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Mittwoch, 01. Mai 2019



wir verlassen Magdeburg

Die Straßenbahn fuhr dann nachts nicht mehr, und so wurde es eine erstaunlich ruhige Nacht für uns. Der Fernseher hat ein schönes Bild, aber wir haben dann auch erstmal die Farbe gedrosselt, wie wir es bei Neugeräten immer tun. Auch in Hotelzimmern nehmen wir bei den Fernsehern immer die Farbe raus, damit sie nicht so flimmern. Und unser Entschluss steht fest: Wir wollen in Magdeburg den La Strada nicht unbeaufsichtigt lassen. Drüben am Wohnmobilstellplatz am anderen Elbufer sehen wir jetzt, dass dort etliche Verkaufswagen stehen für das heutige Marktfest. Und so frühstücken wir nur noch und verlassen Magdeburg gegen 7:40 Uhr. Am heutigen Feiertag sind die Straßen menschenleer. Als nächstes Ziel haben wir uns Aschersleben herausgesucht, weil es so nett klingt, was es über den Ort zu lesen gibt: Sie hätte eine der besterhaltenen Stadtbefestigungen in ganz Deutschland, und ein 2km langer Rundweg führe vorbei an 15 erhaltenen Türmen und Wehrbauten. Die kann man doch bestimmt mit dem Rad erkunden, oder? Einen Stellplatz hat es dort auch. Wir gondeln über die Landstraße, aber als wir in Aschersleben ankommen, sagt uns der Stellplatz überhaupt nicht zu. Alles verhudelt, und die Stromkästen sind abgeschlossen. Also weiter, auch wenn wir im ersten Moment keinen Plan haben, wohin. Herbert will ganz allgemein noch ins Altmühltal, bevor wir Mitte Mai bei der Bagage sein wollen.



heute am Feiertag fahren viele schöne alte Gefährte ins blaue



hügelig wird die Landschaft - und immer wieder wechseln sich Sonne und Wolken ab

Wir fahren einfach erstmal südwärts die Autobahn Richtung Bamberg. Wir kommen dabei durch mehrere Tunnel, der längste unter ihnen der 7.916m lange Rennsteigtunnel kurz vor Suhl und Oberhof. Wir biegen mal ganz spontan ab nach Oberhof, der als Wintersportort bekannte Ort. Aber auch hier gefällt uns der Stellplatz nicht, und der Ort, der irgendwie zerklüftet ist und keinen Ortskern zu haben schein, gefällt uns überhaupt nicht. Also zurück zur Autobahn. Es ist ein reiner Fahrtag heute, und Sonne und Wolken wechseln einander ständig ab. Viel gibt der Tag also nicht her. Wir finden, dass wir, wenn wir schon in der Gegend um Bamberg sind, auch genauso gut auf dem Concorde-Stellplatz in Aschbach stehen können. Der ist immer so schön ruhig. Also fahren wir jetzt dahin. Wenige Kilometer vorher kommt uns ein kleines Trabbiaufgebot entgegen, in allen Farben, wie sie es früher gar nicht gegeben hat. Früher gab es nur betongrau und hellgrün und hellblau, allenfalls noch papyrusweiß. Auf dem Stellplatz sind wir dann die vierten, aber bis zum Abend trudeln noch ein paar dicke Concordes ein, insgesamt sind wir dann zu dreizehnt (von 16 Plätzen). Einer der Concordes ist ein Liner Plus, ein dickes Monster, mit dem das Reisen kein großes Vergnügen sein kann. Man wird immer genau planen müssen, wo man mit dem dicken Gefährt hinpasst. Am späten Abend kommt auf 3sat ein Konzert von Adele, aus der New York Radio Hall. Von 2015, Herbert hatte es schon mal spät nachts gesehen. Eine tolle Frau mit toller Stimme und guten Texten, aber zwischen den Stücken, wenn Adele ein paar Worte sagt, finden wir, dass sie eine ganz durchtriebene ist. Ja, die guten Sachen kommen immer spät nachts, wenn, wie Annette immer sagt, die Unterschicht besoffen auf dem Sofa liegt. Anschließend kommt noch Herbert Grönemeyer, und das ist dann wie ein Eimer Wasser. Wir schalten schnell aus, bevor wir Kopfschmerzen von seiner Art zu singen bekommen. Kann man sich den heute wirklich noch anhören? Uns könnte eine kalte Nacht ins Haus stehen.



es geht durch mehrere Tunnel, als wären wir in Italien



Ankunft in Oberhof



Trabbiparade im Frankenland



wir sind auf dem Concorde-Stellplatz in Schlüsselfeld, OT Aschbach


 
 unsere Tagesroute ca. 387km

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