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Sonntag, 08. November 2015



weiter geht es gen Süden

Obwohl die Batterien bei Schönwetter immer bis zum Anschlag voll waren, sollten wir sie mal wieder ans Stromnetz hängen. Herbert würde dafür gern auf einen Campingplatz gehen. Könnten wir ja auf den in Sagres gehen, der ist ja auch recht ortsnah, wenn auch nicht so schön. Am frühen Vormittag fahren wir also nach Sagres, leeren aber erstmal an der neuen Entsorgungsstation vom Intermarché die Toilettenkassette. Dann kommen wir natürlich auch am großen Parkplatz an der Fortaleza vorbei. Hilfe, wieviel Wohnmobile stehen denn hier?? Ist ja schlimmer als im Januar, Februar, wenn in Sachen Überwinterung immer die größte Invasion von Wohnmobilen ist. So viele Fahrzeuge wie jetzt haben wir hier noch nie gesehen. Herbert würde ja sowieso lieber auf den Campingplatz Turiscampo bei Lagos gehen. Aber Annette findet, dass wir dann ja schon die gesamte Küste hier ausließen.



auf dem Parkplatz der Fortaleza in Sagres stehen viele Wohnmobile

Wir sind dann schon wieder auf der Hauptstraße zurück nach Vila do Bispo, als Herbert dann doch noch zum Camp von Sagres abbiegt. Schön ist der ja wirklich nicht, und als wir dann lesen, dass die Nacht 19 EUR kosten soll (ob mit oder ohne Strom können wir so schnell nicht erkennen), setzt Herbert sich durch. Zumal Turiscampo Campingcheque akzeptiert und die Nacht somit nur 16 EUR kosten wird, mit Strom. Gut, dass derjenige an der Rezeption gerade mit jemand anderem beschäftigt ist, da fallen wir jetzt gar nicht auf, dass wir einfach so verschwinden. Auf die N125 geht es und vorbei an Raposeira und Budens und schon kommen wir am Turiscampo an. Die Einfahrt sieht schick aus, und schon immer wollten wir mal hierher, aber mit dem dicken Phoenix hatten wir uns nie getraut. Denn nirgendwo sonst kann man sich das Fahrzeug so schön kaputtmachen wie auf Campingplätzen.



Ankunft am Turiscampo kurz vor Lagos



diesen Platz haben wir eingenommen

Man empfängt uns sehr freundlich, wir suchen uns einen Platz aus und dann fahren wir drauf. Hach, wie leicht es ist mit dem kleinen Pups. Gut, dass Herbert sich dann doch für den etwas erhöhten Platz entschieden hat. Von hier aus ist es nicht weit zum Duschhäuschen und wir haben Blick auf den Pool. Unsere Nachbarn sind Engländer und Holländer und Franzosen. Überhaupt ist der Turiscampo sehr von Engländern bevölkert, bestimmt zu 50%. Überall, wo es am schönsten ist auf der Welt, sind die Engländer. Dann richten wir uns häuslich ein, nehmen die Fahrräder herunter usw., gehen duschen und dann zum Pool. Man hatte uns gesagt, dass das Wasser zwar nicht beheizt sei, aber trotzdem besser als gewöhnlich. Annette steckt mal die Hand ins Wasser. "Ach, es geht eigentlich", sagt sie. Als sie dann auf der Leiter steht, geht es plötzlich nicht mehr. Das Wasser ist schon verdammt kalt, und ihr bleibt dann auch die Luft weg, als sie im Wasser ist. Dann geht es aber und reicht für zwanzig Minuten schwimmen. Es ist eine herrliche Anlage, und tolle Musik spielen sie in der Poolbar. Soul Music von Otis Redding und Percy Sledge (Warm and Tender Love). Da schmelzen wir dahin, und die Sonne tut noch das übrige.



bald schon findet man uns am Pool


 



verdammt kalt ist das Wasser



Annette schwimmt ihre Bahnen


 



heute wird draußen gekocht

Irgendwann sind wir wieder bei uns am Platz und bereiten schon mal alles vor fürs Abendessen. Elektropfanne rausstellen, Salat schneiden, Kartoffeln schälen usw. Dann kommt ein Engländer und sagt, dass wir ein schönes Fahrzeug hätten (you have a nice car). Er sagt, dass seines etwas größer sei, aber dass unseres ideal sei für Städte. A really nice car you have, sagt er dann nochmal. Wie oft wir schon angesprochen wurden auf unseren Kleinen. Schade nur, dass der Name La Strada nicht gerade auf ein deutsches Fabrikat hinweist. Das Abendessen, Lachs mit Bratkartoffeln und Endiviensalat, schmeckt, und heute Abend ist es kein bisschen kalt. Wir können nach dem Essen noch draußen sitzen und in den Sternenhimmel schauen. Jetzt freuen wir uns auf ein paar schöne Tage hier. Gell, man gönnst sich ja sonst nix.



unser Abendessen



ein großer Abwaschberg steht nun an



unsere Tagesroute ca. 58km

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