d01.jpgd02.jpgd19.jpgd04.jpgd11.jpgd21.jpgd06.jpgd10.jpgd18.jpgd13.jpgd08.jpgd07.jpgd14.jpg

Freitag, 07. März 2014



wir verlassen das Cabo de Espichel

Der Wind hier am Cabo de Espichel geht heute wieder stärker, aber wir wollen eh weiterziehen, nach Trafaria, der anderen Spitze der Halbinsel, wo der Río Tejo mündet. Die Gegend hier ist ja dünn besiedelt, und da leistet uns das Navi mal gute Dienste. Durch ein paar Dörfer kommen wir und durchfahren dann Fernao Ferro, ein langgezogener und etwas größerer Ort. Kurz danach geht es auf die Autobahn A2, die hier kostenfrei ist. Nach wenigen Kilometern sehen wir schon Cristo Rei (Crischtu Rey), die große Christusfigur, die über Lissabon wacht.



von der A2 aus sehen wir schon Cristo Rei

Ach, sagt Herbert, das ist  mir jetzt ein zu großer Umweg nach Trafaria, wenn wir eh wieder hierher zurückmüssen, um über die große Brücke zu kommen. Lass uns Trafaria vergessen und stattdessen zum Cristo Rei fahren, auch mit dem Lift bis hoch hinauf in die Figur. Gib' mal Belém ein als grobe Richtung. Kurz vor der Zahlstelle der Brücke, der Ponte 25 de Abril, verpassen wir die Ausfahrt zum Cristo Rei und müssen nun erstmal über die Brücke. 3,75 EUR sind zu zahlen, und dann findet Herbert, dass wir nicht nochmal zurückkehren sollen, mit dem Stau und allem.



an der Zahlstrecke vor der Ponte 25 de Abril (man zahlt nur in dieser Richtung, die andere ist kostenfrei)

Über die Brücke geht es und in Richtung Belém. Annette will nicht nach Belém und das Wohnmobil da parken und in die Stadt hinein. Nach Lissabon will sie schon gar nicht. Herbert will auf einmal zum Camping Lisboa für ein paar Tage, und am Ende ist  Annette das alles egal. Fahren wir eben zum Camp. Navi wieder an und 4,5km durch die Stadt kurven. Um 12:15 Uhr Ortszeit kommen wir auf dem Camping Lisboa an. Eine Nacht kostet 22 EUR mit Strom, WIFI und allem. Wir buchen erstmal für 3 Nächte und haben gleich schon 59,40 EUR zu zahlen (10% Rabatt als ADAC-Mitglied). Den Platz, den wir uns aussuchen, ist dann ganz schön. In der Sonne. Jeder einzelne Platz auf dem Lisboa Camping hat ja seinen eigenen Wasseranschluss und -abfluss, Stromanschluss, Mülleimer, Holztisch mit Bänken.



Cristo Rei wacht über Lisboa



es geht über die schöne Brücke, die Ponte 25 de Abril (die prächtigsten Bauten beziehen sich immer auf den 25. April)



ein erster Blick auf Lisboa



der Río Tejo ist hier riesig breit



jetzt fahren wir mitten durch die Stadt auf dem Weg zum Lisboa Camping



Ankunft am Camp



so sind wir auf dem Camp untergekommen

Wir sitzen dann auch nicht lange herum, sondern machen uns fein für die Stadt. Der Bus der Linie 714 fährt alle 20 Minuten; die Haltestelle ist ja fast genau vor der Haustüre. Und schon sitzen wir im Bus, zahlen dort 1,80 EUR pro Person, egal, wie weit die Fahrt ist. Wir fahren bis Endstation (Terminal), bis zum Praça da Figueira. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde, genug Zeit, sich auf Lissabon - Lisboa (Lishboa) einzulassen. Man muss sich immer wundern, wie der Bus es durch die engen Straßen, die zudem noch mit Autos zugeparkt sind, schafft. Und der Bus bleibt in keinem einzigen Stau stecken.



mit dem Bus der Linie 714 fahren wir nach Lisboa hinein



auf dem Praça da Figueira ist die Endstation vom Bus



man kann sich mit solchen skurrilen Taxis durch die Stadt kutschieren lassen



dieses prächtige Café bzw. diese Confeitaria von 1829 steht auf dem Praça da Figueira

