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Donnerstag, 21. März 2013



ein letzter Blick auf Plage-Aglou

Der Himmel ist bedeckt, obwohl das morgens oft der Fall ist und man darauf nicht viel geben muss. Aber Anlass genug für Herbert, nicht mehr länger hier auf dem Camp Aglou-Plage zu bleiben. Er will mal wieder was neues sehen, und man kann ihm das nicht verübeln. Und so packen wir ruckzuck alles zusammen, Tisch, Stühle, Teppich usw. Danach ist Herbert erstmal platt und muss sich hinsetzen, derweil Annette zum Minimarkt geht und Kartoffeln und Gemüse kauft. Die Yamaha fährt Herbert auf den großen Platz bei der Rezeption, weil wir sie da besser in die Garage verfrachten können. Auf unserem Platz sowie auf dem gesamten Camp ist ein leichter Abhang, und wir bekommen die Yamaha nicht auf die Auffahrrampe. So, und dann sind wir weg.



weiter geht die Fahrt entlang am Meer

Unser nächstes Ziel ist Sidi Ifni in 56km Entfernung, noch weiter südlich von hier. Die Fahrt ist anfangs recht hübsch, zumal wir das Meer fast immer sehen können. Aber die Landschaft besteht hauptsächlich aus Steinwüste und Geröll. Und wo sich die hübschesten Blicke auf den Atlantik bieten, steht immer ein hässlicher armseliger Betonklotz von einem Haus. Die paar Ortschaften, durch die wir kommen wie zum Beispiel Mirleft, sind kein bisschen hübscher. Eine absolute Tristesse überall. Was nicht gerade zu unserer Stimmung beiträgt. Es gefällt uns hier an der Küste nicht besonders, und wenn die Wetterkarte wenigstens für Spanien besser aussehen würde, so wären wir jetzt auf dem Weg zurück nach Europa und Spanien. Aber Überwintern bei Kälte ist noch deprimierender als es so schon ist. Die Winterzeit zieht sich immer ewig hin und vergeht einfach nicht.




manche Häuserblocks warten auf Käufer



wir erreichen eine der Ortschaften auf der Fahrt nach Sidi Ifni



die Straße ist hügelig



dieses Hotel hat doch eine wahrhaft prächtige Lage



wir biegen mal ab zum Meer



ach, der Atlantik ist doch wirklich schön



und immer wieder gibt es radfahrende Touristen in Marokko

Wir biegen dann irgendwann mal von der Straße ab zum Meer. Alles nagelneu geteert zu einem Verwaltungsgebäude am Meer, vielleicht eine Fischerei-Polizei oder so? Jedenfalls haben wir von dort aus eine schöne Sicht aufs Meer. Komisch, dass der Atlantik hier gar nicht so salzig riecht. Weiter fahren wir und erreichen schließlich Sidi Ifni, das im 15. Jh. zu Spanien gehörte, im 16. Jh. aber wieder in marokkanische Hände zurückfiel; nach dem spanisch-marokkanischen Krieg 1860 als Enklave aber wieder an Spanien abgetreten wurde; in den 1930er Jahren unter Franco zum wichtigen Militärstützpunkt ausgebaut wurde und 1969, nach einem Aufstand der marokkanischen Bevölkerung gegen Spanien in 1957, schließlich an Marokko zurückgegeben wurde. (Steht alles im Buch von Frau Erika, dem Reise Know-How von Erika Därr.) Wir hoffen also, dass man in Sidi Ifni noch Einflüsse aus der spanischen Kolonialzeit sehen kann.



wir erreichen Sidi Ifni



an der Moschee von Sidi Ifni vorbei geht es



ein erster Blick auf die Altstadt von Sidi Ifni

Es gibt vier Campingplätze in Sidi Ifni, und wir entscheiden uns für den El Barco, der direkt am Meer bzw. Strand liegt. Er liegt dann tatsächlich am Strand mit direktem Meerblick, näher am Meer kann man heutzutage wohl nirgends offiziell stehen. Dennoch ist der erste Eindruck der, dass man in einem Steinbruch steht. Der Untergrund ist also grobsteinig, und auch alles andere wie die Rezeption, Duschen usw. macht keinen einladenden Eindruck. Aber die Campingplätze am Meer müssen sich auch nicht bemühen um Kundschaft, die kommt schon von ganz allein. Herbert hat schon wieder alle Energie verloren und muss sich hinlegen. Was er wohl hat? Wir haben auch schon überlegt, ob ihn was gebissen oder gestochen hat, aber nix. Er war auch nicht mit den Füßen in einem Tümpel oder so. Gar nix. Seit Sonntag, dem Tag nach der Affenhitze mit Heißluft und 35°C draußen wie drinnen. Jetzt wollen wir ihn aber wirklich erst auskurieren, bevor wir weiterziehen nach Tafraoute, Agadir, Essaouria, Casablanca (französisch aussprechen: also Casablonca) usw.



wir erreichen das Camp El Barco



am Camp entlang zieht sich eine ebenso lange Promenade

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