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Sonntag, 24. November 2013



wir laufen mal durch die Marina zum Waschsalon hin

Für heute ist ja Schönwetter angesagt, und tatsächlich ist der Himmel blau, als sich die Dunkelheit verzieht. Wenn auch klirrend kalt, als Annette um 8 Uhr den Müll wegbringt und dafür außen um den Stellplatz herum und am Hotel Tivoli vorbei muss. Ohne die Heizung geht es morgens derzeit gar nicht. Für 10 Uhr haben wir uns mit unseren lieben Nachbarn verabredet und wollen mit ihnen nach Portimão und in die ehemalige Sardinenfabrik, das heutige Museum von Portimão gehen. Sie sind noch nicht ganz fertig, und so gehen wir mal kurz in die Marina und schauen, ob es den Waschsalon mit den guten Miele-Maschinen noch gibt. Den gibt es, also wird wohl morgen ein Waschtag eingelegt.



ein Blick hinüber nach Ferragudo




Ankunft an der ehemaligen Sardinenfabrik - hier wurden die Körbe mit Fisch transportiert

Dann laufen wir los, vorbei am Hafen von Portimão und schon sind wir am Museum von Portimão. Annette fragt, ob der Eintritt am Sonntagvormittag noch frei ist? Ist er nicht bzw. jetzt immer am Samstagvormittag. Na egal. Der Eintritt beträgt dann 3 EUR und für Rentner 1,50 EUR. Von solch niedrigen Eintrittspreisen kann man in anderen Ländern nur träumen. Dann sind wir also in der alten originalen Fabrikhalle, und die beiden sind einigermaßen erstaunt, was sie hier erwartet. Wir waren hier ja schon mal vor zwei Jahren, und der Besuch des Museums von Portimão ist wirklich empfehlenswert. Dem Museum wurde in 2010 sogar der Museumspreis des Europarats verliehen. 



in der alten Fabrikhalle



alles ist sehr anschaulich dargestellt

Als wir so an den alten Maschinen vorbeigehen, kommt der Angestellte, der uns auch die Eintrittskarten verkauft hat und erklärt uns dies und das. Zum Beispiel, dass die Besitzer dieser und noch einer weiteren Sardinenfabrik Spanier waren, dass diese Fabrik hier von 1902 bis 1982 in Betrieb war, dass bis zu 500 Arbeiter hier beschäftigt waren, dass alles, was für die Produktion der Sardinenverarbeitung benötigt wurde, hier in der Fabrik hergestellt wurde. Das Blech für die Konservendosen, deren Beschriftung, die Verarbeitung der Sardinen usw. Dass im Untergeschoss das Regenwasser gesammelt wurde, mit dessen Dampf die Dampfmaschinen angetrieben wurden. Die Sirene, die in unterschiedlichen Abständen zu hören ist, ging früher immer dann los, wenn ein Schiff angelandet ist, Sardinen gebracht hat und die Leute zur Arbeit kommen sollten. Es ist also nicht die Pausensirene, wie wir vor zwei Jahren dachten. Der Angestellte erklärt uns noch dies und das und sieht uns später den alten Film anschauen, der Originalaufnahmen der Arbeit in der Fabrik und auf den Sardinenschiffen zeigt. Der Film ist von 1946, sagt er uns. Also wirklich, einen Besuch des Museums von Portimão sollte man unbedingt mit einplanen, wenn man in der Algarve ist.


 



hier sind jetzt die alten Dampfmaschinen ausgestellt



im Untergeschoss wurde früher das Regenwasser gesammelt und damit Dampf für die Dampfmaschinen produziert



in diesem maritimen Café ist es heute bestimmt zu windig



wir bummeln die Promenade von Portimão entlang



alles ist immer so schön aufgeräumt und sauber

Als wir das Museum verlassen, sehen wir nichts als Sonnenschein, als wir die Uferpromenade von Portimão entlanglaufen. Und wenn die Sonne lacht, lachen auch unsere Herzen, nicht wahr? Jetzt würden wir gern in das schicke Café an der Uferpromenade gehen, das so eine herrlich maritime Architektur hat, aber da ist es bestimmt zu windig. Und so landen wir stattdessen im Casa Inglesa von 1922 auf dem Hauptplatz, der an die Uferpromenade angrenzt. Bei Sonnenschein lebt es sich doch gleich ganz anders. Hier sitzen wir also eine ganze Zeit und erzählen dies und das. Es ist eine schöne Zeit mit den beiden, und so lange haben wir ja noch nie mit anderen Wohnmobilisten verbracht wie mit Rosi und Manfred. 



auf der Terrasse vom Casa Inglesa



ein Blick auf die Igreja Nossa Senhora de Conceição



wir bummeln ein wenig durch Portimão

Wir laufen dann noch durch die Altstadtgassen von Portimão. Die Stadt hat einen ziemlichen Verfall, und mancher Springbrunnen in der Stadt ist ausgeschaltet. Portugal hält sich eben strikt an die auferlegten Sparmaßnahmen und wir haben volles Verständnis dafür. Auf dem Praça 1 do Maio fängt der große Springbrunnen gerade an, das Wasser in die Höhe zu schießen. Ein schönes Schauspiel für uns alle, die wir auf einer Bank sitzen. Wir kommen dann noch an dieser und jener Kirche vorbei, laufen auch durch die hübsche Vía Vasco da Gama, die ein wenig weihnachtlich geschmückt ist und machen uns so langsam auf den Rückweg. Schade, dass Manfred sein GPS-Gerät heute nicht dabei hat, aber er schätzt, dass es am Ende so 12km gewesen sein können, die wir heute auf dem Buckel haben.



durch die Vía Vasco da Gama kommen wir


 



auf dem Praça 1 do Maio



heimwärts gehen wir über die Promenade von Praia da Rocha



das Wasser glitzert so schön im Gegenlicht



bei Schönwetter sieht doch gleich alles viel besser aus

Wieder zurück auf dem Stellplatz können wir noch eine Weile draußen in der Sonne bei Kaffee und Kuchen sitzen, aber dann verschwindet die Sonne doch allzu schnell hinter einem Hochhaus. Und dann wird es wieder empfindlich kalt, sodass ein jeder ins Wohnmobil flüchtet. Heute geht es uns übrigens so, dass wir nicht wissen, welchen Wochentag wir haben. Wir sind abends ganz erstaunt, dass ja heute Sonntag ist bzw. war. Wir gehen dann auch wieder recht früh zu Bett.



wir können noch eine Weile draußen sitzen

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