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Sonntag, 13. Oktober 2013



da unten stehen die Wohnmobile und auch unser Phoenix

Um 13 Uhr, nach dem Presseclub, sind wir bereit für einen Ausflug in die Berge. Wir haben noch das alte Kartenmaterial der Region, der Costa Tropical, von damals im April, weil wir wussten, dass wir nochmal hierher kommen würden. Und darin hatte es geheißen, dass es im Hinterland, zwischen der Sierra de los Guájares und der warmen Mittelmeerküste ein paar attraktive Dörfer wie Molvízar, Itrabo, Jete, Otívar und Lentejí geben würde, die ihren ganz eigenen Charme hätten. -- Und da die Straßen in Spanien ja immer so gut sind, können wir uns jetzt getrost aufmachen in die Berge. Zuerst geht es für ein paar Kilometer die Hauptstraße Richtung Almería entlang, dann biegen wir ab auf die N323.



es geht in die Berge

Schlagartig hören der Trubel und die viele Bebauung auf. Das Land ist jetzt so gut wie unbesiedelt bis auf die leidigen Folienhäuser, die es auch hier im Hinterland gibt. Schade, dass man das ganze Land so damit verschandeln muss. Das allererste Dorf, das wir passieren, ist Lobres, aber es scheint ein modernes Dorf zu sein. Außerdem sind wir noch gar nicht in den Bergen angekommen, und so lassen wir Lobres aus und fahren weiter. Die Straße kurvt so dahin und es wird nun doch immer gebirgiger. Dann sehen wir das Dorf Molvízar in der Ferne am Berg kleben.



alles ist hier dünn besiedelt



wir landen auf dem Hauptplatz von Molvízar, dem ersten Dorf auf unserer Rundreise

Puh, wie steil und eng die Dorfstraßen sind. Annette macht ja die ganze Zeit Fotos mit einer Hand; mit der anderen hält sie sich an der Yamaha fest. Nach vielen Ecken landen wir schließlich auf einem großen Platz, dem Plaza de la Constitución, wo ein paar Einheimische in einem Café sitzen. Es sind gar nicht so viele Leute in den Straßen zu sehen, aber ein lautes Geplapper ist das hier. Wir lassen die Yamaha also hier stehen und wandeln ein wenig durch die Straßen. Dass hier alles so gefällig aussieht, hätten wir nicht gedacht. Viele Häuser - ganze Straßenzüge - sind tiptop restauriert und sehen prächtig aus. In unserem Prospekt lesen wir, dass die Dörfer hier eine Schlüsselrolle gespielt hatten in Sachen Handel während der Expansion der Erstbesiedelung im Mittelmeerraum. Die Höhe ihres Reichtums kam mit den Muslimen, die verantwortlich waren für den landwirtschaftlichen Anbau tropischer Früchte in den fruchtbaren Ebenen. Außerdem wurden diese Dörfer authentische Bollwerke gegen die ständigen Angriffe von Berberpiraten. Aber wir fühlen uns hier auch wie Eindringlinge, denn wir werden von den Einheimischen skeptisch beäugt. Aber vielleicht meinen wir das auch nur zu glauben.



Molvízar macht einen aufgeräumten Eindruck



noch einen Blick auf den Hauptplatz, den Plaza de la Constitución



die Gassen sind eng und steil



richtig hübsch ist es in Molvízar



wir fahren weiter


 



die Berge werden nun gewaltiger



wir erreichen Itrabo, das nächste Dorf

Dann knattern wir weiter und nehmen eine andere Straße hinunter und zurück zur Hauptstraße, die uns zum nächsten Dorf, nach Itrabo führt. Auch hier geht die Straße wieder richtig steil hinauf, aber dieses Dorf ist nicht so prächtig wie Molvízar. Fahren wir also nur bis ganz hinauf und schauen dem Dorf aufs Dach. Der Blick von hier oben ist spektakulär: die Berge im Hintergrund und praktisch auf allen Seiten. Die Häuser schneeweiß und mit vielen Dachterrassen. Von hier oben stoßen wir direkt wieder auf die Hauptstraße. Es ist wirklich schade, dass man auch hier den Anblick der Treibhäuser hat. Es wird jetzt immer kurviger und bergauf, bergab.



immer höher hinauf geht es



alles so steil hier



die Yamaha muss sich ganz schön anstrengen



wir wollen bis ganz nach oben



jetzt haben wir einen schönen Blick auf Itrabo und das Umland



überall sind die leidigen Treibhäuser zu sehen



es ist eine tolle Fahrt durch die Berge



im Hintergrund ist Jete, das dritte Dorf unserer Rundreise zu sehen

Aber auch im dritten Dorf auf unserer Route - Jete - halten wir nicht mehr an. Auf der Durchfahrt ist nicht viel zu sehen, aber als wir Jete längst hinter uns gelassen haben, bietet sich noch ein schöner Blick auf das Dorf, sodass wir mal anhalten und innehalten. So, jetzt führt uns die Straße in Richtung Almuñécar und zurück in die Bambule. Eine riesige Autobahnbrücke steht mitten in der Landschaft. Wir durchfahren Almuñécar und fahren auf der Küstenstraße zurück nach Hause, wollen noch irgendwo flanieren gehen, wofür sich Annette aber noch umziehen will. Wir lassen die Yamaha dann stehen und laufen zum Strand von Salobreña, wo heute am Sonntag der Teufel los ist. Es sind hauptsächlich die Einheimischen, die sich zu einem Sonntagsbummel aufgerafft haben.



je näher wir der Küste kommen, desto bebauter ist wieder alles



die Autobahnbrücke mitten in der Landschaft



ein Blick von der Küstenstraße aus



und noch ein Foto bei 80km/h auf der Küstenstraße



wir laufen zum Strand von Salobreña


 



wir sitzen in der Bar Atlantis und genießen das schöne Wetter und den Blick aufs Meer

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