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Freitag, 22. November 2013



morgens kommt der Bäcker auf den Stellplatz von Manta Rota

Über Nacht kam dann doch noch einiges an Regen herunter und jetzt am Morgen sieht alles trist aus. Da könnten wir eigentlich auch weiterfahren, sagt sich Herbert, der im Grunde sogar schon gestern hätte weiterziehen können. Heute und morgen soll es ja nur regnen, und da könnten wir die Zeit an Bord auch ebenso gut in Santa Luzia auf der großen Wiese verbringen. Stimmt eigentlich. Und so geht er zu Manfred und Rosi und fragt, ob die beiden mitziehen wollen? Eigentlich wollen sie heute Wäsche waschen, im Waschsalon, den sie gestern in Altura gesehen hatten. Aber beim heutigen Wetter trocknet die Wäsche eh nicht, und so kommen sie mit uns mit. Es dauert dann noch einige Zeit an der Entsorgungsstation und derweil fängt ein scheußlicher Nieselregen an.



wir verlassen Manta Rota im Regen

Unser Ziel ist erstmal das Gran Plaza de Tavira, der große Einkaufskomplex in Tavira, wo wir uns nach Kleidung, Kerzen und diesem und jenem umschauen wollen. Wir können auf einer Brachfläche parken, die aber langsam im Regen aufweicht. Um 11:45 Uhr sind wir im Komplex und wollen uns um 13 Uhr wieder treffen. Jetzt heißt es Auf in die Geschäfte. Um 13 Uhr sind wir bepackt mit ein paar neuen Oberteilen, Adventkerzen und einem dicken Suppenhuhn wieder am Treffpunkt. Die beiden haben jetzt auch einige Einkaufstüten bei sich. Ihnen gefällt das Gran Plaza de Tavira sehr. Bei uns daheim in Deutschland, sagt Rosi, wären überall viel mehr Leute und alles wäre enger; hier könne man so schön in aller Ruhe bummeln. Wir fahren dann weiter und gottlob hat der Regen aufgehört.



Ankunft am Gran Plaza de Tavira, dem großen Einkaufskomplex



wir sind fertig mit dem Einkauf



Blick auf den Rio Gilão, der durch Tavira geht



wir fahren die Uferstraße von Santa Luzia entlang

Das nächste Ziel ist jetzt also die Wiese in Santa Luzia, aber als wir dort ankommen, stellen wir mit Schrecken fest, dass sowohl die Einfahrt zur Wiese als auch die gesamte Wiese selbst eingezäunt ist. Mit so einer blickdichten Plastikfolie. Mist. Irgendwie hatte Annette schon so eine Ahnung. Wohin jetzt mit zwei Fahrzeugen? Uns fällt ein, dass ganz am Ende der Uferpromenade von Santa Luzia auch immer Wohnmobile gestanden haben. Fahren wir also mal da hin. Auf halbem Wege sehen wir eine kleine Wiese oder Fläche, auf der vielleicht acht oder zehn Wohnmobile stehen. Direkt an der Uferstraße mit Blick auf die Lagune. Stört nur, dass es an der Straße ziemlich laut zugeht, weil genau vor uns eine dieser leidigen Erhöhungen (Schikanen) ist. Es rumpelt jedesmal, wenn Autos vorbeikommen. Manfred mag nicht gern hierbleiben, und so ziehen wir weiter.



hier kommen wir erstmal zum Stehen, wollen aber nicht bleiben

Als nächstes Ziel haben wir Praia da Rocha ausgesucht, denn hier an der Ostalgarve gefällt es uns eh nie so gut wie an der Westalgarve. Machen wir jetzt also einen großen Sprung von knapp 100km. Wir überlegen auch, ob wir einfach die Autobahn nehmen sollen, aber weil das neue Mautsystem ja so kompliziert ist und wir die beiden nicht ins Unglück stürzen wollen, falls das Abrechungssystem mittlerweile auch ausländische Kennzeichen lesen kann, bleiben wir auf der Nationalstraße, der N125. Und so können sich die beiden mal ein Bild der Ostalgarve machen.



weiter geht es auf der N125 gen Westen

Unterwegs fällt uns ein, dass wir ja auch in Vilamoura bleiben könnten. Das wären 40km weniger und Vilamoura ist immer wieder schön für einen Bummel an den vielen schicken Yachten entlang. Wir haben unser Telefon nicht dabei und können den beiden keine SMS über unsere geänderten Reisepläne senden. Und so halten wir kurz mal an und sagen ihnen Bescheid. Ist gut, sagen sie, wir bleiben einfach hinter euch und lassen uns überraschen. Manfred und Rosi sind ja so patent und unkompliziert und je länger wir mit ihnen zusammen sind, desto mehr wachsen sie uns ans Herz. Es geht durch Olhão und Faro; durch beides kommen wir gut durch. Dann noch Almancil und schon kommt die Abzweigung nach Vilamoura.



wir erreichen Vilamoura und der Himmel reißt kurz mal auf

Es ist eine Wohltat, die schön angelegten Straßen und die vielen Palmen zu sehen auf der Fahrt nach Vilamoura. Es ist eine andere Welt hier. Dann rollen wir auf unseren angestammten Platz; die beiden steigen aus uns sind recht angetan von der Lage und dem hübschen Blick auf den Yachthafen. Wollt ihr gleich schon wieder loslaufen oder erstmal zwei Minuten verschnaufen, fragt Manfred. Denn das hatten wir in den letzten Tagen immer so gemacht, während die beiden bei sich an Bord nie fertig angezogen sind für draußen., keine festen Schuhe an und so weiter. Aber sie müssen ja auch nicht immer außen um ihr Wohnmobil herum ins Fahrerhaus steigen wie wir. Wir rappeln uns dann aber doch gleich mal auf, denn das Wetter hält sich gerade ganz gut; wir sehen einen Lichtstrahl am Himmel. Den beiden gefällt Vilamoura immer besser und es ist ja auch schick hier, obwohl die meisten der Restaurants und Geschäft jetzt geschlossen sind und erst Mitte Dezember wieder öffnen, wenn überhaupt. Wir laufen bis ans Ende des Hafenbeckens, wo die Skulptur steht und kehren auf dem Rückweg in ein Eiscafé ein, wo wir die einzigen Gäste sind. Abends um halb neun gehen wir zu den beiden an Bord und bleiben bis halb zwölf. Manfred hat tolle Musik auf seinem iPad, und wann hat Annette das letztemal so schöne alte Stücke von Genesis gehört?



ein Bummel durch den schicken Yachthafen von Vilamoura


 



hier gefällt es uns immer wieder



bis zu dieser Skulptur am Ende des Hafenbeckens laufen wir



Blick auf die Hafeneinfahrt



nur wenige Restaurants und kneipen sind geöffnet



und so stehen wir in trauter Gemeinschaft in Vilamoura



unsere Tagesroute ca. 67km

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