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Dienstag, 20. März 2018



Ankunft am Cabo de São Vicente

Die Sonne lacht, und doch bekommen wir heute zweimal was aufs Dach. Wir wollen Sagres heute auch verlassen, vorher aber noch zum Leuchtturm am Cabo de São Vicente fahren. Die insgesamt 12km will Herbert sich zu Fuß nicht antun. Also hin und huch - was geht hier für ein Sturm? Dagegen war das auf dem Parkplatz an der Fortaleza ja gar nichts. Und kalt ist es; so kalt ist es hier ja im November nicht. Zu dieser frühen Stunde sind schon ganz viele Leute am Kap. Schade nur, dass das Leuchtturmgelände geschlossen ist wegen Wartungsarbeiten. Wir finden auch, dass die Hauswände rings um den Leuchtturm schneeweiß sind wie nie. Es ist immer wieder ein tolles Gefühl hier am Ende der Welt, wovon man damals ja wirklich ausging, dass die Welt hier zu Ende ist. Auf dem Rückweg kommen wir dann wieder an der Forte do Beliche (Beliesch) vorbei und können noch ein schönes Foto schießen. Beim Intermarché leeren und füllen wir nochmal alles, fahren dann an Vila do Bispo (Bíschpu) vorbei und gehen auf die N125, die Nationalstraße, die durch die gesamte Algarve geht. Als erstes kommt das Dorf Raposeira, das wir immer ganz hübsch finden. Überhaupt gefällt uns die Westalgarve ja am allerbesten.



und ewig geht das Meer



das Gelände rund um den Leuchtturm ist geschlossen wegen Wartungsarbeiten


 



hier beginnt und endet der Algarve-Fahrradweg



und noch ein Blick auf das schöne Kap



vorbei geht es an der Forte do Beliche



wer das Ende der Welt kennt, der kennt auch diese Töpferei



wir erreichen das gefällige Dorf Raposeira



wir sind auf der Nationalstraße

Unser eigentliches Ziel für heute ist der Euromaster in Lagos (Lágusch), wo wir wieder (nach zwei Jahren) die Bremsbeläge machen lassen müssen. Aber ob wir zu so später Tageszeit noch drankommen werden? Daher haben wir keine übermäßige Eile, heute noch nach Lagos zu kommen. Wenn was schönes käme auf dem Weg, würden wir anhalten und uns des Lebens freuen. Erstmal biegen wir ab nach Boca do Rio, weil man da angeblich wieder stehen kann mit dem Wohnmobil. Das Schild besagt dann (No Overnight Parking) und na ja, seit sie den Parkplatz von Boca do Rio neu angelegt haben, finden wir das alles nicht mehr so gut. Früher konnte man direkt am Wasser stehen. (Hier hatten wir mal eine schönen Zeit verbracht mit einem Bogenschützen, der gleichzeitig Schumacher war, also der richtig Schuhe herstellte von Hand.) Von Boca do Rio biegen wir direkt ab nach Burgau, vorbei an der Ruine der Forte da Almâdena (oder so ähnlich). Es geht mit 16% Steigung den Berg hinauf und hinein nach Burgau. Und da kommt schon der erste Zehnsekundenregenguss. (Er geht schneller vorbei, als man das Wort aussprechen kann.) Burgau ist dann nichts besonderes, aber vielleicht hätten wir auch irgendwo abbiegen müssen.



Ankunft in Boca do Rio



ein Blick von hoch oben

Weiter geht es von Burgau nach Luz (Lúsch - liebe Leute, bitte sagt nicht Lutz). Luz (Lúsch) ist ein hübscher kleiner Badeort, aber mit sehr starkem englischen Einschlag. (Hier kam damals das Mädchen Maddie weg.) Wir kehren zurück auf die Nationalstraße und fahren nun nach Lagos. Jetzt ist auch die Umgehungsstraße fertig, die Jahre gedauert hat. Es ist kurz vor 12 Uhr Ortszeit, als wir beim Euromaster ankommen. Wie damals auch muss man erstmal die Teile beschaffen. Und sie sagen, entweder kommen wir heute Nachmittag dran oder morgen früh. This afternoon sounds good to me, sagt Annette, und dann einigen wir uns auf 14:30 Uhr. Wir fahren jetzt erstmal zum Einkaufen und wollen dann die Wartezeit beim Euromaster verbringen. Um 13:05 Uhr sind wir zurück. Sie schließen schon das Werktor, als Annette noch schnell hineinschlüpfen kann und den Apple im Büro zum Aufladen abgibt. Glück gehabt, denn jetzt ist Mittagszeit bis halb drei. Wir vertreiben uns die Zeit, und Annette schreibt schon mal den Tag. Macht sich ja alles nicht von allein. Wir sind dann erst dran, nachdem eine große Lieferung Reifen eingelagert ist, und erst um halb fünf sind wir fertig. Die Bremsbeläge belaufen sich auf 88 EUR als Paar, und die Arbeitszeit auf 25 EUR, alles netto plus 23% Mwst. Wir sind kaputt vom Warten, haben Hunger und fahren jetzt zum Stellplatz in Lagos am Stadion. Mittlerweile haben die Wohnmobile die gesamte Wiese in Beschlag genommen. Die Nacht kostet 3 EUR. Wir gehen zu McDonald's, weil das am nächsten gelegen ist. Es ist kalt so am frühen Abend. Wir sind froh, dass wir die Sache mit der Werkstatt hinter uns haben.



Praia da Luz kommt in Sicht



vorbei geht es an Lagos



hier, beim Euromaster, wollen wir die Bremsbeläge machen lassen


 



so voll ist es immer noch am Stadion in Lagos



unsere Tagesroute ca. 33km

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