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Freitag, 13. März 2015



so liegt der Stellplatz von Aveiro - am Kanal

Schon wieder Freitag, der dreizehnte. Na ja, die Kalendertage und Wochentage im Februar und März fallen halt immer gleich, wenn kein Schaltjahr ist. Heute wollen wir mal weiterziehen. Beim Losfahren werfen wir einen letzten Blick auf den Canal Central, der ja so nah zum Stellplatz liegt bzw. daran vorbeiführt, sodass man aus dem Fenster die grünen Holzboote vorbeituckern sehen kann. Dann sind wir auf der Autobahn, der A25, in Richtung Viseu. Es gibt zwei Gastankstellen auf diesem Stück Autobahn, und wir füllen eine unserer Gasflaschen. Dann gondeln wir schön dahin auf guter Fahrbahn. Viseu ist etwa 80km entfernt. Wir lassen uns dann vom Navi zum Stellplatz führen, der aus einem Großparkplatz besteht mit Extraflächen für Wohnmobile. Es ist extrem warm, als wir aussteigen und losgehen in die Stadt.



ein letzter Blick auf Aveiro von der Autobahnbrücke aus



weiter geht es auf der A25 in Richtung Viseu



wir erreichen Viseu und lassen uns vom Navi zum Stellplatz führen



so stehen wir hier, auf extra für Wohnmobile ausgewiesenen Plätzen



Großstadtgetümmel - auf dem Weg zur Altstadt von Viseu

Allzu weit von der Innenstadt ist der Stellplatz dann nicht; wir laufen nur die Avenida António José Almeida entlang, bis wir uns irgendwann auf dem Praça da República, der hier auch Rossio genannt wird, wiederfinden. Viseu (Liebe Leser, bitte nicht Visoy sagen, wie es fast alle, die wir unterwegs trafen, getan haben. Die Stadt heißt Vi-se-u.) war damals, in 2002, auf unserer allerersten gemeinsamen Fahrt nach Portugal, die allererste Stadt, die wir besichtigt hatten. Aber jetzt erkennen wir kaum etwas wieder. Oder war das gar nicht hier? Annette hatte sich damals ein Jeanskleid gekauft, und die kleine Einkaufsgasse war so nett. Jetzt wirkt alles so großstädtisch hier. Überhaupt ist hier ein richtiger Trubel. Und dann die Hitze; als wären wir in den südlichsten Gefilden überhaupt. So schön warm war es an der Küste nicht.



Ankunft am Praça da República bzw. auf dem Rossio



auf dem Rossio steht auch das Rathaus



wir gehen erstmal zu dieser Kirche

Wir laufen dann erstmal zu einer Kirche, von der wir im ersten Moment annehmen, dass es die Kathedrale ist. Ist sie aber nicht. Von dort aus kommen wir in einen schön angelegten Park namens Parque Aquilino Ribeiro, den die Stadt in 2011 nach Umbauarbeiten neu eingeweiht hat. Wie hier die Bäume in voller Blüte stehen. Zwei kleine Teiche gibt es hier, und jede Menge Leute, die durch den Park flanieren. Wir gehen dann zurück zum Rossio und lassen uns am Kiosk der Touristinformation einen Stadtplan geben. Wir lassen uns den Weg zur Kathedrale zeigen, gehen dann aber eine andere Route durch die Straßen von Viseu. Es ist hübsch hier, aber die Stadt hat für uns schon ein irgendwie spanisches Gesicht. Dann sind wir an der Catedral de Santa Maria de Viseu, die aber geschlossen ist. Hier und da um den Platz der Kathedrale herum gibt es kleine Läden, die religiösen Krimskram anbieten. Aber das ist ja überall so.



das Wasser im Springbrunnen rauscht und rauscht



im Parque Aquilino Ribeiro blühen die Bäume



wie schön es hier ist



ein Blick in die schicke Rua da Paz



wir wandeln durch die Rua Dr. Luís Ferreira



so schöne gekachelte und bemalte Straßennamen hat man in Viseu



auf dem Praça Dom Duarte



diese Kirche, die Igreja da Misericórdia, steht der Kathedrale direkt gegenüber



dies ist die Kathedrale - Catedral de Santa Maria de Viseu

Auf unserem weiteren Weg kommen wir durch das Porta do Soar, das letzte von sieben Toren der Stadtmauer von Viseu. Man hat die Stadtmauer erst im frühen 15. jahrhundert gebaut, viel zu spät, denn spanische Invasionen hatte es bereits in 1372 gegeben. Bis dahin, also bis 1439, als man auf Anordnung von Lissabon endlich mit dem Bau einer Stadtmauer begonnen hat, hatten die Einwohner keine Festung oder Mauer, wohin sie hätten flüchten können. In 1385, bei einem weiteren spanischen Angriff, hat man Zuflucht im Innern der Kathedrale gefunden. So, wir begeben uns jetzt erstmal auf den Rossio, wo wir Zuflucht in eines der Café nehmen wollen. In der Esplanada do Rossio, einem Pavillon. Von dort aus gehen wir nochmal zurück in den Park, denn wo hat man schon solchen Frühlingsausbruch gesehen wie hier? Dort, am Teich, essen wir uns noch zwei Toasts und schauen ein paar Jongleuren zu, die hier üben. Der Park scheint sehr beliebt zu sein bei jung und alt. Dann machen wir uns auf den Heimweg, und Annette kauft noch ein paar Birnen in einem der kleinen Minimercados. Wir sitzen dann noch eine Weile draußen, und selbst am Abend um halb acht haben wir noch 27°C an Bord. So heiß war es heute. Wir stehen abends mit zwei weiteren Wohnmobilen auf dem Stellplatz.



das einzig verbliebene Tor der Stadtmauer, das Porta do Soar, ist seit 24.12.1915 nationales Denkmal



so klein und bescheiden sieht das Porta do Soar aus


 



jetzt genehmigen wir uns erstmal einen Cappuccino und einen Galão (zusammen für 2 Euros)


 



die Banco do Portugal steht auf dem Rossio



hier im Park setzen wir unsere Cafétour fort



wir machen uns auf den Heimweg



unsere Tagesroute ca. 80km

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