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Freitag, 20. November 2015



ein letzter Blick auf unseren schönen Platz in Ferragudo

Heute Nacht hatten wir zum erstenmal die Wollidecken hergenommen. Es war erstaunlich kalt. Nicht zu glauben, wie die Temperaturen tags immer noch so arg hochklettern können. Heute heißt es Abschiednehmen von unserem schönen Platz in Ferragudo. Annette ist ganz wehmütig, wenn sie daran denkt, jetzt nicht mehr das Möwengeschrei zu hören, oder die Motorengeräusche der kleinen Boote. Manchmal sind die Einheimischen schon morgens um 4 oder 5 Uhr rausgefahren. Immer kam dann ein kleiner Wellengang auf, ein kurzes Plätschern. Wir fahren also jetzt weiter, und zwar zunächst mal zur Autowaschanlage im Hafen von Ferragudo. Dort können wir auch Frischwasser tanken an einer offiziellen Wasserstelle, wo man Münzen einwirft. Dann geht es los. Es gibt ja wirklich an jedem Kreisverkehr einen hohen Mast, und auf jedem dieser Masten gibt es ein Storchennest, und jedes dieser Storchennester ist von einem Storchenpaar bewohnt.



wir sind in der Autowäsche im Hafen von Ferragudo



heute fahren wir mal über Estômbar

Wir fahren heute mal über Estômbar nach Lagoa, wo wir beim Aldi einkaufen wollen. Von hier aus wollen wir zum Praia da Marinha. Diesen Platz haben uns Petra und Dieter empfohlen. Sie meinten, dass dies ideal für uns sei  mit dem kleinen Kastenwagen. Die Fahrt ist schon sehr hübsch, hier oben gibt es gediegene Ferienhäuser in eingewachsener Vegetation. Dann erreichen wir Praia da Marinha. Ein paar Wohnmobile stehen auf Parzellen oder Nischen in der Natur, und die Küste ist hier einmalig schön. Hier sind die berühmten gelben und roten Felsen, die die Algarve ausmachen. Wir fahren auch in eine dieser Nischen und richten uns häuslich ein. Dann stehen wir an den Klippen und schauen aufs Meer. Man sollte sich wirklich manchmal kneifen und fragen, ob man das wirklich alles erlebt und einem das tatsächlich alles passiert? Was für eine Landschaft. Hier geht auch gar kein Wind, sodass es heute richtig schön warm ist.



hier oben, zwischen Benagil und Praia da Marinha, gibt es wunderbare Feriendomizile



Ankunft in Praia da Marinha



die Felsformationen sind spektakulär hier

Nach einem Nachmittagskaffee (das soll nie heißen, dass es bei uns auch jeweils einen Morgenkaffee gibt) rappeln wir uns mal auf zu einem kleinen Gang übers Gelände. Man hat wieder alles so nett angelegt mit Holztreppen und Holzgeländern und allem. Hier und da sind Infotafeln angebracht, die die Felsbildung usw. erklären. Auf portugiesisch und englisch. Wir müssen uns auch wieder wundern, warum die Leute die Absperrungen übersteigen und sich ganz an die Klippen stellen müssen. Wie unfair auch den Rettern gegenüber, die die Leichen dann mit großem Aufwand bergen müssen. Denn jedes Jahr stürzen ja Leute ab. Auf einer der Tafeln lesen wir, dass dieser Küstenabschnitt hier besonders zerklüftet und felsig und erodiert ist. Dass die Klippen hier  besonders unregelmäßig sind. Man schätzt, dass die Felsen zwischen 24 und 16 Millionen Jahre alt sind. Dass sie besonders anfällig gegen Wasser sind und sie ihre Form sehr schnell verändern können. Man nennt das ganze hier eine Karstlandschaft.



ein Blick auf den Strand von Praia da Marinha



hier und da sind Infotafeln angebracht

Von hier oben sehen wir ja schon die ganze Zeit die tolle Strandbucht, und ein gepflasterter Weg führt hinunter zum Stand. Es geht wie durch einen offenen Tunnel; zu beiden Seiten die gelben ausgewaschenen Felsen. Auf einer weiteren Tafel lesen wir, dass es einen Naturpfad gibt, der von Vale de Centianes bis hier nach Praia da Marinha geht und sich auf 5,7km erstreckt. Dieser Pfad führt an fast unzerstörter Felslinie entlang, nur unterbrochen von Wasserläufen, die von oben aus ins Meer fließen und dabei "hängende Täler" bilden, nach denen der Pfad benannt wurde (Vale de Centianes). Diesen Pfad wollen wir morgen erwandern. Morgen soll der Himmel ja bewölkt sein. Dann ist es nicht so anstrengend für uns. Jetzt freuen wir uns erstmal auf einen schönen Sonnenuntergang. Im Dunkeln geht immer ein Lichtkegel von einem der Leuchttürme über uns hinweg.



alles ist wie immer tiptop angelegt



dieser Weg führt hinunter zum Strand



dass die Leute immer am Abgrund stehen müssen



so haben wir uns hingestellt


 



unsere Tagesroute ca. 16km

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