Donnerstag, 07. November 2013



weiter geht es auf der A7, und wir sind wie überall von Bergen umgeben

Unsere Reise geht weiter; um 9 Uhr sind wir auf der Piste, der A7. Das Verkehrsaufkommen ist bis Marbella ziemlich stark, aber wir können so mitrollen. Natürlich ist auch hier alles zugebaut mit Häusern, aber der Blick auf die Berge ist schön. Hinter Marbella sind nur noch weniger Autos unterwegs. Immer wieder kommen Abzweigungen oder Gabelungen zur AP7 (Autopista), die parallel zur A7 verläuft, aber kostenpflichtig ist. Man muss aufpassen, dass man immer rechtzeitig die richtige Spur erwischt.



überall wimmelt es von Beton

Dann ist auch Estepona erreicht. Irgendwann kommt eine Ausfahrt mit einem ganz unscheinbaren Schild nach La Línea. Als wäre La Línea irgendein Dorf und nicht die große Nachbarstadt von Gibraltar. Von Gibraltar kein Wort und auch nicht von der A383, die von hier aus dorthin geht. Jedenfalls biegen wir nach La Línea ab, weil wir uns auskennen und weil es sich um La Línea de la Concepción handelt. Weiter geht unsere Fahrt, und wir können den Felsen von Gibraltar schon von weitem sehen.



am Aussichtspunkt, dem Mirador El Higuerón, mit Blick auf den Felsen von Gibraltar

Wieder kommt ein Schild, ein braunes, das auf den Mirador El Higuerón hinweist. Mirador heißt Aussichtspunkt und so biegen wir mal ab. Es handelt sich um einen Parkplatz mit direkter Sicht auf Gibraltar. Der Parkplatz war mal richtig gut angelegt, ist aber mittlerweile ziemlich verwildert. Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung bis La Línea.



Durchfahrt durch La Línea de la Concepción



das Werk ist vollbracht, der Phoenix ist wieder eine Pracht

Wir kommen in die Stadt auf einer schnurgeraden  Straße. Links sehen wir einen Aldi und direkt gegenüber eine Waschanlage. Uff, endlich, denn unser Phoenix muss unbedingt gewaschen werden. Das tun wir jetzt mit vereinten Kräften und fahren dann auf derselben Straße weiter, kommen auch am Lidl vorbei, fahren immer weiter geradeaus und verheddern uns dann irgendwie bei der richtigen Abbiegung und landen schließlich mitten in der Altstadt. Immer enger werden die Straßen, aber am Ende finden wir den richtigen Weg.



immer tiefer kommen wir in die Altstadt von La Línea

Jetzt zur Brachfläche etwa 400m links neben dem Grenzübergang, aber oh Schreck, man kann da gar nicht mehr mit dem Wohnmobil und überhaupt stehen. Alle Zufahrten sind blockiert. Und wir hatten uns schon mit der Yamaha in Gibraltar herumflitzen sehen, zum Leuchtturm und zur Sandy Bay, Catalan Bay usw. Wo können wir denn jetzt bleiben? Wir fahren erstmal die Küstenstraße ab, aber alles ist rappelvoll von Autos. Dann in entgegengesetzter Richtung bis zum Kreisverkehr ganz am Ende, von dort in Richtung Stadt, wo wir nach 200m einen riesigen Parkplatz sehen. Total leer bis auf eine handvoll Autos und zwei Wohnmobile. Hier stellen wir uns also erstmal hin.



auf diesem großen Parkplatz von La Línea kommen wir unter

Kurze Zeit später kommen zwei Heinis in neongrünen Westen und fragen Parking? Yes, sagen wir. All day? Yes, sagen wir. Five Euros! Was? Herbert lacht ihnen schallend ins Gesicht, und Annette sagt Documenta? Haben sie nicht und trollen sich. Sie stehen dann noch eine Ewigkeit auf dem Parkplatz herum, aber es kommt keine neue Kundschaft. Wir warten bis 14 Uhr und gehen dann nach Gibraltar hinein. Was hier für ein Wind geht. Aber er ist ganz warm. Drüben in Gibraltar sind wir erstaunt, dass alles schon so komplett weihnachtlich geschmückt ist. Father Christmas steht in manchem Schaufenster, Schlitten und Rentier Rudolph und natürlich Weihnachtsbäume.



am Grenzübergang nach Gibraltar



wir laufen über die Rollbahn - das Airfield



Ankunft auf dem Hauptplatz von Gibraltar



alles ist schon auf Weihnachten eingestimmt



die perfekte Weihnachtskulisse



Annette hat sich eine GibLive! Zeitung geholt

Der Grund, warum wir hier sind ist, dass Herbert sich hier in Gibraltar ein Samsung Galaxy S4 kaufen will. Es gibt ja dutzende Elektronikgeschäfte auf der Main Street, aber entweder haben sie nur welche mit dem alten Prozessor (i9505 statt i9506), oder der Preis ist uns viel zu hoch mit 420 Pfund oder sie haben das Gerät gar nicht mehr oder nur das S4 Active, also das wasserdichte. Das kostet nochmal 50 Pfund mehr, hat aber eine schlechtere Fotoqualität. Kaufen wir also heute gar nichts und halten uns auch nicht mehr so lange in Gibraltar auf. Auf unserem Rückweg durch die Kasematten sehen wir wieder ein paar Affen, sogar eine Mutter mit einem Jungen, das nur faustgroß ist.. Am Grenzübergang wird in jede Einkaufstasche geschaut, weshalb es zu einem kleinen Stau kommt. Auf der spanischen Seite gehen wir zu Burger King und sind dann froh, als wir wieder daheim sind. Wir sind richtig fußlahm. Am Phoenix fehlt nix. Eine ruhige Nacht liegt vor uns.



auf der Main Street


 



die Affen trauen sich immer weiter hinunter vom Upper Rock



auf dem Heimweg



unsere Tagesroute ca. 91km

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