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Freitag, 13. November 2015



so einen schönen Sonnenaufgang bekommen wir zu sehen

Knallrot geht die Sonne um 7:18 Uhr auf. Zum Frühstück braten wir das restliche Grillhähnchen auf und peppen das ganze mit ein paar Zwiebeln und Cocktailtomaten auf, die wir mit in die Pfanne werfen. Als die Sonne dann auf den See scheint, ist es ein wunderbarer Anblick. Von hier oben sehen wir zwar keine Stelle, wo man direkt am Seeufer stehen könnte, aber wir fahren jetzt einfach mal die Straße weiter. Nach wenigen Metern kommt wieder ein Parkplatz mit einem Restaurant namens Hello Goodbye darauf. "No Motorhomes - Private Area" steht auf einem Schild, aber wir wollen nur kurz anhalten und ein Foto machen. Ein Weg bzw. eine schmale Straße führt hinunter zum Stausee, aber die Durchfahrt ist nur autorisierten Fahrzeugen erlaubt. Gehen wir also zu Fuß hinunter.



ein erster Blick auf den Stausee am Morgen



vom neuen Parkplatz laufen wir mal hinunter zum Stausee

Alles ist total schön hier, die Natur und das viele Grün. Und wie die Luft nach Wald riecht, nach Nadelwald, einfach herrlich. Ein einzelnes Haus steht hier in der Idylle, aber die Bewohner wohnen nicht im Luxus. Unten am Seeufer steht eine Marmorsäule, auf der Barragem de Odeáxere steht und die Jahreszahl 1958 und viel Text. Ist ja noch aus Salazar-Zeiten, und richtig, sein Name ist unter dem Text eingemeißelt. Wir laufen bis zu einem Zaun und sehen dahinter die Staumauer und dass ein weiterer Weg dort hinführt. Kehren wir also um und suchen den anderen Weg. Dieser beginnt hinter dem Restaurant. Bei dieser Gelegenheit sehen wir, dass das Restaurant seit November und bis Februar geschlossen ist. Könnten wir also hier übernachten. Jetzt gehen wir aber erstmal hinunter zur Staumauer und darüber hinweg. Wir sehen, dass ein Wanderweg um den See herumführt. Wir tun auch ein paar Schritte auf diesem Weg, aber er ist an mehreren Stellen aufgeweicht, sodass wir recht bald umkehren.



ruhig und friedlich geht es hier zu



ein Wanderweg führt um den See herum



da der Boden zu aufgeweicht ist, kehren wir bald wieder um



es sind zumindest Röhrenpilze, die sind ja eher essbar als die mit Lamellen



hinterm Restaurant gibt es ein paar Holzbänke



wir glauben, dass das Restaurant holländisch geführt wird

Nach etlichen Fotos, die Herbert schießt, sind wir zurück am Wohnmobil. Wir beschließen, heute einfach hierzubleiben. Es ist so schön in der Natur, und die einzigen sind wir weit und breit. Herbert stellt die Stühle heraus, und eine alte Steinbank dient uns als Tischchen. Einer der zwei Hunde vom Haus da unten kommt uns besuchen. Sie ist so mager, dass wir ihr eine Packung Hundefutter geben. Nur gut, dass wir bei unserem letzten Einkauf an Hundefutter gedacht hatten. Die Hündin ist so verängstigt und schreckhaft, dass man sich vorstellen kann, was sie für ein Leben hat. Sie bleibt den ganzen Nachmittag bei uns, und wir bewegen uns in ihrer Gegenwart betont langsam und fließend, und doch zuckt sie immer zusammen und springt von uns weg, selbst wenn wir sie nur anschauen. Armes mageres Ding. Jeder Wohnmobilist, der in den Süden fährt, sollte ein paar Packungen Hundefutter als Grundausstattung in seinem Wohnmobil haben. Drei Stunden später geben wir ihr eine weitere Packung zu fressen. Sie würde wohl alles nehmen, was essbar ist. Für morgen früh haben wir noch eine dritte und letzte Packung an Bord. Heute ist es übrigens sehr angenehm im Schatten. Auf dem Turiscampo hatten wir im Schatten immer richtig gefroren. Ein schöner Tag geht zu Ende und abends steht der Mond als ganz schmale Sichel am Himmel. Immer mal kommen Leute im Auto hier an, manche mit Angelausrüstung. Selbst in der Nacht kommen noch Autos hierher. Man fragt sich, was die hier im Dunkeln wollen, wenn nichts zu sehen ist. Kein See und nichts.



diesen Hund nehmen wir in unsere Pflege



nachmittags einen Kaffe mit Kuchen


 



gefolgt von einer kleinen Flasche Rotwein



so stehen wir hier, am Barragem de Bravura bzw. Odiáxere

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