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Samstag, 09. November 2013



das Kälbchen läuft vor uns her auf der Straße

Morgens wollen wir gar nicht lange trödeln und Internet haben wir hier ja sowieso nicht, und so fahren wir schon um 8 Uhr weiter. Vielleicht etwas zu früh, denken wir uns kurze Zeit später, denn die Sonne ist noch gar nicht ganz da. Die Strecke bis Ubrique geht hauptsächlich durch Wald, der Asphalt sieht an manchen Stellen aus wie weggeschmolzen. Wir schaukeln immerzu nach rechts und links und immer hin und her. Es sind etwa 40km bis Ubrique und bald sehen wir ein Schild mit "Atencion! Carretera de Montaña en 28km" darauf. Vorsicht Bergstraße. Na, an Raserei ist hier eh nicht zu denken. Unterwegs sehen wir wieder viele Tiere. Esel und Rehe, Kühe und sogar die berühmten schwarzen Ibericoschweine. Vor allem die Ferkel sind richtig drollig und so fidel. Sie springen umher und haben genug Auslauf.



die schwarzen Ibericoschweine sind niedlich, besonders die Ferkel



da hinten ist schon Ubrique in Sicht

Irgendwann sehen wir dann Ubrique, unser heutiges Ziel, in der Ferne. Auf den ersten Blick sieht die Stadt gar nicht so besonders aus, aber als wir dann durch die Straßen fahren, wirkt alles schon gefälliger. Wir folgen der Beschilderung zum Parkplatz - Aparcamiento - auf der Calle Cataluña. Ein sehr großer und gut gelegener Parkplatz. Es ist halb zehn, als wir hier ankommen, und Nachbars Hahn kräht noch immer. An dem werden wir morgen früh bestimmt unsere Freude haben, denn wir wollen ja hier übernachten. Jetzt frühstücken wir erstmal, gehen ins Internet und dann los in die Stadt.



Ubrique heißt uns willkommen



auf der Fahrt zum Parkplatz



der Parkplatz ist riesig und liegt sehr günstig



der Parkplatz ist auf einer erhöhten Plattform gelegen



Ubrique hat eine tolle Lage so mitten in den Bergen



wir bummeln auf der Avenida España



am Wochenende kommen sie alle zum Flanieren - auf der Avenida España

Ubrique, gelegen an der "Route der weißen Dörfer", lebt hauptsächlich von seinen Lederwaren, so hatten wir gelesen. Und so sehen wir jetzt manches Ledergeschäft. Auch hier sind die Häuser schneeweiß. Als erstes treffen wir auf die Avenida España, die wohl das Herz der Stadt ist. Hier reiht sich Geschäft an Geschäft und Tisch an Tisch. Jetzt über Mittag sind die Tische aber noch leer. Irgendwann stoßen wir auf den großen Platz - La Plaza - wo sich das Rathaus und die Iglesia de Nossa Señora de Lao befinden. Alle Fassaden sind schneeweiß und bilden einen tollen Kontrast zu den schwarzen schmiedeeisernen Balkonen.


 



die meisten Häuser sind richtig schick



und überall sind die Berge im Hintergrund



auf dem Plaza von Ubrique - mit Blick auf die Iglesia San Antonio



auf dem Plaza steht auch das Rathaus



gegenüber dem Rathaus steht die Iglesia de Nossa Señora de Lao



wir werfen mal einen Blick ins Innere der Kirche



noch ein Blick auf den Plaza



fast alle Straßen und Gassen sind steil

Jetzt heißt es kraxeln, kraxeln, denn Ubrique liegt natürlich am Berg und alle Straßen sind sehr steil. Ich komme mir vor wie in Portugal, sagt Annette. - Das wollte ich dir auch gerade gesagt haben, antwortet Herbert. Auf einer der vielen schmalen Gassen stoßen wir auf die Iglesia de San Antonio aus dem 16. Jahrhundert. Wir werfen mal einen Blick hinein und dann bedeutet uns eine alte Frau, dass wir doch mal durch den schmalen Durchgang im Kircheninnern gehen sollen. Das machen wir und gelangen so auf eine Terrasse, von der aus wir einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt haben. Schön, dass wir das nicht verpasst haben.



Blick von der Terrasse der Kirche San Antonio



Ubrique hat eine neue Einwohnerin - die da

Wir wandeln dann weiter auf derselben Gasse und kommen an ein Haus, aus dem ein großer Felsen herauszuwachsen scheint. Peñon de la Becerra, so heißt dieser Felsen. Die weißgekalken einfachen Häuser hier oben gefallen uns gut. Dann geht es über steile Straßen wieder nach unten in die Innenstadt, wo uns dröhnendes Motorengeräusch erwartet. Es ist eine große Motorradgruppe auf der Fahrt durch die Stadt. Sie fahren aber alle sehr zivilisiert.  Jetzt würden wir uns gern an einen der Tische auf der Avenida España setzen, aber die Avenida ist ja nicht mehr wiederzuerkennen. Es wimmelt da von Leuten und alle Tische sind besetzt. Suchen wir uns lieber ein anderes Lokal.



der Felsen - Peñon de la Becerra - scheint aus dem Haus herausgewachsen zu sein



alles ist so aufgeräumt und edel



eine große Motorradgruppe kommt durch Ubrique



jetzt geht es lebhaft zu auf der Avenida España



von unserem erhöhten Parkplatz aus sehen wir dieses Restaurant und kehren kurzerhand ein

Das finden wir bei uns, am Fuße des Parkplatzes. Es ist die Bar La Herradura, und es riecht so gut nach Essen hier. Kaum, dass wir sitzen, füllen sich auch alle anderen Tische. Wir bestellen mal eine Portion vom Ibericoschwein und müssen sagen, dass es wirklich gut schmeckt uns sehr zart ist. Außerdem ist das Fleisch natürlich sehr dunkel. Um halb vier sind wir wieder daheim und wundern uns, dass der Hahn immer noch kräht. Auch abends bei Dunkelheit macht Ubrique einen guten Eindruck. Schön, dass wir die Fahrt hierher auf uns genommen haben. 



wir bestellen uns eine Portion Ibericoschwein



Abendstimmung in Ubrique



unsere Tagesroute ca. 40km

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