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Montag, 11. März 2013



morgens um 7Uhr geht unsere Fahrt weiter

Die Nacht war dann doch nicht so ruhig, wie wir sie uns erhofft hatten. Denn spät nachts kamen noch zwei oder drei LKWs, die sich, obwohl der Rastplatz riesig ist mit mehreren Parkflächen, direkt neben uns gestellt hatten. Na ja. Jetzt am Morgen sind wir früh wach und wollen auch gleich weiterfahren, zumal das Licht so früh besonders schön ist. Anfangs bleibt das Land noch flach, aber dann kommen die Berge, die Ausläufer des Hohen Atlas und es wird eine hübsche Fahrt. Alles wird golden beschienen. Es ist der helle Wahnsinn, wieviel Wohnmobile uns entgegenkommen. Sie wollen jetzt wohl alle heimfahren.



überladen wie immer geht es durch die Ausläufer des Hohen Atlas



hier und da sind Besiedelungen


 


 



wir erreichen die Stadt Agadir

Irgendwann sind die 198km bis Agadir erreicht, und wir wollen immer noch weiter südlich und erst auf dem Rückweg nach Agadir hinein. Für die Autobahnmaut sind 112 DH (10,08 EUR) zu zahlen. Dann geht es weiter auf der Landstraße und durch mehrere Ortschaften. Was uns hier auffällt ist, dass kaum noch Eselkarren zu sehen sind, dass kaum noch jemand zu Fuß am Straßenrand unterwegs ist und dass viel mehr Autos auf der Straße sind als im Hinterland. Auch machen die Orte, durch die wir kommen, den Eindruck von gewissem Wohlstand. Hier ist wohl mehr Handel und Wandel und den Leuten geht es besser als anderswo. Wir sind irgendwie an Griechenland erinnert.



in Tiznit biegen wir nach Westen ab zum Meer

Nachdem nun auch die nächsten knapp 100km hinter uns liegen, erreichen wir die Stadt Tiznit, die einen sehr soliden Eindruck macht. (Drum hatten wir uns ja auch für diese Gegend entschieden.) Jetzt noch abbiegen in Richtung Meer und auf das Camp Aglou-Plage. Selbst hier in Tiznit fahren bzw. parken etliche Wohnmobile, sodass wir schon befürchten, keinen Platz auf dem Camp am Meer zu bekommen. Aber unsere Sorge zerschlägt sich, als wir den kleinen Badeort Plage-Aglou erreichen. Es sind genug freie Plätze vorhanden, bestimmt 40% ist mittlerweile frei.



wir erreichen den kleinen Ort Plage-Aglou



Ankunft am Camp Aglou-Plage

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben, kommt ein Handwerker zu uns, fragt, ob wir irgendwelche Schäden am Fahrzeug hätten, die auszubessern wären. Oh ja, wir haben zwei Stellen, einmal links oben an der Dachkante und rechts unten an der Verkleidung. Also macht sich der gute Mann wenig später an die Arbeit und fängt an zu hämmern wie wild. Herbert schaut sich die Sache mal an und ist schockiert, denn der Mann macht mehr Schaden als Nutzen. Herbert fragt dann auch endlich, was die ganze Sache uns denn kosten würde, obwohl Annette ihm die ganze Zeit in den Ohren gelegen hat, immer vorher den Preis auszuhandeln, weil man sich später nicht mehr dagegen wehren kann. 2.000 DH will der Gute haben. Was? Fürs Draufdreschen und mehr Schaden anrichten? Er sagt, dass er später ja alles noch spachteln würde. Wir aber haben kein Vertrauen mehr in dessen Fähigkeiten und sagen die ganze Sache ab. Sind sauer, wie das jetzt alles aussieht, vor allem an der Verkleidung und dass die Klappe für die Starterbatterien jetzt nicht mehr bündig abschließt. Man sollte eben nicht am falschen Ende sparen.



ein Handwerker soll uns zwei kleine Schäden ausbessern

Etwas später kommt der nächste Hansel um die Ecke. Jemand, der Polsterarbeiten ausführt. Und wir wollen gern unsere Lederbezüge neu machen lassen, die sind schon arg hinüber, das waren sie schon beim Kauf des Phoenix'. Der Mann hat die richtige Farbe - helles Grau - nicht dabei, und so soll Herbert mit ihm mitfahren in seine Werkstatt in Tiznit. Es handelt sich um Alcantara, ein Veloursleder. Und der Preis für unsere gesamten Polster liegt zunächst bei 3.800 DH (342 EUR). Der Preis fällt dann ganz schnell und wie von allein auf 3.500 DH (315 EUR). Dann fährt Herbert aber erstmal mit, damit die richtige Farbe feststeht. Es dauert eine Ewigkeit, bis er mit dem Mann wieder zurück ist, etwa 1,5 Stunden. Das richtige Hellgrau steht dann fest, auch der Preis, nämlich 3.200 DH (288 EUR). Auf unsere Frage, ob wir auch in Euro zahlen können, fangen seine Augen an zu leuchten. Die nimmt er nämlich noch lieber. Er nimmt dann alle Polster gleich mit und lässt uns eine Schaumstoffmatte da, die wir erstmal als Ersatz auslegen können. Ansonsten müssen wir halt für die nächsten zwei Tage improvisieren. Aber wenn man sich das mal überlegt: Der eine, der Polsterer, will für das gesamte Material und die Arbeit von zwei Tagen 3.200 DH, und der andere will für ein bisschen Rumhämmern und später Schleifen an zwei Stellen 2.000 DH haben. Ein komisches Verhältnis, finden wir

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