einen Gasschlauchbruchmelder oder so ähnlich, weder dies noch das haben, und noch nie gravierende Probleme gehabt hätten. Dass wir aber auch keinen Fön benutzen. Und auch keine Kaffeemaschine an Bord haben. Und dieses und jenes andere auch nicht. Das einzige, das wir  v i e l l e i c h t  mal umrüsten lassen würden, sagt Herbert, sind LED-Lampen. Da guckt der andere Herbert aber, dass wir nicht mal LED haben. Und noch nie an unsere Grenzen in Sachen Bordstrom gestoßen sind, sommers wie winters. Na, egal jetzt. Später kommt noch seine Frau dazu, die uns sagt, dass sie schon seit Jahren auf unserer Webseite liest. Jeden Tag. Und dass ihr unsere Berichte und Fotos immer so gut gefallen; niemand würde so gut schreiben wie Annette. (Was soll man dazu jedesmal sagen?) Abends steigt Herbert mal die Treppe hinauf, die von einer Ecke des Stellplatzes aus auf eine kleine Rasenfläche führt, die im Sommer wohl eine kleine Liegewiese sein soll. Der Stellplatz hat sich in den paar Oktobertagen deutlich gefüllt, wie man sieht. Herbert scharrt auch schon wieder mit den Hufen; er mag nicht mehr lange so zwischen den Massen stehen. 



das Himmelreich der Wohnmobilisten

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