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Samstag, 08. März 2014



wieder sitzen wir im 714er Bus nach Lisboa

Es ist lange her, dass wir so viel Zeit für die Auswahl der Tagesfotos gebraucht haben wie für die gestrigen. Um halb elf sind wir endlich mit allem fertig, können dann frühstücken und losfahren. Diesmal steckt auch Annette in Sandalen, so wie der Herbert das gestern schon getan hat. Kaum, dass wir an der Bushaltestelle sind, kommt der Bus auch schon. Perfekt. Und die eine Stunde Busfahrt kommt uns auch nie lang vor, weil es immer etwas zu sehen gibt. Dann sind wir wieder in der Stadt und kaufen uns im Casa da Sorte (Haus des Glücks) zwei weitere Tagestickets bzw. lassen wir die Tage auf unsere alten Tickets buchen, denn die sind ja wiederaufladbar (sie sind aus Papier und haben einen Magnetkern). Annette fragt, ob die neuen Tage nahtlos weiterlaufen und nein, erst läuft der alte Tag ab und der neue beginnt erst, wenn man die Karte zum erstenmal benutzt. Perfekt. Und man spart einen Euro dabei.



überall lockt die Verführung



Pfadfinder sind in der Stadt

Wir laufen dann zur Haltestelle der Eléctrico der Linha 28. Es ist eine so hübsche Fahrt. Die Tram fährt auf dieser Linie fast einmal durch die ganze Stadt und man hat dann alles gesehen. Zuerst sind wir in Fahrtrichtung Prazeres unterwegs. Der Waggon ist fast leer, sodass wir schöne Fotos machen können. Immer wieder steht Annette hinten und fotografiert aus den Rückfenstern heraus. Und immer wieder gibt es enge Stellen, wo die Eléctrico gerade so durchpasst. Es wird auch viel gebimmelt unterwegs, damit die Autos aus dem Weg fahren. An der Endhaltestelle steigen wir aus, laufen zwei Meter weiter zum Einstieg, während der Fahrer eine kurze Pause macht. Schade nur, dass es auf der Fahrt in die Stadt zurück so extrem voll ist. An jeder Haltestelle kommen weitere Leute an Bord. So ein Waggon hat 20 Sitzplätze und 38 Stehplätze, aber es sind definitiv mehr als 38 Personen, die sich im Gang quetschen. An jeder Haltestelle stehen die Leute mit ihren Smartphones und machen Fotos, wenn die Bahn angerumpelt kommt. Für uns sind die alten Straßenbahnen das Wahrzeichen von Lissabon, und so geht es wohl allen anderen Leuten auch.



wir fahren mit der Eléctrico, Linha 28



alles ist original alt hier



Herbert lehnt aus dem Fenster und schießt ein Foto nach dem anderen



ein Blick aus dem Rückfenster



die Linie 28 fährt eine sehr hübsche Route durch die Stadt



all diese Fotos entstehen während der Fahrt mit der Eléctrico


 



wir sitzen immer noch in der Tram - Blick auf die Basílica da Estrela



hier ist Endstation der Linha 28



jetzt geht es zurück in die Stadt



alles aus dem Seitenfenster der Tram



überall rumpelt die Eléctrico vorbei



jetzt geht es bergauf und an der Kirche Santo António da Sé vorbei

Als wir schon glauben, bis zur Endstation - Estrela (Stern) - fahren zu müssen, weil wir wohl nicht aussteigen können vor lauter Leuten, wird es an der Haltestelle am Aussichtspunkt Santa Luzia schlagartig leer. Schwupp, sind auch wir draußen und können uns wieder bewegen. Der Blick vom Aussichtspunkt über die Dächer der Stadt und auf den Tejo ist grandios. Kurz überlegen wir, ob wir noch höher hinaufgehen sollten, zum Castelo. Aber das machen wir dann doch nicht. Wir laufen wieder hinunter und zurück zur Innenstadt. Kommen dabei an der Kirche Santo António da Sé vorbei, wo mehrere umgebaute Piaggios stehen, die unter dem Namen Tuk Tuk Lisboa durch die Straßen knattern. Mit einem ziemlichen Lärm und Gestank.



wir sind am Aussichtspunkt Santa Luzia angelangt



es ist schön, über die Dächer von Lisboa und auf das Kloster São Vicente de Fora da hinten links zu schauen



hier geht es hinauf zum Castelo



zu Taxis umgebaute Piaggios warten an der Santo António Kirche auf Kundschaft



Tuk tuk kann die Fahrt losgehen



wir sind zurück in der Baixa (Baischa), auf der Rua de Comercio



jetzt erstmal ein Eis



man kann auch mit diesem Ungetüm durch Lisboa fahren (der Praça do Comercio im Hintergrund)



Blick auf das Hieronymiten-Kloster im Stadtteil Belém

Wir laufen zurück bis zum Praça do Comercio, wo wir in die E15, eine moderne Tram einsteigen und nach Belém fahren. Das E in E15 steht wohl für Eléctrico. In Belém angekommen, wandeln wir ein wenig durch die Parkanlagen. Heute am Samstag sind viele Leute mit Kind und Kegel hier. Auf der Rua de Belém gibt es eine traditionsreiche Konditorei namens Pastéis de Belém. Seit 1837. Hier stehen die Leute in Massen an. Das hatten wir gestern schon aus dem Busfenster heraus gesehen. Jetzt gehen wir auch mal hin, haben aber keine Lust, uns in die Schlangen einzureihen. Es gibt hier nur die kleinen Blätterteigteilchen mit Puddingfüllung, die sich Pastel de Nata nennen. Ausschließlich diese kleinen Teilchen von etwa 4 oder 5cm Durchmesser.



dies ist das Denkmal der Entdeckungen, am Ufer des Río Tejo



im Park von Belém ist man heute mit Kind und Kegel unterwegs



hübsch ist es in Belém, darum ist auch kein freier Tisch zu bekommen


 



an der traditionsreichen Pastelaria - Pastéis de Belém - stehen die Leute Schlange



auch drinnen drängt sich die Kundschaft

Ein paar Meter die Straße hinauf gibt es die Padaria Portuguesa, die portugiesische Bäckerei. Dort ist das Sortiment viel umfangreicher. Und auch alles hausgemacht. Hier kaufen wir ein drei Stück Torte und vier Semmeln und nehmen das alles mit nach Hause. Wir sind ja ganz in der Nähe zum Hieronymiten-Kloster bzw. dem Mosteiro dos Jerónimos. Dort hält auch der Bus der Linie 714, mit dem wir wieder heimfahren wollen. Vorher trinken wir uns noch eine Cola und ein Wasser im Bananacafé, einem wie zu einer Eléctrico umgebauten Verkaufswagen. Mei, wie das dauert, bis man an der Reihe ist. Um 17 Uhr steigen wir in den Bus und sitzen dann noch bei uns draußen auf unserer Holzbank bei Kaffee und Torte, die sehr fein im Geschmack ist. Dann erholen wir uns von den heutigen Strapazen. Für morgen ist ja etwas Regen angekündigt, aber vielleicht bleiben wir ja verschont.



bevor wir heimfahren, müssen wir schnell noch etwas trinken



Wann kommt der Bus endlich?



jetzt essen wir uns die Stücken Torte

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