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Sonntag, 21. Mai 2017



so wird man durch Iráklion geführt

So zentral der Parkplatz hier zwischen Fährhafen und Venezianischem Hafen auch ist, aber er ist auch ziemlich laut. Zum einen sind es die Fähren und zum anderen die vielen Flugzeuge, die direkt über uns hinwegfliegen. Heute wollen wir uns noch einmal ins Getümmel von Iráklion stürzen. Wir fangen am Kástro Koulés an, das man auch von innen besichtigen kann, was wir aber nicht tun. Es geht ein schöner Wind auf der langen Mole. Anschließend laufen wir wie gestern die Straße 25 Avgoustou entlang. Die meisten Geschäfte sind heute geschlossen. Viel zu sehen gibt es in Iráklion ja dann doch nicht, wenn man sich so umschaut. Und auch in unserem Reiseführer lesen wir, dass die Kreter nach der Befreiung von den Türken alles zerstörten, was an die verhasste Besatzungsmacht erinnerte, und dass im Zweiten Weltkrieg deutsche und alliierte Bomben das Zerstörungswerk vollendeten und gut zwei Drittel der Altstadt vernichteten. Auf Ästhetik und Bewahrung historischer Strukturen wurde beim Wiederaufbau keinerlei Rücksicht genommen. Das alles sieht man der Altstadt an. Iráklion lohnt sich eher nicht zum Besichtigen, aber für uns war es gut, mit der Fähre hier anzukommen. So haben wir uns die Fahrt von Kissamos bzw. Chaniá im Westen gespart, um hierher zur Osthälfte von Kreta zu kommen. Auf der Osthälfte der Insel haben wir uns im letzten Jahr ja nicht allzu lange aufgehalten.



wir sind im Venezianischen Hafen


 



die Festung Koulés steht auf der Mole

Der Hauptplatz der Altstadt ist die Platia Venizelou mit dem Morozini-Brunnen, dem Löwenbrunnen von 1628, das Ende eines 15km langen Aquädukts. Der Brunnen wird aber gerade restauriert (kleines Baugerüst) und es sprudelt kein Wasser. Wir laufen die Marktgasse entlang, die gestern noch total belebt war. Heute geht es beschaulicher zu, ein paar Basarstände sind geöffnet. Es ist aber der übliche Souvenirkram, den es überall gibt. Wir wollen uns jetzt in eines der vielen Cafés am Löwenbrunnen setzen und landen im Corner Café, italienisch geführt, was wir vorher nicht gesehen haben. Im Café zu sitzen ist ja immer wieder schön, aber uns schmeckt der griechische Kaffee nicht, und so nehmen wir meist nur Frappés. Nescafé mit kaltem Wasser, geschüttelt und mit viel Eiswürfeln serviert. Eine Chemiekeule, aber der Orangensaft ist immer so verdünnt und mit tonnenweise Eiswürfeln versehen. Die Preise in den Cafés können locker mit denen in Frankreich mithalten. Dagegen ist es echt günstig, in den Tavernen zu speisen. Wir sitzen einige Zeit und schauen dem Treiben auf dem Platz zu. Annette mit ihrem dicken Schal bei 25°C, aber wenn es doch hilft? Geht eh schon viel besser heute. Wir laufen dann in einem größeren Bogen durch die Stadt und heimwärts. Bei uns am Platz gibt es sogar eine Wasserstelle, wo wir unseren Wassertank auffüllen können. 



im Herzen der Stadt der Löwenbrunnen



im Corner Café (zwei Frappés 7 EUR)



in Iráklion


 



zwei anmutige Grazien



so sitzen wir am Nachmittag



immer wieder gehen die Flugzeuge über uns hinweg



Abend wird es in Iráklion

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