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Freitag, 27. März 2015



wir verlassen Marennes

Auf einen Tag Regen folgt ein Tag Sonne. Jedenfalls scheint die Sonne morgens um halb acht in unser Schlafzimmerfenster. Das Wetter wäre also ideal zum Weiterfahren, und wir überlegen uns, ob wir mal wieder nach La Rochelle fahren, uns in den Hafen stellen sollen. Und weil heute Freitag ist, sollten wir recht zeitig dort ankommen, denn wir kennen ja den Wochenendandrang. Also fahren wir gegen halb elf los. Auf der D733 kommen wir sehr gut voran, aber in Échillais halten wir mal beim Super U an. Das Einkaufen ist ja doch immer ein Vergnügen in Frankreich. Heute haben sie beim Super U Miesmuscheln im Angebot für 1,95 EUR das Kilo. Aber wir haben ja noch den Rest unserer Bohnensuppe.



diese Brücke geht über die Charente

Kurz vor Rochefort geht eine große Brücke über die Charente, den Fluss, der der Region den Namen gegeben hat: Charente Maritime. Autobahnähnlich geht es dann auf der D137 weiter, aber der Himmel ist schon wieder ganz zugezogen. Irgendwo müssen wir ja noch unsere Tanks leeren, denn eine Entsorgungsstation gibt es im Hafen von La Rochelle nicht. Also schaltet Annette mal das Navi ein: Es gibt einen Stellplatz am Surfstrand von Aytré, 3,1km von unserem Standort entfernt. Biegen wir also ab. Wir werden durch den Ort geführt und fahren schmale Straßen entlang. Dann können wir schon mal die Strandbucht sehen. Ganz am Ende gibt es dann einen Platz für Wohnmobile, die aber, so verstehen wir es, von 22:00 bis 9:00 Uhr nicht dort stehen dürfen. Eine Entsorgungsstation gibt es auch, etwas schmuddelig, aber besser als gar keine. Der Hahn für Frischwasser wurde abgebaut. Während wir die Tanks leeren, kommen schon die ersten Regentropfen herunter. So ein Mist.


 



weiter geht unsere Fahrt in Richtung Norden



hier in Aytré-Plage wollen wir zum Stellplatz zum Entsorgen



immer enger wird die Straße



hier, auf dem Stellplatz von Aytré, können wir entsorgen

Jetzt aber schnell nach La Rochelle und zum Stehen kommen. Auf der Schnellstraße biegen wir ab zum Port des Minimes und halten uns immer in diese Richtung. Der Port des Minimes ist sehr gut ausgeschildert. Zunächst fährt man im Hafengelände an riesigen Parkplätzen für Autos vorbei. Überall sind Parkverbotsschilder für Wohnmobile. Wer sich hier nicht auskennt, wird denken, dass Wohnmobile hier überall verboten sind. Aber ganz am Ende gibt es den Parkplatz Lazaret, wo Platz für 31 Wohnmobile ist. Es ist schon wieder ganz schön krass, wieviel Wohnmobile hier stehen. Von den 31 Plätzen sind nur 9 frei. Wir stellen uns dann ganz an den Rand, damit wir nur ein einziges Wohnmobil neben uns haben. Mit einem Franzosen, der gerade draußen steht und uns beim Rangieren zugeschaut hat, kommen wir ins Gespräch. In einem Mix aus französisch, englisch und deutsch erzählt er uns, dass er schon seit vier Jahren im Wohnmobil lebt. Er zeigt auf einen anderen Nachbarn und sagt, dass dieser schon seit 15 Jahren unterwegs sei. Er will auch wissen, ob wir zum erstenmal in La Rochelle seien? Nein, zum drittenmal. Wir fragen ihn, ob die Elektroboote jetzt gingen, wie damals im Juni 2012. Nein, sagt er, die gingen nur in den Ferien. Huch, jetzt müssen wir aber schnell an Bord gehen; jetzt kommt der Regen gleich ganz dicke. Wir machen es uns dann gemütlich und sitzen den Regen aus. Der Abend fällt heute deutlich milder aus als in Marennes. Trotz Regen ist es ein Kommen und Gehen im Hafen. Die Masten und Takelagen der Segelboote klappern im Wind, was wir immer sehr gern hören. Spät abends scheinen alle 31 Wohnmobilplätze belegt zu sein, denn zwei Wohnmobile stehen auf Autoplätzen, was mit 35 EUR Strafgeld geahndet werden kann. Aber vielleicht nur im Sommer.



wir halten uns in La Rochelle immer in Richtung Port des Minimes - alles ist gut ausgeschildert



im ersten Moment sieht man nur Parkverbotsschilder für Wohnmobile . . .



. . . aber hier, auf dem Parkplatz Lazaret, gibt es 31 offizielle Stellplätze für uns Wohnmobilisten



ein Blick ins Umland vom Freizeithafen



und so haben wir uns hingestellt, ganz an den Rand, wo wir nur einen Nachbarn haben



ein Blick aus dem Fenster



unsere Tagesroute ca. 55km

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