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Samstag, 18. Oktober 2014



auf dem Stellplatz von Vélez-Rubio wachsen die Oliven wie Unkraut

Heute früh hat Herbert ein Rekordtief in Sachen Blutzucker. Der Wert liegt bei 116mg/dl, und die Ärztin hatte ihm damals gesagt, dass alles unter 120mg/dl gut sei. In den letzten Tagen haben wir auch nicht viel gegessen und auch die Finger von den schwarzen Oliven gelassen, die hier am Stellplatz von Vélez-Rubio wachsen. Bevor wir jetzt weiterfahren, leeren wir noch unsere Tanks. Das hatten wir in Calpe nämlich nicht getan. Zum einen, weil es uns dort zu eng vorkam und weil wir auch gar nicht so viel drin hatten im Tank. Dann geht es auf die Gebirgsstraße und weiter nach Vélez-Blanco, dem Zwillingsdorf von Vélez-Rubio.



wir leeren noch unsere Tanks vor der Weiterfahrt



es geht in die Sierra de María - Los Vélez und nach Vélez-Blanco



wir fahren nach Vélez-Blanco hinein



wir biegen zunächst nach links ab, aber vor der scharfen Linkskurve ist Schluss für uns - wir müssen drehen

Es ist eine hübsche, wenn auch kurze Fahrt. Am Ortsanfang von Vélez-Blanco gibt es keinen Parkplatz, und so fahren wir erstmal in den Ort hinein. Die Einheimischen sitzen in den Cafés. Die Straße ist breit genug, bis wir an eine Gabelung kommen. Welche Straße sollen wir jetzt nehmen? Wir biegen in die linke, aber vor einer scharfen Linkskurve ist Schluss für uns. Hier kommen wir unmöglich weiter. Herbert rollt rückwärts und dreht dann. Ein Mann steht auf der Straße, und Annette fragt: y aquí? (und hier?), und zeigt auf die andere Straße der Gabelung. Sein Gesicht ist skeptisch und er schüttelt den Kopf. Fahren wir also ganz zurück an den Ortsanfang und stellen uns irgendwo an den Straßenrand. Dort ist dann sogar recht viel Platz für uns.



hier, am Ortsanfang, stellen wir uns hin und gehen in den Ort



die Landschaft der Sierra de María ist großartig



überall sieht man das Castillo, das über dem Ort thront

Dann laufen wir nach Vélez-Blanco hinein. Das Castillo de los Fajardos, eine Renaissance-Festung aus dem 16. Jh., thront über dem Dorf und sieht richtig gut aus. Und überall rauscht hier das Wasser in hübsch angelegten Brunnen. Es ist so herrlich kalt und klar. Agua potable (Trinkwasser) steht überall dran. Dann kommen wir an einer Hausfassade vorbei, an der ein großes Thermometer hängt. Um halb zwölf sind es 22°C im Schatten. Wir laufen immer weiter, nehmen auch mal ein paar der steilen Gassen in Angriff, damit wir dem Dorf aufs Dach schauen können.



überall fließt das Wasser aus den Bergen



die Einheimischen nehmen es mit Gelassenheit



die Motive wie hier an den Bänken ziehen sich durch den ganzen Ort



wir kraxeln ein paar Gassen hinauf und schauen Vélez-Blanco aufs Dach



an dieser schönen Aussichtsterrasse wartet Herbert, dass Annette mit dem vollen Akku wiederkommt

Dann setzen wir uns auf einer Aussichtsplattform auf eine der Steinbänke, die schön kalt sind. Der Akku der Kamera ist leer, aber so sehr Annette ihren Rucksack durchwühlt, sie kann den Ersatzakku nicht finden. Mist. Wir haben zwar noch die Ixus einstecken, aber die ist kein Vergleich zur guten Canon EOS 5D Mark II. und so läuft Annette kurzerhand zurück zum Wohnmobil, und im Schnellgehen ist sie ja wirklich spitze. Ruckzuck ist sie wieder da. Wir wandeln dann weiter durch die Gassen, kommen auch an der kleinen Post vorbei, die montags bis freitags von 9 bis 10 Uhr geöffnet ist.


 



Blick auf das Casa de los Arcos, das ein Seniorenheim ist



die aufgefädelten Paprikaschoten hängen zum Trocknen in der Sonne



Vélez-Blanco ist von allen Seiten überaus sehenswert

Die kompakt gruppierten weißen Häuser von Vélez-Blanco gefallen uns gut und überhaupt erinnern sie uns an die weißen Dörfer Andalusiens, die wir im letzten Herbst auf der Route der weißen Dörfer besucht hatten. Wir kommen an einen weiteren Brunnen, wo die Einheimischen in dutzende Kanister Trinkwasser abfüllen. Wir können zwischendurch kurz mal unsere Handgelenke abkühlen. Das Wasser rauscht mit großem Druck. Wir gehen dann auch wieder heimwärts. Auf unserer Parkfläche übernachten wollen wir ja nicht. Das Thermometer, als wir um 13 Uhr wieder daran vorbeikommen, zeigt nun 25°C.



an diesem Brunnen von 1944 wird ständig Wasser abgezapft, die Leute kommen mit etlichen Gallonen


 



ein letzter Blick auf Vélez-Blanco, bevor wir weiterfahren



immer höher hinauf geht es

Weiter geht unsere Fahrt zum Nachbarort María. Die Straße steigt immer mehr an und windet sich, aber über die Straßenzustände braucht man sich in Spanien ja nie zu sorgen. Die sind immer bombig. Nach wenigen Kilometern erreichen wir María, aber während der Durchfahrt sehen wir nichts besonderes. Es ist ein normales größeres Dorf. Am Ortsende gibt es einen größeren Parkplatz für Autos und Busse. Den steuern wir jetzt an. Es ist halb zwei, als wir ankommen. Weiterfahren wollen wir nicht mehr. Wir essen uns jetzt den Rest vom Kartoffel-Gurkensalat und faulenzen dann. Herbert geht nochmal mit der Kamera los und macht ein paar Fotos von der unmittelbaren Umgebung. Uns gefällt es in den Bergen richtig gut, und dass wir hier die einzigen sind, das gefällt uns auch. Eine kühle andalusische Nacht steht uns bevor, und der Himmel wird wieder so feuerrot.


 



wir erreichen den Ort María, Namensgeber der Sierra de María - Los Vélez


 



am Ortsende von María gibt es einen großen Parkplatz im grünen, auf den wir uns stellen


 



unsere Tagesroute ca. 13km

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