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Montag, 23. März 2015



weiter geht unsere Fahrt

Fleißig wie eine Biene sitzt Annette morgens um sieben schon wieder am Schreibtisch. Eine herrlich ruhige Nacht liegt hinter uns. Nicht mehr das Wummern vom TGV (Train de Grande Vitesse), dem französischen Hochgeschwindigkeitszug, von dem wir nicht gedacht hätten, dass er so schwerfällig klingt, nachdem er in den Bahnhof eingelaufen ist. Genauso wenig hatten wir ja gedacht, dass das Wetter in St-Jean-de-Luz so miserabel sein würde, dass wir ständig hatten an Bord hocken und uns dem Lärm aussetzen müssen. Der Parkplatz, auf dem wir jetzt hier in St-Bonnet-sur-Gironde stehen, füllt sich am frühen Vormittag so mit Autos, dass wir um zehn das Aussuchen der gestrigen Fotos abbrechen und erstmal losfahren wollen. Es sind auch nur so 30km bis zu unserem nächsten Ziel, Barzan-Plage.


 



es fährt sich mühselig auf der Küstenstraße

Wir kurven also weiter auf der Küstenstraße in Richtung Royan - Royan par la côte, auch wenn wir die Küste eigentlich nie zu sehen bekommen. Die Straße ist in keinem guten Zustand. Wir kommen durch Orte wie Conac, St-Dizant-du-Gua, St-Fort-sur-Gironde, Mortagne-sur-Gironde und St-Seurin-d'Uzet. Dann endlich können wir auch mal das Meer sehen oder das, was man für ein Meer halten könnte, denn die Gironde, die hier in den Atlantik mündet, hat gigantische Ausmaße. Das gegenüberliegende Ufer sieht man jedenfalls nicht. Es gibt zwei kleine Parkplätze namens Balcon de l'Estuaire, Balkon der Mündung. Jetzt ist aber gerade Ebbe; das Wasser ist stark zurückgegangen. Dann erreichen wir Barzan-Plage, aber der Platz, auf dem wir früher immer gestanden hatten, sieht bei dem heutigen Wetter richtig traurig und trist aus. Hier wollen wir nicht bleiben, sondern weiterfahren zum Nachbarort namens Talmont-sur-Gironde. Dort gibt es einen Parkplatz auch für Wohnmobile, aber derzeit bauen sie dort um. Die Zufahrt ist gesperrt. Mist, wo sollen wir jetzt hin? War die ganze Fahrt die leidige Küstenstraße entlang für die Katz?



Durchfahrt durch Mortagne-sur-Gironde



ohne Sonne sieht alles nicht so gut aus



hier können wir endlich mal das Wasser der Gironde sehen, auch wenn gerade Ebbe ist

Wir fahren dann erstmal weiter in Richtung Royan, füllen dort auch unseren Kühlschrank auf und beschließen, nach Marennes zu fahren. Dort waren wir in 2012 mal, und es hatte uns damals gut gefallen. Wir befinden uns nun im Département La Charente Maritime. Der Ort Marennes ist ja die Stadt der Austern - La Cité de l'Huître (wer hat sich eigentlich die wahnsinnige französische Schreibweise ausgedacht?), und in einem der Kreisverkehre sieht man zwei Hände, die gerade eine Auster öffnen. Wir durchfahren Marennes und halten uns in Richtung der Landzunge, wo sich auch das Austernmuseum befindet. Puh, wieviel Wohnmobile hier stehen. Damals, im Juni 2012, waren wir hier ganz allein. Na ja. Die Sonne lacht und wir setzen uns nach draußen. Hier quaken auch die Frösche, und quakende Frösche finden wir gut. Abends wird der Himmel ganz rot und füllt sich der Kanal direkt vor unserer Haustür. Die Flut kommt. Und mit ihr kommen noch etliche andere Wohnmobile, sodass wir spät abends zu dreizehnt hier stehen. Und dabei ist es erst März.



wir erreichen die Austernregion



überall werden hier Austern gezüchtet


 



wir erreichen Marennes



durch Marennes geht es auf dem Weg zu unserem heutigen Ziel



wir wollen zur Landzunge, wo sich auch das Austernmuseum befindet


 



vor drei Jahren haben wir hier noch ganz allein gestanden



wir wollen etwas Sonne tanken

die Sonne wird am Abend ganz rot, und das Wasser fließt in den Kanal zurück



unsere Tagesroute ca. 83km

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