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Sonntag, 15. November 2015



der Blick auf den Río Arade ist immer schön, besonders gegen das Licht

Um 7 Uhr fangen die Kirchglocken an zu läuten. Da liegt Annette seit einer Stunde schon wieder im Bett, nachdem sie mit dem Schreiben fertig war. Wir trödeln heute früh lange herum und kommen erst spät aus dem Bett. Deshalb gibt es heute zum Frühstück zur einen Obstteller mit einer Banane, einer Orange und einer Birne. Heute soll der Himmel ja total bedeckt bleiben, die Temperaturen aber dennoch auf 20°C klettern, wie an den anderen Tagen auch. Komisch, wo die Wärme herkommen soll ohne Sonne. Egal. Als wir losgehen zum Essen, ist der Himmel noch voller Wolken und wir nehmen einen Pullover mit. Können dann aber trotzdem draußen sitzen, wo erst ein englisches Paar sitzt. Wir nehmen das Menu für 11,50 EUR, in dem alles enthalten ist. Von Brot und Oliven über die Vorspeise und das Hauptgericht, von je einem Glas Rotwein bis Kaffee und Dessert zum Schluss. Wir kommen schon zum drittenmal hierher, und es lohnt sich auch heute wieder sehr. Sie haben eine gute Küche. Als wir beim Hauptgericht -  Meeresfrüchtereis für Herbert, und Lachs und Brokkoli auf Spaghetti für Annette - sind, sind fast alle anderen Tische um uns herum besetzt. Alles international, was uns immer wieder fasziniert. Zum Schluss haben wir die Qual, aus zehn Desserts jeweils eines zu wählen. Und die 0,75L Flasche Wasser mit Gas kostet hier nur 2,50 EUR. (Getränke sind in Deutschland ja mittlerweile pervers teuer.)



heute wollen wir schön im Portarade, in Ferragudo, essen



zuerst die Vorspeisen, Tomate-Thunfisch-Gratin, und für Herbert Knoblauchbrot



dann das Hauptgericht: Meeresfrüchtereis für Herbert und Lachs auf Spaghetti für Annette


 



immer voller wird es jetzt im Portarade



"We'll have all of them" (Wir nehmen die alle) sagen wir demjenigen, der uns bedient

Schön satt, aber nicht überfressen kehren wir wieder heim. Die Wettervorhersage passt mal wieder gar nicht, denn die Sonne ist da wie eh und je. Herbert sitzt dann halbnackt draußen mit dem Fernglas. Immerzu gibt es was zu gucken. Ein kleines Wassertraxi pendelt ständig zwischen dem kleinen Hafen von Ferragudo rüber zum Museum von Portimão und zur Marina von Praia da Rocha. Nachbars Hund kommt zu uns mit einem Tennisball im Maul. Den sollen wir jetzt irgendwo hinwerfen. Das macht Annette, die sich vor so einem Hund auf der Straße normalerweise fürchten würde. Er ist ein richtiger Packer, ähnlich einem Boxer, aber er ist schwarz und hat keine platte Nase. Und er gehört zu unserem englischen Nachbarn. Annette wirft und wirft, und Hundi rennt wie ein Wahnsinniger und ist nicht totzukriegen. Mal wirft Annette den Ball ins flache Wasser, mal auf die Wiese. Dann geht sie mit ihm in den Sand und wirft den Ball ins Wasser. Hundi schwimmt übereifrig, aber auf dem Rückweg, mit dem Ball im Maul, kommt ihm wohl einiges Wasser ins offene Maul. Er schnauft und röchelt und hört sich schlimm an. Das macht Annette also nicht wieder. Sie will jetzt eine Pause machen, aber der Hund drängt sie immer weiter. Er bringt auch einen Stock an, den Annette werfen soll, den er dann aber nicht loslässt. Annette traut sich nicht, ihm den aus dem Maul zu reißen. Und wie gesagt, er ist ein richtig bulliger Kerl, alles Muskeln. Annette sagt immer Enough und Sit, oder Sit Down, aber sie kommt sich echt doof vor, mit einem Hund englisch zu reden. Irgendwann wird es dem Hund zu langweilig, weil es nicht mehr weitergeht hier, und geht zurück zu seinem Besitzer bzw. Master. Wir sitzen dann noch lange Zeit draußen und genießen den Anblick von Ferragudo.



ziemlich voll ist es, als wir heimgehen



den Nachmittag verbringt Herbert halbnackt in der Sonne



eine schöne Abendstimmung kommt auf

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