Dann sind wir also mittendrin in Lisboa. Es ist wie im Sommer bei 24°C. Unser erster Weg führt erstmal zum Rossio zu einem der kleinen Kioske namens ASK ME LISBOA, wo wir uns zwei Tagestickets für die Benutzung aller Busse und Eléctricos der Stadt kaufen wollen. Diese Tickets müssen wir im Casa da Sorte kaufen, heißt es am Kiosk. 6,50 EUR kostet so ein Tagesticket jetzt. Gleich auf der Ecke am Rossio gibt es so ein Casa da Sorte, das eigentlich ein Lottogeschäft ist. Dann bummeln wir durch die Stadt, gehen ins Hardrock Café, wo wir zwei Gitarren als Anstecknadeln kaufen. (Wieder gibt es 10%, als wir mit der ADAC-Kreditkarte bezahlen wollen.)



im Casa da Sorte kaufen wir uns die Tagestickets für Bus und Tram und Metro



auf dem Rossio



das Wellenmuster auf dem Rossio kann einen richtig meschugge machen



ihm tanzt niemand auf der Nase herum



Blick auf das Theater auf dem Rossio



wir bummeln durch die Stadt



im Theaterviertel


 



Alltagsszenen von Lisboa



vom Praça da Figueira hat man einen tollen Blick auf das Castelo hoch oben über der Stadt



auf der schicken Rua Augusta

Als wir so durch Lisboa laufen, finden wir, dass sich die Stadt nicht sonderlich verändert hat, vor allem nicht verschlechtert, wovor Annette Angst hatte. Wir laufen durchs Stadtviertel Chiado, wollen zum alten Café A Brasileira, wo wir sogar einen freien Tisch ergattern. Man glaubt ja nicht, wieviel Leute in der Stadt unterwegs sind. Die Bedienung lässt lange auf sich warten und derweil geht uns das Gedudel eines Straßenmusikanten so auf die Nerven, dass wir Reißaus nehmen, noch bevor wir bestellen. Dann kommen wir am Elevador, dem herrlich alten Aufzug vorbei, wo die Leute Schlange stehen für die Fahrt in die Oberstadt. Über die prächtige Rua Augusta (Auguschta) laufen wir und finden uns auf dem Praça do Comercio wieder. Dieser Platz war bei unserem letzten Besuch in 2009 gesperrt wegen Bauarbeiten. Jetzt kommt uns der Boden so modern vor. War der früher nicht gepflastert, wie es überall im Land üblich ist? Wir sind schon recht fußlahm und finden einen freien Tisch im Café Cantina hier auf dem Praça do Comercio. Uff, eine Pause kann Wunder wirken. Wir überlegen jetzt, ob wir von hier aus zu einer der Bushaltestellen der Linie 714 gehen sollten oder doch lieber zurück zum Praça da Figueira, wo wir in den leeren Bus einsteigen würden, der ja von da aus wieder losfährt (in Richtung Outurela). Und das machen wir dann auch, steigen kurz vor 18 Uhr in den Bus, benutzen die Tagestickets, die von jetzt an 24 Stunden gelten. Eine Stunde später sind wir wieder daheim und fallen aufs Sofa. Eine Großstadt kann einen ganz schön schlauchen. Und morgen wollen wir natürlich wieder hinein in unsere Lieblingsstadt.



Juweliergeschäfte gibt es hier genug



dieser Wagen verkauft Musik-CDs



wir sind im Chiado-Viertel



im Chiado-Viertel ist alles gut erhalten



am Café A Brasileira sitzt Fernando Pessoa jahrein, jahraus



vorbei geht es am Elevador



Blick auf den Elevador in seiner Pracht



wieder sind wir auf der Rua Augusta



Ankunft auf dem Praça do Comercio



ein kurzer Blick auf den Río Tejo



der Praça do Comercio hat gewaltige Ausmaße



die Cafés sind hier gut besucht



wir sind in der Cantina gelandet






unsere Tagesroute ca. 47km

back       |      next