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Donnerstag, 21. November 2013



so sieht der Himmel um 7:10 Uhr aus

Eine klirrend kalte Nacht liegt hinter uns, und wir müssen morgens bei nur 10°C an Bord erstmal zwei Stunden lang kräftig einheizen. Um 7:10 Uhr wird der Himmel knallrot und sieht toll aus. Nur gut, dass wir die Zeitverschiebung haben und dabei unsere Uhren nicht verstellen, sonst wäre Herbert noch gar nicht auf den Beinen und könnte dieses Foto gar nicht gemacht haben. Für uns ist es also schon 8:10 Uhr und wir sind längst in Hut und Mantel. Oder jedenfalls müssen wir uns heute früh warm anziehen. Später sehen wir dann, dass unser Mieter, dem wir vor drei Wochen die Nebenkostenabrechnung geschickt und soviel mit dem Ausdrucken herumgedoktert hatten, die entsprechende Summe an uns gezahlt hat. Wir haben ihn als Mieter seit 2005, als wir diese Wohnung ersteigert und ihn wenig später in diese Wohnung einziehen lassen hatten. Und die Rostocker Wohnung, die wir ja auch noch haben, hat eine eigene Heiztherme, sodass der Mieter seine Heizkosten direkt an die Stadtwerke zahlt und wir damit kein Theater haben. Die Kosten steigen ja jedes Jahr so exorbitant, dass man sich als Vermieter immer irgendwie als Wucherer empfindet.



jede Muschel muss zumindest mal angeschaut werden

So, eigentlich hatten wir unseren Nachbarn für heute eine Radtour empfohlen, aber der Himmel ist bedeckt und es ist ziemlich ungemütlich draußen. Da macht eine Radtour bestimmt kein Vergnügen. Aber herumsitzen will auch keiner und so laufen wir um 11:30 Uhr (immer Ortszeit) mal los, und zwar am Strand entlang in die entgegengesetzte Richtung von gestern, nach Altura. Schade, dass man nicht barfuß gehen kann; der Sand ist total klamm und kalt. Wenn man einmal anfängt, nach Muscheln Ausschau zu halten, kommt man nicht mehr los davon.




eine kleine Sandbank hat sich gebildet

Irgendwann, denn es sind ja nur 3,4km, erreichen wir Altura. Manfred hat immer ein GPS-Gerät dabei und kann genau sagen, wie schnell wir gelaufen sind, wie lange wir gestanden haben, wieviel Höhenmeter und so weiter. Wir beide hinken ja immer so hinterher, was neue Technik angeht. Annette sagt immer, dass sie sich nicht fernsteuern lassen will und das Denken immer noch ganz gern sich selbst überlassen will. Aber irgendwann wird uns das ganze neumodische Zeug überrollen, während wir noch nicht mal ein Smartphone haben sondern so ein altes Ding von Nokia, das noch aufzuklappen geht und schon acht oder zehn Jahre alt ist.



jede Menge Wohnmobile stehen in Altura



wir kehren ein ins Restaurante Das Mares

Im Ort selbst ist fast nichts los, aber als einer von uns allen auf die Idee kommt, irgendwo zum Essen einzukehren, sind alle dafür zu begeistern. Dann sitzen wir im Restaurante Das Mares, und zwar draußen, weil es gerade mal etwas freundlicher aussieht am Himmel. Bei portugiesischem Salat und Sardinen und Muscheln und Goldbrasse. Es wird immer ungemütlicher, sodass wir uns anschließend direkt auf den Heimweg begeben. Den Rest des Tages verbringen wir an Bord hinter verschlossenen Türen, so kalt wird es. Für heute war Regen mit achtzigprozentiger Wahrscheinlichkeit angekündigt, aber gottlob bleiben wir davon verschont.



wir können sogar draußen sitzen, auch wenn es später zu kalt dafür wird



Annette klatscht in die Hände und alle Möwen nehmen Reißaus



der Himmel sieht bedrohlich aus

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