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Samstag, 14. November 2015



ein Blick nach draußen und auf den alten Eukalyptusbaum, während wir auf den Hund warten

Heute früh müssen wir mal wieder heizen. Über Nacht wird immer alles klatschnass draußen, als hätte es geregnet. Wir bleiben dann noch so lange hier auf unserem Platz am See, bis die Hündin kommt und wir ihr noch die letzte Packung Hundefutter geben können. Bis dahin ist auch der Morgentau weggetrocknet. Dann nehmen wir dieselbe Straße zurück nach Odiáxere, die uns jetzt viel kürzer vorkommt. Wir haben vor, heute nach Alvor zu fahren, aber als wir auf der Nationalstraße sind, deren Asphalt kilometerlang abgefräst und riffelig ist und neu gedeckt wird und wir nur mühsam vorankommen, beschließen wir durchzufahren bis Ferragudo. Vielleicht können wir ja doch immer noch da auf der großen Wiese am Río Arade stehen, einem unserer liebsten Plätze in der Algarve.



wieder geht es vorbei an der alten Mühle von Odiáxere



zurück in Odiáxere stoßen wir wieder auf die Nationalstraße



die totale Ebbe im Río Arade - Leute graben nach Meeresgetier



ein Blick zurück zur Brücke, die gerade renoviert wird



hier wollen wir uns niederlassen, auf der Wiese in Ferragudo

Erstmal zum Lidl von Ferragudo, Hundefutter kaufen und flüssigen Süßstoff, den sie aber nicht haben. Egal. Dann auf die Wiese, wo eine handvoll Wohnmobile steht. Wir bekommen doch tatsächlich unseren alten Platz vom letzten Jahr, als wir über Weihnachten hier standen, wieder. Was für eine Freude. Und wie die Wellen hier plätschern. Jede Welle schlägt einzeln ans Ufer, so richtig beschaulich und zahm. Wir ziehen uns gleich mal um und laufen in den Ort. Wir würden ja nie im Ausland leben wollen, aber wenn es einen Ort gäbe für uns, dann Ferragudo. Auf dem Hauptplatz ist eine Bühne aufgebaut, da wird heute Abend wohl was los sein. Das Portarade, wo wir morgen essen gehen wollen, ist auch geöffnet. Wir wandeln ein wenig durch die Gassen und lesen auf einem Aushang, dass heute Nachmittag ein Kastanienfest stattfindet. Wir gehen dann erstmal wieder heim und setzen uns nach draußen. Ferragudo ist immer ein herrlicher Anblick, von jedem Winkel aus.



wir haben denselben Platz wie damals über Weihnachten



gleich gehen wir mal rein nach Ferragudo



auf dem Hauptplatz, wo später das Kastanienfest stattfinden wird



da hinten steht unser La Strada



um halb vier beginnt das Kastanienfest

Um 15:30 Uhr Ortszeit soll das Fest anfangen. Eine komische Zeit, so früh am Tage. Na ja, wir rappeln uns dann noch mal auf und gehen in den Ort. Musik ist schon von weitem zu hören. Und jetzt sehen wir auch das Feuer, auf dem die Kastanien rösten. Wie schick die Leute angezogen sind; viele stecken in einer feschen Kluft. Wir können uns auf eine der Steinbänke am Hauptplatz setzen und dem Treiben zuschauen. Dann kommen die Kinder in Pfadfinderkluft. Wie eine Entenfamilie kommen sie auf den Platz. Es sind mehrere Gruppen, in unterschiedlichen Farben gekleidet. Alle bekommen sie eine Tüte mit Kastanien in die Hand. Es sind gar keine Monster unter ihnen, keiner, der den anderen anbrüllt oder anrempelt. Die Musik ist toll; sie singen auf spanisch, es ist aber keine Latinomusik. Wir bleiben eine ganze Weile hier sitzen, und kalt ist es überhaupt nicht, obwohl die Sonne schon hinter den hohen Häusern verschwunden ist. Später, auf dem Heimweg, bekommen wir dann noch einen schönen Sonnenuntergang zu sehen. Was für ein Tag, und was für ein schöner Ort. Wenn die Sonne weggeht, wird es schlagartig dunkel und kalt. Jetzt machen wir es uns drinnen gemütlich, und froh sind wir, dass wir die Windschutzscheibe als Panoramafenster haben.



kiloweise rösten die Kastanien überm Feuer


 


 


 



diese beiden machen tolle Musik



da kommen die kleinen Pfadfinder


 



die Sonne geht unter, während wir heimgehen



gleich wird es kalt und dunkel



unsere Tagesroute ca. 29km

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