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Dienstag, 19. März 2013



wir erreichen die Stadt Tiznit

Herbert mag nicht länger im Bett liegen, und er findet, dass er ja auch mal wieder auf die Beine kommen muss. Und so fahren wir heute nach Tiznit, was wir ja längst tun wollten. Während unserer Durchfahrt letzte Woche hatte uns die Stadt ja recht gut gefallen, und auch die Beschreibung im Reise Know-How klang ganz gut. Aber jetzt, als wir die Stadt erreichen, ist es ein Gewimmel und Gewusel wie überall. Wir parken auf dem Place el Méchouar und kommen sogar ohne Wegelagerer davon



auf dem Place el Méchouar parken wir



wir kaufen eine Postkarte

Als allererstes müssen wir schnell eine Postkarte kaufen und unserem Schwager schicken, der am 1. April Geburtstag hat. Unser Telefon geht von Afrika aus nicht (das gleiche Problem hatten wir damals in der Türkei auch). Anrufe erhalten können wir allerdings - nur selbst anrufen funktioniert aus irgendwelchen Gründen nicht. Und weil man nirgends an einem Tisch sitzen kann, schreibt Annette die Karte eben auf einem Stapel Matratzen.



auf dem Matratzenstapel schreibt Annette die Karte



Was steht denn so in den Zeitungen?



jetzt stürzen wir uns ins Gewimmel

Dann stürzen wir uns ins Gewimmel in den Gassen vom Souk, aber so viel Chinaschrott haben wir vorher noch nicht gesehen. Ganze Tische voll von Plastikabdeckungen für Smartphones. Und Babuschen, diese flachen Pantoffeln, gibt es auch zu genüge. Immer weiter laufen wir in einer Richtung, bis wir zum Markt kommen, wo tonnenweise Fleisch und Gemüse verkauft wird. Herbert geht es ja eigentlich gar nicht gut, er hält sich wacker, aber es ist heute hauptsächlich Annette, die die Photos macht. Wie immer hat sie die Connie, die Canon IXUS, einstecken. Ihr gefallen die winzigen Lädchen immer so gut, und so gibt es diese eben heute zu sehen.



auf dieser Straße gibt es hauptsächlich Fleisch und Gemüse



Ob man überhaupt immer findet, wonach man sucht?



Tiznit ist für Silberschmuck und Kupferarbeiten bekannt

Wir gehen dann wieder zurück zur Yamaha, wollen nur noch einen Geldautomaten finden und heimfahren. Dann aber werfen wir doch mal einen Blick in den Schmuck-Souk. Vor lauter Gold und Silber kann man gar nix sehen, aber die Schmuckstücke gefallen uns nicht besonders. Alles ist so fein und dünn gearbeitet, als wäre es ausgestanzt. Sicher würde alles sofort verbiegen während des Tragens. Also da haben wir schon entschieden schöneren Schmuck gesehen



Annette findet die uralten Lädchen immer skurril



Blick auf eine der Moscheen von Tiznit



die gleiche Moschee aus einem anderen Blickwinkel



jetzt müssen wir noch einen Geldautomaten finden



die Stadt ist von einer 6km langen Mauer mit 6 Toren umgeben

Auf dem Boulevard Hassan II finden sich dann mehrere Banken mit Geldautomaten, wo wir fündig werden. Wir fahren dann auch ein Stück an der alten Stadtmauer entlang, die die Altstadt umgibt. Aber dass Tiznit typischen Wüstenstadtcharakter hat, wie es im Buch zu lesen ist, finden wir nicht. Na egal. Jetzt müssen wir noch ein Geschäft finden, das Pistolen für Silikonpatronen hat. Beim Vorbeifahren sehen wir viele Waschbecken und Kloschüsseln im Schaufenster, und so halten wir an. Werden aber nicht fündig. Der Verkäufer erklärt uns, wie wir zu einem größeren Geschäft kommen, wo man solche Dinge haben würde. Dieses Geschäft finden wir nicht; wir machen uns schon wieder auf die Heimfahrt, als wir noch wieder ein anderes sehen mit Waschbecken usw. Dort hat man diese Pistolen, diese Halterungen für Silikonpatronen. Für 28 DH, 2,52 EUR. Wenn man im Ausland etwas benötigt, ist es immer nicht leicht, das auch zu finden. Man kann nicht wie daheim einfach in den nächsten Laden marschieren und die Sache kaufen. So, jetzt aber nach Hause, damit sich Herbert erholen kann von der heutigen Anstrengung. Wir werden auch so langsam marokkomüde und sind froh, dass wir das Hinterland schon hinter uns haben und nicht jetzt erst auf dem Weg dorthin sind.



in diesem Geschäft suchen wir vergeblich nach einer Pistole für Silikon



es geht wieder heimwärts

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