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Dienstag, 08. Oktober 2013



wir verlassen das Camp Los Escullos und brechen auf zu neuen Ufern

So, heute verlassen wir das Camp Los Escullos, aber bevor wir das Cabo de Gata verlassen, wollen wir uns noch den Hauptort San José anschauen. Auf der Fahrt dorthin durchfahren wir das Dorf El Pozo de los Frailes, das schneeweiß daliegt. Jetzt sind wir froh, dass wir nicht an einem der letzten Tage zu Fuß nach San José gelaufen sind, denn die Strecke von zieht sich ewig hin, geht berg und tal und sah auf der Karte so kurz aus. Und immer in der prallen Sonne auf Asphalt, denn Bäume und überhaupt Vegetation sucht man hier fast vergebens.




Durchfahrt durch El Pozo de los Frailes



wir erreichen San José, Hauptort am Cabo de Gata

San José selbst ist dann auch schneeweiß, aber es gibt fast zu viele der kleinen Ferienhäuschen und -apartments. Wir parken direkt da, wo die Strandpromenade verläuft und bummeln diese entlang. Übel ist der Ort nicht, hat auch einen richtigen Sandstrand in einer weitläufigen Bucht. In Hafennähe gibt es eine kleine Zeile mit Kneipen und Tavernen; hier sieht alles richtig schnuckelig aus. Noch einen Blick in den Hafen; das mögen wir ja immer sehr. Dann fahren wir weiter.



auf der Strandpromenade von San José



der Ort hat seinen Strand in einer Bucht



in der Nähe des Hafens gibt es diese Kneipen- und Tavernenzeile



noch einen Blick in den kleinen Hafen von San José



wir verlassen das Cabo de Gata

Wir halten uns in Richtung Almería und kommen durch eine Stadt, die nagelneu erscheint. Die Beschilderungen für Almería sind hier sehr dürftig, so wissen wir nicht mal, wie die Stadt heißt. Ist es El Toyo? Jedenfalls nehmen wir dann die Küstenstraße nach Almería - Almería por la Costa, sehen von hier aus das Hafengelände von Almería und das Meer und fahren mitten durch die Stadt. Aber auch hier sind die Beschilderungen nicht ausreichend; im Grunde müssen wir immer geradeaus fahren, aber die Kreisverkehre sind so riesig, dass man nicht mehr erkennen kann, welche der vielen Ausfahrten man nehmen muss. Almería ist dann sowohl alt als auch neu, eine Riesenstadt. Zu allem Unglück ist dann plötzlich die Fotobatterie leer; die volle hinten an Bord im Rucksack. Also muss Herbert irgendwo anhalten, damit Annette sie holen kann. Uff, eine Hitze. 30°C.



auf der Küstenstraße geht es nach Almería



Durchfahrt durch Almería



Almería ist ziemlich groß



auf dem Weg zur Autovía, der Autobahn A7

Irgendwann ist Almería geschafft und wir fahren nun auf der A7, der Autovía del Mediterráneo weiter. Denn hier in der Umgebung gibt es nichts weiter als die endlosen Treibhäuser, Folienhäuser, die bis zum Horizont gehen. Zu beiden Seiten der Autobahn und so weit das Auge reicht. Was für ein hässlicher Anblick. Plásticos Agrícolas - so heißt es auf mancher Industriehalle. No Plástico - so haben es Leute auf manche der Folienhäuser geschrieben. Wir sehen auch bergeweise alter Folien, die ausgedient haben und nun in der prallen Sonne vor sich hin rotten. Wer weiß, denken wir uns, ob nicht auch Drogen in diesen riesigen Folienhäusern angebaut werden, auch wenn man auf den ersten Blick nichts als Tomaten sieht. Die Folienhäuser ziehen sich auf unserer heutigen Fahrt auf über hundert Kilometer hin, bis kurz vor Motril.  



so, jetzt rollen wir schön dahin



ausgediente Folien türmen sich und verrotten in der Sonne

Kurz vor La Rébita hört die A7 kurz auf und die Fahrt geht nun direkt am Meer entlang. Hach, was für eine Erholung für die Augen, wobei auch hier die Folienhäuser nicht fehlen, nur dass hier nicht so viel Platz für sie ist. Wir sind nun in der Provincia de Granada. Die Straße wird sehr kurvig und mehrere Schilder weisen darauf hin: Atención - Curvas muy peligrosa. Zona de Curvas peligrosas en 7km, extreme Precaución usw. Die Fahrt selbst ist recht hübsch. Wir durchfahren Calahonda und Torre del Mar, wo ein Banner über der Straße hängt mit den Worten: Torre del Mar necesita la A7 (Torre del Mar braucht die A7). Spanisch zu lesen ist nicht so schwer, aber beim Sprechen sind wir verloren, so schnell wie die Spanier ihre Sprache sprechen.  



jetzt geht es ein Stück direkt am Meer entlang, als die A7 kurz mal aufhört



hach, was tut uns der Blick aufs blaue Meer gut



die Straße geht in tausend Kurven auf sieben Kilometern



Blick auf Los Yesos



Salobreña kommt und wir kommen auch

Dann liegt auch Motril hinter uns. Unser heutiges Ziel ist ja Salobreña, wo wir vor fast genau einem halben Jahr auch schon gestanden haben. Aber ob es noch möglich ist, auf der Wiese unten zu stehen? Fahren wir also oben die Straße entlang und schauen erstmal. Tatsächlich, es stehen ein paar Wohnmobile unten. Und so fahren wir auf die Wiese und wen sehen wir da? Der Engländer mit seinem umgebauten Pferdetransporter ist immer noch hier. Seit Juni 2012, wie er uns im April erzählt hatte. Er erkennt uns auch wieder, ist aber ansonsten viel mit den Einheimischen zusammen. Es ist wie in einem Taubenschlag bei ihm. So, jetzt Tisch und Stühle heraus und Füße ausstrecken. Fliegen gibt es hier auch, aber lange nicht so arg wie an den Tagen zuvor. Der Engländer sagte uns, dass sie im Sommer hier auch so eine Plage waren.



hier unten geht es zur Wiese von La Caleta



diesmal stehen wir Rücken an Rücken mit dem Engländer, der immer noch hier ist



unsere Tagesroute ca. 146km

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