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Dienstag, 01. Oktober 2013



der Blick aufs Meer am frühen Morgen

Das wurde noch richtig eklig gestern Abend. Zum einen die Fliegen, die uns heuer so arg zusetzen und zum anderen lag ein Gestank in der Luft, der zwar nicht chemisch war wie anderntags bei den Treibhäusern, aber wohl von den Wohnmobilisten selbst kam, die hier bei Dunkelheit ihre Toilettenkassetten ausleeren. Jedenfalls wollen wir jetzt nicht mehr wie geplant noch einen Tag hier an der Strandbucht bleiben, sondern ans Cabo de Gata und auf einen Campingplatz gehen. Wo wir die derzeitige Hitze im Pool überstehen können. Wir sind kurz nach 8 Uhr auf der Piste.



wir erreichen Andalusien

Nach wenigen Metern auf der Straße nach Vera erreichen wir Andalusien. In goldenem Morgenlicht. Es geht natürlich wieder durchs Gebirge. In Vera biegen wir ab zur A7, der Autovía del Mediterráneo, die in unserer Richtung kostenlos ist. In umgekehrter Richtung ist sie das nämlich nicht. Jetzt sind es noch etwa 70km bis zum Camp Los Escullos San José, das sich am Cabo de Gata befindet, der sonnenreichsten Zone Europas und seit 1987 als Naturpark geschützt. Hier soll sich ein Stück Mittelmeerküste erhalten haben, wie es sonst in Spanien nicht mehr zu finden ist. Es klingt alles so gut, was wir über das Cabo de Gata lesen.



wieder geht es durch die Berge




bei Vera biegen wir auf die A7, die Autovía del Mediterráneo



wir nehmen die Ausfahrt San José



die Landschaft im Naturpark ist karg und so gut wie unbesiedelt

Als wir dann die Ausfahrt nach San José nehmen, sehen wir aber erstmal wieder nur die hässlichen Treibhäuser. Nicht gerade das, was man als Naturpark bezeichnen würde. Weitere 20km liegen vor uns. Die Treibhäuser hören dann irgendwann auf, die Landschaft ist nun karg und so gut wie unbesiedelt. Dann ist das Camp Los Escullos erreicht. An der Rezeption zeichnet man uns diejenigen Plätze ein, die derzeit nicht schon von Überwinterern reserviert sind. Die meisten Plätze sind sehr klein, nur 50 - 65qm, aber es gibt einen für uns ganz in der äußersten Ecke, auf den wir der Länge nach passen. Nehmen wir also den. Es ist sagenhaft, wie dicht gedrängt die Wohnwagen - es sind hauptsächlich Wohnwagen hier, keine Wohnmobile - hier stehen. Zwischen das Vorzelt des einen Platzes und den Wohnwagen des Nachbarn passt keine Hand. So würden wir hier nicht für längere Zeit stehen wollen, schon gar nicht überwintern. Na ja.



hier geht es ab zum Camp Los Escullos



unser Platz ganz in der äußersten Ecke



am Swimmingpool

Wir sind dann am Pool, der recht hübsch aussieht. Die Kulisse mit den Bergen ringsum, der Blick auf die Gebäude des Camps wie dem Teatro de Variedados, die hohen Palmen. Eine richtige Oase im Niemandsland, denn hinter den Mauern des Camps sieht alles wie Wüste aus, so karg ist alles. Aber das Poolwasser sieht nicht gerade einladend aus. Der Beckenrand ist brüchig, kaputt und schmuddelig. Das Wasser ist schön kalt, kälter als das Meer, aber mehrere Düsen, die wohl dafür sorgen, dass das Wasser ständig umgewälzt wird, machen die Wasseroberfläche so kabbelig, dass man erst recht mit Vorsicht schwimmen muss, will man nicht das Wasser schlucken. Annette kann hier also nur mit angezogener Handbremse schwimmen. Schade eigentlich. Man kann also schon durch die Zeilen lesen, dass wir es hier nicht so richtig gut angetroffen haben. Aber wir wollen das beste aus unserem Aufenthalt machen. Wobei wir auch hier wieder so arg mit den Fliegen zu tun haben. Den Platz, den wir haben, ist nämlich sehr hübsch, zumal wir ja keine Nachbarn neben uns haben so ganz in der Ecke. Aber draußen zu sitzen ist kein Vergnügen, wenn uns die Fliegen in die Ohren, Nasen, ja sogar in den Mund fliegen wollen. Sie tun das auch, und besonders im Ohr sind sie ekelhaft und machen so knirschende Geräusche. Warum gibt es heuer so viele Fliegen? 



die Poolanlage und die Kulisse im Hintergrund sind sehr schön


 



unsere Tagesroute ca. 112km

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