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Montag, 02. März 2015



im Windschatten lässt es sich gut aushalten

Heute ist Markt in Caldas da Rainha, und für den sind unsere Havelländer Nachbarn schon gestern nach Caldas da Rainha gefahren. Weil sie heute keinen Parkplatz mehr bekommen würden, so hatten sie es uns erzählt. Also wir lieben ja nun wirklich alles an Portugal, aber mit diesen Wochenmärkten können wir gar nichts anfangen. Die sind so einfach und armselig. Allein, wie die Stände aufgebaut sind; also die sprechen uns gar nicht an. Wenn wir da an die französischen Märkte denken. Die haben so richtige Savoir-vivre - Lebensart. Na gut, da sind die Preise auch viel höher. Bis zum frühen Nachmittag sind wir heute also allein hier. Das Wetter ist nicht so übel; es ist nicht kalt, sodass wir gut draußen im Windschatten sitzen können. Heute beendet Annette das Buch "Escudo" und lässt sich von Herbert das Kindle geben, damit sie, während Herbert nun mit "Escudo" anfängt, auf dem Kindle "Ich bin dann mal weg" lesen kann. Nach den ersten paar Zeilen ist es Annette, als würde sie den Hape Kerkeling direkt hören können. Es ist irgendwie ganz witzig, das ganze.



ein Blick auf unser Umfeld

Dann sind die Nachbarn zurück. Sie haben sich auf dem Markt ein paar Bäumchen für daheim gekauft, unter anderem einen Zitronenbaum. Der Nachbar zeigt Herbert alles. Sie sagen, dass hier an der Westküste - wir sind hier ja an der Silberküste - die Qualität und die Preise ganz anders seien als in der Algarve. Auch die Qualität der Lebensmittel finden sie hier besser als unten, ganz allgemein, nicht nur auf den Märkten. So, heute ist für Annette der 7. Abend ohne Schokolade. (Sie liebt Schokolade über alles.) Jetzt hat sie es überstanden. Sie hatte nämlich, nachdem sie im Fernsehen gehört hatte, dass Schokolade nicht dick macht, einen Selbstversuch unternommen und jeden Tag, vor allem abends, manchmal auch schon gleich früh morgens, Schokolade gegessen. Angefangen hatte sie Mitte Dezember. Und immer die großen 300g Tafeln. Das müssen gut 2kg gewesen sein. Und letzten Dienstag hatten wir dann plötzlich keine Schokolade mehr im Haus. Mei, war das ein anstrengender Abend. Da standen wir ja in Coruche direkt neben einem Lidl. Annette konnte an nichts anderes als an Schokolade denken; sie war ganz unruhig, ganz ehrlich. Herbert fragte sie mehrmals, ob er schnell zum Lidl rüberlaufen und ihr eine Schokolade kaufen soll? Nein, sie wollte ab jetzt ohne Schokolade sein. Die ersten zwei Abende fielen ihr schwer, aber jetzt ist alles wieder gut. Und es stimmt: die Schokolade hat sie nicht dick gemacht. Alle Kleidung passt noch genauso wie vorher. Die alte Jeans, die schon 5 Jahre alte ist, kneift nirgends. Aber irgendwie hat die Schokolade süchtig gemacht. Man muss eisern sein, um davon wieder loszukommen. Und mit Haribo und Limonaden und dem ganzen bunten Zeug ist das alles bestimmt noch viel schlimmer. Und genau das will die Industrie ja.



jetzt hat sich Annette mal das Kindle von Herbert geliehen

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