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Freitag, 08. November 2013



wir verlassen Gibraltar und La Línea de la Concepción

Die Nacht verlief ruhig und ohne Vorkommnisse, aber ob wir heute die Yamaha herausholen und damit in Gibraltar herumfahren wollen? Wohl eher nicht, denn es läuft doch manch komische Gestalt hier auf dem Parkplatz umher. Jetzt überlegen wir, wohin unsere Fahrt von hier aus weitergehen soll. Herbert würde gern in die Sierra de Grazalema, knapp 80km Luftlinie von Gibraltar in nördlicher Richtung. Annette würde auch mal nach Cádiz fahren, wo wir vor vielen Jahren mal im Regen waren. Ihr wird es auf Bergstraßen immer schnell schlecht, und außerdem muss man auch immer erstmal in den kleinen Bergdörfern und -städten einen Parkplatz finden. Nach vielem hin und her entscheiden wir uns für die Berge und fahren um 10 Uhr los.



weiter geht es auf der Autovía



überall kann man die Tickets für die Fähre nach Marokko kaufen

Über San Roque geht es zur A381 hin, die sich auf unserem Abschnitt Ruta de los Almorávides y Almobades nennt. Klingt schon wieder so maurisch, das ganze. Wir kommen an einem riesigen Stausee vorbei und lesen das Schild zur Ausfahrt Zona recreativa de Charco Redondo. Ein Erholungsgebiet? Das wäre ja toll, da können wir bestimmt irgendwo am Wasser stehen, denken wir uns und biegen mal ab. Ein Parkplatz oder ähnliches ist dann nirgends zu sehen, aber als wir wieder umkehren, sehen wir einen großen und mittlerweile total verwilderten Picknickplatz mit einem Zaun darum. Fahren wir also weiter auf unserer Route bis zur Ausfahrt Alcalá de los Gazules.



wir biegen mal ab zum Stausee



schade, dass wir nirgends unterkommen am Stausee



man hat sogar Radwege zu beiden Seiten der Straße



Blick auf die schneeweißen Häuser von Alcalá de los Gazules

Dass Alcalá de los Gazules so ein hübsches Städtchen sein würde, hätten wir nicht erwartet. Schneeweiße Häuschen sind um die Kirche, die über dem Ort thront, gruppiert. Alles sieht so beschaulich aus, und dann noch die Berge ringsum. Aber wir können nirgends anhalten; es gibt zwar einen Parkplatz, aber der ist viel zu klein. Müssen wir also weiter. Kühe stehen auf den Wiesen und sogar ein paar Gänse sehen wir am Straßenrand. Die Tiere haben ein schönes Leben hier.



Alcalá ist ein charmanter kleiner Ort in den Bergen


 



weiter geht es durch die Berge



der Anblick der Berge ist eine Wohltat nach dem vielen Beton an der Küste



die Straße windet sich in tausend Kurven dahin

Die Bergstraße ist nun recht schmal und windet sich in tausend Kurven, ist aber in sehr gutem Zustand, wie könnte es anders sein? Gottlob ist hier so gut wie kein Gegenverkehr. Immer höher geht es; es ist eine hübsche Fahrt. Nur anhalten kann man anscheinend nirgends, aber nach etwa 10km kommt ein Rastplatz mit Picknickgelände. Da können wir also stehenbleiben. Welch eine Kulisse. Hier ist auch wieder manche Korkeiche zu sehen. Es ist erst früher Nachmittag, aber heute wollen wir nicht mehr weiterfahren. Die Luft ist ziemlich frisch hier oben, aber ansonsten gefällt es uns in den Bergen. Wir bleiben die einzigen. Abends wird es stockfinster so ohne Laternen, aber auch das mögen wir. Und natürlich die Ruhe. Weder haben wir Telefon- noch Internetempfang. Wir sind gespannt auf die Region.



etwa 10km hinter Alcalá kommen wir hier unter



dieses Picknickgelände grenzt an den Rastplatz



ein spektakuläres Licht kommt mit dem Sonnenuntergang



wie flüssiges Gold



unsere Tagesroute ca. 76km

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