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Freitag, 24. Oktober 2014



wir durchfahren Olvera auf dem Weg nach Torre Alháquime

Morgens um 8 Uhr ist es jetzt immer noch stockfinster und ist nicht an diesem Wochenende die Umstellung auf Winterzeit? Das würde auch endlich Zeit. Heute wollen wir mal mit der Yamaha raus, und zwar zu einem Nachbarort von Olvera. Am Vormittag geht es los, und wir kommen auch an der Kirche bzw. dem Santuário Nuestra Señora de los Remedios vorbei. An dieser Kirche hatten wir im letzten Jahr schon einmal angehalten, auf der Fahrt nach Olvera, aber damals ist Herbert nur allein hineingegangen, weil wir nicht vermutet hatten, wie schön es drinnen ist. Jetzt schauen wir uns die Pracht gemeinsam an, die vielen bemalten Kacheln und Verzierungen, die Wandbemalungen, die schmiedeeisernen Brüstungen und Gitter usw. Auf einer draußen angebrachten Tafel lesen wir, dass die Kirche vermutlich aus dem 15. Jh. ist und der Virgen de los Remedios (der Jungfrau der Heilung) gewidmet ist, die auch Schutzpatronin von Olvera ist. Im Innern der Kirche unterhalten sich zwei Spanierinnen, die hier wohl saubermachen, so laut, dass es uns richtig stört. Und dabei steht am Eingang ganz groß Silencio. 



am Sanctuário Nuestra Señora de los Remedios halten wir schon wieder an



von außen sieht es gar nicht so groß aus



der Eingangsbereich



welche Pracht mit den farbigen Kacheln, dem vielen Schmiedeeisen, den Bemalungen und den Pflanzen


 


 



von hier aus ist auch Olvera zu sehen



alles ist tiptop gepflegt und gehegt



in der Ferne sehen wir schon die weißen Häuser von Torre Alháquime



noch ein paar Serpentinen . . .



. . . und dann erreichen wir Torre Alháquime

Jetzt sind es noch 3km bis zu unserem Ziel, dem Dorf Torre Alháquime. In Serpentinen geht es die Straße hinunter und wieder hinauf. Von weitem schon können wir die weißen Häuser von Torre Alháquime sehen. Dann biegen wir von der Hauptstraße ab und ins Dorf, aber wohl eine Straße zu früh, denn wir fahren nur außen um das Dorf herum. Irgendwann dann geht es extrem steil hinauf. Es müssen ungelogen etwa 40° sein, die es hier bergauf geht. Das haben wir noch nie erlebt; die Yamaha quält sich und Annette würde gern absteigen, denn dann wären es ruckzuck 65kg weniger. An einer weniger steilen Stelle hält Herbert an und lässt Annette absteigen. Aber dann sehen wir den Dorfplatz mit seiner Markthalle auch schon.



zuerst fahren wir nur um das Dorf herum



Ankunft auf dem Dorfplatz

Nach diesem quälend steilen Anstieg und der Mühe sind wir etwas enttäuscht von Torre Alháquime. Der Blick in die Markthalle ist auch nichts besonderes. Dann, auf dem Plaza de la Vereda Ancha, wird es schon besser, vor allem der Panoramablick auf die Berge. In unserem kleinen Büchlein hatte es geheißen, dass die Gassen von Torre Alháquime labyrinthartig verlaufen würden. Die nehmen wir jetzt in Angriff und steigen immer weiter hinauf. Das kleine Dorf liegt ganz im Nordosten der Sierra de Cádiz und ihm kam als Grenzort zwischen den Königreichen Granada und Kastilien eine Schlüsselrolle zu.



auf dem Plaza de la Vereda Ancha



die Geschichte vom guten und vom bösen Jungen, auf Kacheln gemalt



es geht hinauf zur Pfarrkirche Nuestra Señora de la Antigua

Bei unserem Aufstieg kommen wir an der Pfarrkirche Nuestra Señora de la Antigua vorbei. Ganz oben über dem Dorf thronen Mauerreste einer mittelalterlichen Festung. Man hat hier oben eine Fläche errichtet, die als Freizeit- und Erholungsgebiet genutzt werden kann, das auch prächtige Panoramablicke bietet. Wir müssen jetzt erstmal auf einer Bank im Schatten verschnaufen. Es ist ja schon wieder eine unglaubliche Hitze heute. Dann machen wir uns an den Abstieg und gehen zurück zur Yamaha. Als wir das Dorf jetzt über eine andere Straße verlassen, sehen wir, dass uns diese Straße auf ganz leichtem Wege ins Dorf geführt hätte. Ohne diese irren 40°.



alle Wege sind steil



noch weiter hinauf geht es für uns



ganz oben haben sie eine Freizeit- und Erholungsfläche angelegt



hier bieten sich tolle Panoramablicke


 



wir kehren zum Plaza de la Vereda Ancha zurück



wir verlassen Torre Alháquime


 



Olvera, wir kommen zurück

In Olvera halten wir dann noch beim Dia und kaufen ein. Viele schwere Dinge wie Mineralwasser, die man zu Fuß so schwer bewältigen kann. Der Einkaufswagen ist voll, aber wir haben nur gut 10 Euros zu zahlen. Die Lebensmittel sind nicht teuer in Spanien. Annette will jetzt zu Fuß hinunterlaufen zum Stellplatz. Bergab ist ja nicht so schwer. Den Rest des Tages verbringen wir wie immer, draußen im Schatten. Abends gibt es bei uns heute Tomaten mit Mozzarella. Wir trinken auch ein Glas Wein auf Annettes Bruder, Thomas, der heute 50 Jahre alt geworden wäre. Abends ist der Stellplatz voll von Wochenendfahrern, die auch mit Wohnwagen hier ankommen.

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