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Montag, 03. März 2014



auf dem Stellplatz von Porto Covo müssen wir unsere Tanks leeren und füllen

Nachdem es gestern nur geregnet hatte, sehen wir heute die Sonne wieder. Und da wollen wir auch gleich aufbrechen zu neuen Ufern, und zwar zur Lagune von Santo André. Vorher aber müssen wir noch hier am Stellplatz von Porto Covo die Tanks leeren und füllen. So leer war unser Frischwassertank noch nie. Schrecklich, wie es am Stellplatz aussieht. Der Boden total aufgeweicht und zerfurcht, die Entsorgungsstelle überschwemmt und versifft. Nach mehreren Jahren unterwegs im Wohnmobil wird das Entsorgen immer ekliger für Annette. Dann fahren wir nach Sines zum Lidl. In der Stadt sehen wir Plakate für den Karneval, der hier vom 15. Februar bis 5. März geht. Nach dem Lidl geht es auf die Via Rápida, die Schnellstraße, die uns ins 10km entfernte Santo André bringt.




die Stadt Sines ist sehr industriell



die Landschaft ist ursprünglich im Parque Reserva Natural das Lagos de Santo André e Sancha

Wir biegen ab nach Santo André, sehen dann aber ein Schild: Lagoa de Santo André, geradeaus. Fahren wir also wieder hinauf auf die Schnellstraße und bleiben noch ein paar Kilometer drauf. Dann aber geht es zur Lagune, zuerst durchs Dorf Brescos und anschließend ins Dorf Costa de Santo André. Am Ende des Dorfes sehen wir sowohl das Meer als auch die Lagune, wobei gerade Ebbe ist und die Lagune kaum Wasser hat. Wo stellen wir uns jetzt hin? Vielleicht direkt an die Lagune? Aber so richtig gefällt uns der Parkplatz da nicht, und so fahren wir den Sandweg entlang, der in die Dünen führt. Für eine Nacht passt das schon. Aber um Gottes willen, was geht denn hier für ein Wind? Selbst die Möwen kommen nicht dagegen an. Aber zumindest lacht die Sonne.



wir erreichen das Dorf Costa de Santo André an der Lagune



alles ist nur dünn besiedelt



wir parken in den Dünen



Blick auf die Lagune - noch ganz ohne Wasser

Wir sitzen dann auch gar nicht lange herum, sondern gehen gleich mal los zu Lagune und zum Strand. Zwei Restaurants gibt es hier auch, aber alles ist sehr einfach hier. Der Sandstrand ist wie Sägemehl, aber der Blick aufs Meer ist großartig. Die Lagune ist ja so gut wie trocken. Direkt am Strand steht ein Gedenkstein, der an das tragische Unglück vom 9. Januar 1963 erinnert, bei dem 17 Fischer wegen einer Riesenwelle (uma onda gigante) ihr Leben verloren haben. Die Gemeinde Costa de Santo André hat am 9. Januar 2013, dem 50. Jahrestag des Unglücks, diesen Gedenkstein errichtet. Wenn wir uns vorstellen, wie windig es allein heute hier ist, können wir uns eine Riesenwelle lebhaft vorstellen.



am Strand erinnert dieser Stein an das Unglück vom 9. Januar 1963


 



ganz schön windig ist es heute



gegen den Wind ist nur wenig Kraut gewachsen

Ein paar Schritte tun wir noch, aber dann gehen wir doch heim. Der Wind ist uns irgendwie unangenehm. Kaffee und Kuchen gibt es bei uns an Bord, aber dann, es ist so halb fünf Ortszeit, scheint die Sonne so stark und sehen wir ein paar Segel am Himmel. Da sind wohl ein paar Kitesurfer in der Lagune unterwegs, denken wir uns. Und so rappeln wir uns nochmal auf und siehe da: Die Lagune ist voll Wasser; es ist ein richtiger Wellengang hier. Die Lagune ist nicht wiederzuerkennen. Auch ist das Meer jetzt total wild. Ein paar Angler stehen am Ufer und versuchen ihr Glück, aber ob die Fische bei solchem Seegang überhaupt den Blinker sehen werden?



wir verbringen den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen



um halb fünf ist die Lagune voll Wasser



am Strand versuchen sich ein paar Angler beim Fischefangen



ziemliche Wellen gehen jetzt

Wir können unseren Blick gar nicht von den Wellen abwenden. Ein Krachen und Dröhnen ist das. Wir stehen etwas erhöht am Strand, denn die Wellen haben den Strand ein wenig unterspült und eine hohe Kante gebildet. So wissen wir zumindest, dass uns die Füße nicht plötzlich nass werden können. Der Wind will uns die Ohren abschneiden. In der Lagune fegt ein Kitesurfer immerzu von einem Ufer zum anderen, was toll aussieht. Manchmal wird er auch in die Lüfte gehoben. Wir gehen dann in einem großen Bogen heimwärts, vorbei an ein paar Feldern, die direkt hinter den Dünen bewirtschaftet werden. Hier ist kaum Wind. Insgesamt stehen wir mit drei Wohnmobilen hier über Nacht.


 



wir gehen an den Feldern vorbei auf unserem Heimweg



unsere Tagesroute ca. 29km

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