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Freitag, 11. Oktober 2013



am Strand von Salobreña

Den Vormittag trödeln wir wieder so dahin, lesen auch endlich mal die englischen Zeitungen, die uns der Engländer schon am Dienstag gegeben hatte. Die neuesten Ausgaben der "SUR in English" und die "Axarquia Euro Weekly News". In der SUR (=Süd) lesen wir, dass Spanien seine Zeitzone um eine Stunde zurücksetzen will, von MET auf GMT, dass es viele Befürworter dafür gibt und dass man das jetzt durchs Parlament bringen will. Dass Spanien seit über 71 Jahren nicht in der richtigen Zeitzone ist, dass zum Beispiel Madrid viel westlicher liegt als Städte in England, dass in 1942, während des Zweiten Weltkrieges, General Franco mit Hitlers Nazideutschland sympathisierte und dabei die alte Zeitzone (GMT) veränderte. Wir lesen weiterhin, dass, weil das Land seit 71 Jahren nicht in der richtigen Zeitzone ist, die Menschen fast eine Stunde weniger schlafen als die WHO empfiehlt und dass das alles einen negativen Effekt auf die Produktivität, auf Stress, Unfälle und das Schulabbrechen hat. Dass der Tagesablauf der Spanier sich mehr nach der Sonne richtet als nach der Uhrzeit. Sie würden um 13 Uhr zu Mittag essen und um 20 Uhr zu Abend, gemäß der Sonne, aber die Uhr sagt es ist 15 und 22 Uhr. Und immer weiter geht es im Zeitungsartikel. -- Aber hat man durch die Rücksetzung um eine Stunde die Hitze des Tages nicht noch viel länger zu ertragen? Wenn man morgens die Arbeit eine Stunde später beginnt, ist die Sonne ja noch viel höher gestiegen. Irgendwie werden wir oder zumindest Annette nicht schlau daraus. 



im Restaurante La Bahia hat man einen tollen Blick auf den großen Felsen - El Peñon

Um halb drei rappeln wir uns mal wieder auf zu einem Spaziergang am Strand von Salobreña. Heute sind mehr Leute am Strand, der ja so steinig ist. Wir setzen uns heute ins Restaurante La Bahia direkt gegenüber dem großen Felsen. Von hier ist der Blick auf den Strand und das Meer noch besser. Es geht ein leichter Wind, der aber ausreicht, die großen schweren Sonnenschirme umzupusten. Eine Frau am Strand kämpft lange Zeit einen aussichtslosen Kampf mit ihrem Sonnenschirm. Den kann sie wohl nicht mehr retten.



Blick vom Felsen El Peñon auf den Playa El Peñon



von hier oben aus haben wir einen tollen Blick auf den Strand und das Meer



ein grandioses Plätzchen hier oben

Nach zwei Stunden und nach der Felsbesteigung (es führen Stufen hinauf), laufen wir nach noch Salobreña hinein, aber die Stadt wirkt, als wäre heute Feiertag. Alles geschlossen und wie ausgestorben. Als wir bei Mercadona sind, kommt eine Durchsage auf spanisch und englisch, dass der Supermarkt morgen bis Mittag geöffnet bleibt. Klingt ja wie ein Feiertag. Auf einer Infotafel lesen wir, dass der Markt am 7. Oktober geschlossen blieb, aber am 12. bis Mittag offen sein wird. Also bei so vielen Feiertagen kommt es auf die Zeitverschiebung doch gar nicht mehr an, oder? Wir kaufen uns ein Kilo Langostino grande - wir sagen immer Crevetten dazu - als Abendessen. Annette pult dann immer schon die Schalen ab, damit es am Tisch nicht mehr so ein Gefummel gibt.



jetzt bummeln wir noch durch Salobreña



die Häuser sind so typisch spanisch hier

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